Enelya - Kriegsprinzessin Teil 3

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6 Kapitel - 19.839 Wörter - Erstellt von: Jess - Aktualisiert am: 2015-03-02 - Entwickelt am: - 4.181 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 12 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Und weiter geht’s^^ tut mir echt Leid dass es so lange gedauert hat, war einfach unheimlich im Stress und und und …
Teil 3 ist da und ja, es wird einen Teil 4 geben und vielleicht sogar einen 5. (iwie komm ich nicht zum Ende hahaha^^)

Ich danke Euch für das super Feedback, all die lieben Kommis und Mails motivieren mich natürlich weiterhin Geschichten zu schreiben:)

Aber jetzt genug geplappert! L-E-S-T!

1
Ein neues Abenteuer beginnt

Ich packte Kleidung und Proviant in meine Tasche, zog mir die Kleidung mit dem Wappen meines Hauses an, legte meine Waffen um und streifte mir meinen Umhang über, ein letztes Mal sah ich mich in meinem Gemach um, ich hatte nichts vergessen…
„Bist Du bereit?“ fragte mich Legolas der eben lautlos zur Tür herein trat und ich nickte ihm lächelnd zu.
„Ja, mehr denn je!“ antworte ich und gemeinsam gingen wir zu meinem Vater und meiner Mutter in den Thronsaal.
Wir wurden von vielen unserer Freunde empfangen und Gimli und König Èomer warteten bereits in voller Kriegsmontur auf uns.
„Schickt einen Boten, sobald mein Geschwisterchen geboren wurde!“ sagte ich leise zu meinen Eltern und meine Mutter nahm mich in den Arm.
„Pass auf Dich auf, liebste Enelya!“ flüsterte Sie mir zu und gab mir einen Kuss auf die Stirn und ich lächelte Sie freudig an, dann wandte ich mich an meinen Vater.
„Solltest Du mich hier benötigen, Adar, sende einen Boten! Ich werde sofort zurückkehren, denn obgleich ich das Leben als Kriegerin bevorzuge, Du hast Recht, das alles hier ist ein Teil von mir und ich werde meine Pflichten als Prinzessin verüben, wenn es von Nöten ist und Du es von mir verlangst!“ sagte ich und er lächelte mich dankend an.
„Ich werde es beherzigen, auch wenn ich weiß dass Dein Platz an der Seite von Legolas in einem großen Abenteuer ist und dennoch! Ich danke Dir dass Du dir deiner Herkunft bewusst bist!“ antwortete er und nahm mich fest in den Arm „Gib‘ auf Dich acht, meine kleine Kriegerin! Stürze Dich nun in das Leben dass Du so liebst!“ er gab mir einen letzten Kuss auf die Stirn, dann ließ er mich los.
„Mein König, meine Königin!“ sagte ich und verneigte mich leicht vor meinem Vater, dann vor meiner Mutter bevor ich zur Seite trat und Platz machte dass sich die anderen von meinen Eltern verabschieden konnten.

Gemeinsam mit Gimli, König Èomer und ein paar seiner Mannen machten sich Legolas und ich auf den Weg gen Osten. Das Aschengebirge war die nördliche Grenze Mordors und viele der dunklen Kreaturen versteckten sich dort seit Saurons Sturz. Die dunklen Kreaturen Mordors waren überall in Mittelerde verstreut und das ganze letzte Jahr über waren Krieger ihnen dicht auf den Versen um das Böse ein für alle Mal zu besiegen…

Ich trieb Nessa etwas an um zu Legolas aufzuschließen der stumm vor uns her ritt, wir waren vor 2 Tagen aufgebrochen und ich spürte das Legolas schweigsamer war als sonst.
„Legolas? Ist alles in Ordnung?“ fragte ich Ihn als Nessa auf derselben Höhe war wie Arod, der zu Legolas‘ treuem Begleiter wurde, er blickte noch kurz in die Ferne dann wandte er den Kopf mir zu und lächelte.
„Ja… und nein… bitte verstehe mich nicht falsch, ich bin froh dass Du uns begleitest, nein mehr noch! Ich habe dich das letzte Jahr über so sehr vermisst! Und doch… ich weiß dass Du eine ausgezeichnete Kriegerin bist und Du sehr gut auf dich aufpassen kannst… trotzdem habe ich Angst dass dir etwas geschieht.“ sagte er und ich sah ihn lange an bevor ich antwortete.
„Ich verspreche dir erneut dass ich auf mich Acht geben werde und dass ich nach Möglichkeit in Deiner Nähe bleiben werde, doch du hast Recht! Ich kann auf mich selbst aufpassen!“ sagte ich lachend, wobei ich den letzten Satz gespielt schmollend sagte woraufhin Legolas ebenfalls zu lachen begann.
„Ich habe dein Lachen vermisst!“ sagte er leise und sah mich an.
„Ich konnte das ganze letzte Jahr nicht richtig lachen, ich habe es auch vermisst…“ sagte ich leise und schaute ebenfalls in die Ferne, wo sich das Aschengebirge langsam in die Höhe streckte und seinem Namen alle Ehre machte, die Luft wurde stickig und kalt, der Himmel war grau und von Nebel verhangen. Das Land war karg und der Boden ausgetrocknet und von Asche überzogen.
„Dort vorne rastet Faramir mit seinen Kriegern!“ sagte Legolas und ich folgte seinem Blick, in ein paar Hundert Metern Entfernung warteten ein paar Hundert Männer im Schatten der toten Bäume zu unserer linken.
Wir gaben unseren Pferden etwas die Sporen und ritten schnell zu Faramirs Heer, als wir ankamen bahnte sich Faramir einen Weg durch die Männer und nahm uns in Empfang.
„Seid gegrüßt, Prinzessin Enelya, Prinz Legolas!“ sagte er zuerst an uns gewandt, als wir von unseren Pferden abstiegen und ich nickte ihm zu, danach wandte er sich an Éomer und Gimli die hinter uns eintrafen „König Éomer, Herr Gimli! Ich danke Euch für Eure Unterstützung!“
Éomer stieg ebenfalls von seinem Pferd ab und dann half er Gimli, der hinter Ihm gesessen hatte.
Gemeinsam mit Faramir gingen wir durch das provisorisch aufgestellte Lager und er führte uns zu einem großen Zelt in dem ein Tisch mit einer großen Landkarte darauf stand.
„Wir haben Späher ausgesendet die uns berichteten dass etwa 500 Orks sich in einem Bergpass etwa 50 Meilen von hier verstecken, bis jetzt haben sie uns noch nicht entdeckt, doch wenn dies geschieht werden sie uns einkesseln sobald wir uns zum östlichen Ende des Gebirges aufmachen und dort erwarten uns dann weitere 1.000 Orks…“ begann Faramir doch ich unterbrach ihn.
„500 auf einem Bergpass und weitere 1.000 am Ende des Gebirges? So viele?“ entfuhr es mir und die Männer sahen mich an „Verzeiht, doch ich hatte ja keine Ahnung dass so viele Orks… überlebt haben?“ fügte ich hinzu und Éomer nickte zustimmend.
„Wir brauchen mehr Männer!“ sagte er und Gimli an seiner Seite lachte auf.
„Die paar Orks… das schaffen wir auch so!“ sagte er und sah in die Runde.
„Wie viele Männer habt ihr hier, Faramir?“ fragte ich ihn und er zögerte einen Moment.
„Keine 1.500, Prinzessin Enelya, so viel ist sicher…“ antwortete er „Ich würde schätzen 300-350… mehr nicht!“
„Ich habe weitere 100 Mann“ sagte Éomer nachdenklich und Gimli grummelte.
„Rund 400 Mann, gegen 1.500? Ich bin mir nicht sicher ob wir das schaffen… wir brauchen Verstärkung!“ sagte ich leise und Legolas neben mir meldete sich das erste Mal zu Wort.
„Damals in Helms Klamm waren es 300 von uns gegen 10.000 von ihnen und am Ende waren wir die Siegreichen…“ begann er doch ich unterbrach ihn.
„Ja aber es kamen noch hunderte elbische Krieger dazu! Und wäre Gandalf nicht mit Éomer und seinen 3.000 Rohirrim aufgetaucht… diese Schlacht hätten wir wohl auch verloren!“ sagte ich und sah ihn an.
„Ich zweifelte damals an den Geschicken der Menschen, du solltest nicht denselben Fehler wie ich begehen!“ sagte er auf elbisch und sah mich ernst an.
„Du tatest gut daran zu zweifeln! Wären nicht die Galadhrim gekommen wären wir verloren gewesen in dieser Schlacht!“ antwortete ich ebenfalls auf elbisch.
„Enelya, wir haben nicht mehr Männer! Die Schlachten des vergangenen Jahres forderten zu viele Leben ein! Wir müssen die Orks töten, auch wenn wir zu wenig Krieger sind!“ sagte er und ich wusste nicht was ich darauf antworten sollte, die anderen sahen uns fragend an und Legolas wandte sich wieder an sie „Wir müssen alles in unserer Macht stehende tun um die Orks zu vernichten!“ sagte er mit herrischer Stimme und verließ das Zelt.
„Wir brauchen eine gute Taktik, um die Orks zu töten.“ sagte ich und Faramir nickte.
„Und wir brauchen diese Taktik schnell!“ erwiderte er und mit einem letzten Nicken folgte ich Legolas aus dem Zelt.

„Es tut mir Leid… ich hätte nicht so… zornig werden dürfen! Und vor allem hätte ich diesen Zorn nicht an Dir auslassen dürfen!“ sagte Legolas und sah in den toten Wald, er stand abseits des Lagers und beobachtete den Wald aufmerksam, ich stellte mich neben ihn und folgte seinem Blick.
„Es ist in Ordnung…“ begann ich doch ehe ich weiter sprechen konnte ergriff Legolas meine Hand und sah mich ernst an.
„Es ist nur… ich stehe erneut einer Übermacht gegenüber und erneut sind Menschen involviert die ich liebe… doch diesmal muss ich daran glauben dass wir es schaffen können! Denn das letzte Mal als ich zweifelte…“ setzte er an doch ich schüttelte den Kopf und küsste ihn.
„Ich weiß! Ich verstehe Dich… wir werden diese Übermacht bekämpfen und danach werden wir uns die nächsten übrig gebliebenen Schergen vornehmen!“ sagte ich leise und lehnte mich an seine Brust.
„Wie konnte ich nur so lange ohne Dich an meiner Seite überleben!“ flüsterte er und gab mir einen Kuss auf den Kopf.
„Du hattest mich!“ sagte plötzlich eine brummige Stimme hinter uns und ich drehte mich belustigt zu Gimli um.
„Für wahr, mein treuer Freund!“ sagte Legolas mit einem Grinsen und ich ging zu Gimli und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
„Ich danke Euch, Herr Gimli, dass ihr so gut auf Legolas achtetet!“ sagte ich lachend zu dem leicht erröteten Gimli der mich schelmisch angrinste.
„Ich bin eurer Sprache nicht mächtig genug um zu wissen was ihr da eben beredet habt!“ sagte er und sah erst Legolas und dann mich an „Aber: wir haben nicht genug Männer! Du sagst, wir brauchen eine gute Taktik? Ich sage Dir, wir brauchen diese schnell! Eben wurden Späher der Orks hier gesichtet!“
„Wo?“ fragte ich und wir machten uns schon auf den Weg zu Faramirs Zelt.
„Ein paar Meilen südlich von hier!“ antwortete Gimli und ohne groß nachzudenken pfiffen Legolas und ich schon nach unseren Pferden.
„Wir erledigen das!“ sagte ich und stieg auf Nessa, Legolas neben mir tat dasselbe bei seinem Pferd und im nächsten Moment ritten wir schon gen Süden.
„Siehst Du sie?“ rief ich Legolas zu der konzentriert über die Ebene vor uns blickte die sich langsam zum Gebirge erhob, dann plötzlich verharrte er und ich folgte seinem Blick, mindestens ein Dutzend Orks schlichen sich auf einem schmalen Pfad in Richtung des Gebirges.
Wir trieben unsere Pferde an und zeitgleich zog ich meinen Bogen vom Sattel, Legolas neben mir tat dasselbe.
„Wir müssen schnell sein, wenn sie uns bemerken, werden Sie schnell flüchten und sie dürfen den Bergpass nicht erreichen!“ rief er und ich nickte… nach einigen Augenblicken waren wir am Fuß des Gebirges angekommen und Legolas sprang von Arod.
„Sie beginnen mit dem Aufstieg!“ sagte ich und landete neben Legolas.
„Wir müssen ihnen hinterher!“ erwiderte er und im nächsten Moment sprinteten wir einen engen Pass empor, die Orks waren nur noch wenige Hundert Meter von uns entfernt und ich spannte einen Pfeil in die Sehne, Legolas war schon schneller und tötete mit dem nächsten Pfeil einen weiteren Ork, welche uns entdeckt hatten und auf uns zu stürmten, bis auf einen der weiter ging, mit einem gezielten Schuss tötete ich ihn und die restlichen Orks brüllten laut, doch was im nächsten Moment geschah war nicht vorhersehbar.
Plötzlich stürmten aus 2 Felsspalten unzählige Orks und kreisten uns ein, wir begannen Rücken an Rücken uns einen Weg durch die Monster zu bahnen doch es wurden immer mehr.
„Es sind zu viele!“ schrie ich auf elbisch und tötete 2 Orks mit einem Streich meiner Messer.
„Wir müssen durchhalten!“ antwortete Legolas und ich duckte mich schnell unter dem Schwert eines Gegners hindurch und rammte diesem im Gegenzug einen Dolch in den Magen.
Die Zahl der Widersacher nahm immer mehr ab und ich glaubte schon den Sieg errungen zu haben, doch dann spürte ich plötzlich einen unfassbaren Schmerz im linken Oberschenkel und als ich mich meines Beines besah ragte ein Pfeil daraus hervor, im nächsten Moment sah ich aus den Augenwinkeln einen Ork der sein Schwert auf Legolas niedersausen lies, Legolas parierte den Schlag, doch konnte er nicht verhindern das ein weiterer Ork ihm sein Schwert bis an den Schaft in die Seite rammte, ich schrie laut auf und köpfte den Ork vor mir und bahnte mir Messerschwingend einen Weg durch die Orks, wie in Zeitlupe sah ich Legolas einknicken, als würden Stunden vergehen, Stunden in denen ich mich zu ihm durchkämpfte. Es waren nur noch rund ein Dutzend der Kreaturen übrig, doch diese gingen hemmungslos auf uns los und ich hatte große Mühe ihnen entgegen zu wirken, Legolas richtete sich langsam wieder auf und begann ebenfalls wieder mit dem Kampf… nur wenige Augenblicke später waren alle Kreaturen vernichtet und Legolas sank erschöpft in die Knie, ich stürmte zu ihm und setzte mich vor ihn… er schloss die Augen und sah zu Boden, sein Atem ging langsam und lautlos, ich nahm sein Gesicht in meine Hände und sah ihm in die Augen, dabei streifte mein Blick einen Schnitt auf seiner linken Wange und einen weiteren Schnitt oberhalb der rechten Augenbraue, es waren die ersten Verletzungen die ich je an ihm sah…
„Es geht schon… gib mir nur einen Augenblick zum durchatmen!“ sagte er leise und wollte sich von mir abwenden, als würde er nicht wollen dass ich ihn in solch einer Situation sehe.
„Wir müssen zurück ins Lager! Ich muss mir die Wunde ansehen! Was wenn es…“ begann ich doch ich konnte nicht weitersprechen, die Angst war zu groß vor dem was geschehen könnte.
„Wenn es eine Morgul-Klinge gewesen ist? Das würde ich spüren, vertrau mir!“ sagte er und ich atmete erleichtert auf.
„Lass mich die Wunde dennoch sehen! Ich kann sie heilen!“ sagte ich und er blickte mir tief in die Augen.
„Ich bin ein Elb, die Wunde wird von selbst heilen, mit etwas Zeit!“ murmelte er und richtete sich wieder auf.
„Dasselbe sagte ich letztes Jahr auch oft zu mir… die Wunden heilten jedoch nicht…“ sagte ich ernst und sah zu Boden, doch Legolas grinste mich an und zog mich auf die Beine.
„Sorge dich nicht, meine Liebste! Aber wenn es Dir dann besser geht, sobald wir im Lager sind werde ich dich die Wunde versorgen lassen!“ lachte er und wir gingen zu unseren Pferden.

Ich beobachtete den vor mir her reitenden Elb genau, er saß nicht aufrecht und ich wusste dass Legolas Schmerzen hatte, auch wenn er dies nie zugeben würde. Was, wenn die Klinge doch aus Minas Morgul stammte? Ihr Gift nur nicht mehr so stark war, jetzt da der dunkle Herrscher vernichtet war? Vielleicht dauerte die Vergiftung nur länger? Die Fragen überschlugen sich nur so in meinem Kopf und ich bemerkte gar nicht das Legolas mich etwas fragte.
„Enelya? Hörst Du mir zu?“ unterbrach er meine wirren Gedanken und ich sah ihn einen Augenblick lang verwirrt an.
„Nein, verzeih! Was hast Du gesagt?“ antwortete ich und blickte ihn entschuldigend an.
„Ich sagte dass wir gleich im Lager ankommen werden…“ sagte er und sah mich belustigt an.
„Gut, dann werde ich mir deine Wunde ansehen.“ sagte ich mehr zu mir als zu ihm.
„In Ordnung, aber Enelya? Du solltest Dein Bein versorgen!“ antwortete er und ich nickte stumm.
Ich versuchte den stechenden Schmerz im Bein zu ignorieren, ich musste mich jetzt auf Legolas konzentrieren denn ich sorgte mich mehr um ihn als um mich…
Ich stieg von Nessa ab und machte mich sofort an meinen Satteltaschen zu schaffen, ich hatte ein paar der Heilkräuter und Salben meines Vaters eingesteckt für den Notfall.
Gemeinsam gingen wir zu Faramirs Zelt der uns schnell ein anderes Zelt zuwies in welchem wir nächtigen würden.
„Es ist nicht sonderlich groß und auch nicht eines Prinzen oder einer Prinzessin würdig, aber es gewährt Euch Schutz vor der kalten Nacht!“ sagte Faramir und ich nickte dankend.
„Mein Herr Faramir, ein Zelt sollte keinem anderen Zweck dienen, Schmuck und opulente Verzierungen sind nicht nötig um dies zu gewährleisten!“ sagte ich und er verneigte sich kurz vor uns und ging von dannen, Legolas und ich betraten das Zelt und ich stellte meine Wandertasche auf einem kleinen Tisch ab.
„Setz dich und zieh dein Hemd aus…“ befahl ich Legolas der tat wie ihm geheißen.
Ich wusch mir die Hände und goss etwas Wasser in eine Schale, nahm etwas Athelas aus meiner Tasche und warf es in das Wasser, dann nahm ich einen Stofffetzen aus meiner Tasche und tränkte ihn im Wasser. Ich wandte mich Legolas zu und erschrak kurz beim Anblick der Wunde, die zackige und teilweiße stumpfe Klinge des Orks riss ein großes, ausgefranstes Loch oberhalb der Hüfte, aus dem klaffenden Riss strömte dunkles Blut und ich konnte nur erahnen wie die Wunde an seinem Rücken wohl aussah.
„Das sieht furchtbar aus! Ich weiß nicht ob meine Heilkünste hier ausreichen!“ murmelte ich und stellte die Schale mit Wasser neben Legolas auf den Boden und kniete mich vor ihn.
„Es reicht schon wenn Du sie reinigst!“ sagte Legolas und fasste mit seiner Hand unter mein Kinn und zwang mich so ihn anzusehen „Mir fehlt nichts, Enelya! Du musst Dir keine Sorgen machen! Ich leugne nicht den Schmerz, doch Schmerz zu fühlen liegt auch in der Natur der Elben! Reinige die Wunde und du wirst sehen das alles gut wird!“
Ich nickte und machte mich ans Werk, die Wunde war schnell gereinigt, danach strich ich noch etwas Paste aus Athelas und weiteren Heilkräutern darauf, danach machte ich mich daran die Wunde an der das Schwert wieder aus Legolas‘ Körper austrat zu reinigen und zu versorgen, danach verband ich alles und knotete den Verband zu. Ich sah meine Hände an die voll mit Legolas Blut waren, ich begann zu zittern und Legolas nahm mich in den Arm.
„Bitte Enelya, so glaube mir doch! Es geht mit gut! Wirklich!“ flüsterte er mir zu und ich nickte.
„Ich glaube Dir ja… es ist nur… ich habe dich noch nie verwundet gesehen!“ sagte ich leise und er sah mich an, dann küsste er mich.
„Und jetzt bist Du dran!“ sagte er und ich sah ihn verdutzt an „Dein Bein?“
„Oh… ja…“ murmelte ich und stand auf.
„Setz Dich und zieh… nun ja zieh Deine Hose aus!“ sagte Legolas und ich musste grinsen.

Ich erwachte sehr früh und öffnete langsam die Augen, es war eine kurze und kalte Nacht, der Wind sauste durch die Zelte und zu allem Überfluss regnete es auch noch. Trotz der Kleidung und der dicken Felldecke fröstelte ich und ich schmiegte mich enger an Legolas, der mich die ganze Nacht im Arm hielt um mich zu wärmen.
„Hast Du etwas geschlafen?“ sagte ich leise, denn ich wusste dass er wach war.
„Nicht direkt, doch ich habe geruht.“ flüsterte er und ich drehte mich langsam um und sah ihn an, die Schnitte in seinem Gesicht waren fast gänzlich geheilt und er lächelte „Du solltest noch etwas schlafen, die Sonne ist noch nicht mal aufgegangen und du benötigst die Ruhe… mehr als ich!“
„Weil ich nur eine Halbelbin bin? Benötige ich deshalb Schlaf und so viel Ruhe?“ fragte ich leicht gereizt doch Legolas lachte auf.
„Nein, Enelya! Du brauchst Schlaf und Ruhe weil du noch etwas erschöpft bist! Sowohl von der Reise, als auch von dem Kampf gestern! Und du bist noch so jung…“ sagte er und ich unterbrach ihn.
„Was hat mein Alter damit zu tun?“ fragte ich und sah ihn gespannt an, ich hatte noch so viel über die Elben zu lernen, obgleich ich mein ganzes bisheriges Leben unter ihnen verweilte, wusste ich doch redlich wenig über meine Rasse…
„Wenn man noch so jung ist benötigt man mehr Schlaf, aus dem einfachen Grund dass du dich mit 24 noch im Wachstum befindest… und das wird die nächsten 20 oder 30 Jahre noch so bleiben… erst dann wirst Du voll… ausgewachsen sein…“ erklärte er und ich runzelte die Stirn.
„Ich wusste ja dass es lange dauert, doch so lange? 50 Jahre und mehr?“ murmelte ich und Legolas gab mir einen Kuss auf die Stirn.
„Du wirst dich nicht mehr allzu sehr verändern, denn als ich 24 war… nun ja da war ich noch ein kleiner Junge… ich denke du bist schneller gewachsen…“ „Weil ich eine Halbelbin bin und Menschen, schneller erwachsen werden als Elben.“ beendete ich seinen Satz und er nickte.
„Deine Ausdauer wird sich noch steigern, ebenso deine Augen und dein Gehör, vielleicht wirst du auch noch ein paar Handbreit größer, doch viel verändern wird sich nicht mehr… und das ist auch gut so!“ sagte er und ich sah ihn fragend an „Du bist perfekt so wie du bist!“ ich lächelte und küsste ihn.
„Du weckst mich sobald die Sonne aufgeht, ja?“ sagte ich leise und kuschelte mich an ihn.
„Das werde ich und dann werden wir aufbrechen und Orks jagen!“ flüsterte er und ich grinste bevor ich wieder einschlief.

Kommentare Seite 3 von 3
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Jess ( 19331 )
Abgeschickt vor 10 Tagen
Hallo meine Lieben (hoffentlich Noch-Leserinnen!) seit ich aus Neuseeland zurück bin schreibe ich intensiv am 4. Teil, doch iwie hat mir immer was nicht gepasst etc., wer selbst schreibt weiß wovon ich spreche hahaha vor allem wenn man bedenkt dass Teil 4 ja schon so gut wie fertig war und dann mein USB-Stick verloren ging :( und wieder von vorne anzufangen war echt schwierig weil ich einfach immer im Hinterkopf hatte dass das was ich ursprünglich geschrieben hatte viiiiel besser war und und und... aber ich bin zuversichtlich dass ich den 4. Teil demnächst hochladen kann und ich hoffe das ein paar von Euch dann auch wieder fleißig lesen und kommentieren :) und falls euch was nicht passen sollte oder euch nicht gefällt oder ihr verbessern würdet dann rückt gerne raus damit^^ nur so kann ich meinen Schreibstil etc verbessern :) Liebe Grüße, Jess
luna ( 18002 )
Abgeschickt vor 469 Tagen
WOW das ist eine der Geschichten die ich liebe.
Legolas und kili fan ( 75080 )
Abgeschickt vor 509 Tagen
Hey das war eine der besten geschichten die ich je gelesen habe
Grosses lob
Jess ( 08147 )
Abgeschickt vor 511 Tagen
Hallo meine Lieben! Vielen lieben Dank für das positive Feedback! Ich wünschte ich könnte Euch mitteilen dass ich den 4. Teil demnächst hochladen werde... doch leider hat Mittelerde (also Neuseeland) meinen USB-Stick mit Teil 4 und dem angefangenen Teil 5 verschluckt :( was bedeutet dass ich wieder von vorne anfangen muss... und das wird dauern! Ich gebe mein bestes euch so schnell wie möglich weiter mit Enelyas Geschichte zu versorgen! Liebe Grüße aus Neuseeland, Jess
tauriel ( 38342 )
Abgeschickt vor 516 Tagen
ja, ich wollte sowieso fragen was mit theba passiert ist .
du musst unbedingt etwas schreiben was mit ihr zutun hat!
Elentari ( 71979 )
Abgeschickt vor 705 Tagen
Deine Geschichten haben mich total begeistert !
Bitte schreib möglichst bald weiter !!!
Jess ( 30089 )
Abgeschickt vor 708 Tagen
Hallöchen meine Lieben! Tut mir Leid dass Teil 4 so lange auf sich warten lässt! Doch momentan bin ich einfach viiiiiel zu sehr damit beschäftigt das echte Mittelerde, nämlich Neuseeland, zu genießen! Bin hier für ein Jahr unterwegs und da wird es ziemlich schwer viel am 4. Teil weiter zuschreiben :/ ich geb mein Bestes um Euch bald die Frage, wo die Reise Enelyas als nächstes hingeht, zu beantworten! Ganz liebe Grüße aus Mittelerde und bis hoffentlich demnächst, Jess
elenalar ( 16165 )
Abgeschickt vor 734 Tagen
Oder zu den inseln hinter mittelerde wo sie gefragt hat was da ist
Mara ( 40853 )
Abgeschickt vor 769 Tagen
wie wärs mit edoras? war nich theba im 1. Teil? das Waisenkind in helms Klamm! enelya hat ihr doch versprochen sie mal zu besuchen, oder?
Ta ( 51012 )
Abgeschickt vor 771 Tagen
Morgoth25: vielleicht Ithilien?
Jess ( 64496 )
Abgeschickt vor 786 Tagen
So jetzt antworte ich auch endlich mal! Danke für all Eure lieben Kommentare! Ich bin fleißig am Schreiben des 4. Teils und bin zuversichtlich dass ich demnächst fertig bin damit! Und zu dem Harry Potter Quiz Jule, ja das ist mittlerweile fertig! Muss nur noch ein oder zwei Sachen abändern und dann kann's hochgeladen werden :) mach ich die Tage mal!
Julchen ( 10584 )
Abgeschickt vor 801 Tagen
kurze frage am morgen, wie weit bist du eigentlich mit deinem Harry potter test? du hats ja mal gesagt dass du noch parallel zu enelya da dran schreibst? bistdu da fertig mit oder noch nicht? ichf reue mich schon tierisch auf die Auswertungen! lg julchen
Julchen ( 10584 )
Abgeschickt vor 804 Tagen
OMG!!! Ich konnte jetzt au endlich mal lesen! Icjh liebe diese geschichte eifnach! du hast so ein unfassbar grosses Talent!!!!!!!! WOW! ich kanns kaum erwarten teil 4 zu lesen! und teil 5 *O* schreb ganz schnell weiter bitte! ganz liebe grüsse Jule!
Nijura ( 62844 )
Abgeschickt vor 817 Tagen
Großes Lob . Ich beneide dich darum das dir so viele Sachen einfallen.
Morgoth25 ( 87483 )
Abgeschickt vor 818 Tagen
Wow! Echt eine super Geschichte. Großes Lob :D
Aber wohin reiten sie :DD
Valinor kann es ja noch nicht sein, da Aragorn noch nicht tot ist
und nach Gondor auch nicht.
Wohin??????:DD
Talia ( 19016 )
Abgeschickt vor 818 Tagen
Hammer einfach hammer
Dein Schreib styl is einfach der hammer
Freu mich voll auf den nächsten teil

LG Talia
Mara ( 43383 )
Abgeschickt vor 818 Tagen
Hammer! Ich muss Luthien zustimmen, dein schreibstil ist unglaublich gut und wie du Spannung aufbaust und allgemein die ganzen Ideen einbringst!!! ich bin einfach ein riesen fan von dir°! Gratulation zu solch einem Talent! un schreib bitte schnell weiter an teil 4 und dann teil 5! ganz liebe grüße Mara
Jess ( 46359 )
Abgeschickt vor 818 Tagen
Danke Luthien :) ich geb mein bestes Teil 4 so schnell wie möglich fertig zu kriegen! Mich freuts einfach riesig dass meine Geschichte Euch gefällt und iwie is das ne super Motivation um einfach immer weiterzuschreiben! Ich habe mich dazu entschlossen nach Teil 4 auf jeden Fall noch einen 5. Teil zu schreiben! Vielleicht mit Zeitsprung und dann wirklich abschließend... aber momentan fällt es mir schwer die Charaktere loszulassen und an einen Abschied zu denken :( aber jetzt konzentriere ich mich erst mal auf den 4. Teil und wünsche allen viiiiel Spaß beim Lesen :)
Luthien ( 40606 )
Abgeschickt vor 819 Tagen
@Jess
Wow! Ich weiß gerade gar nicht was ich sagen soll! Ich bin total begeistert und liebe deine Geschichte einfach. Die Ideen, dein Schreibstil, die Charaktere, der immer wieder erneute Spannungsaufbau und auch die Ungewissheiten .... einfach alles! Ich weiß, dass es nicht sehr leicht ist sowas zu schreiben und man beinahe eine Ewigkeit dafür braucht, vor allem wenn man auch noch ein anderes Leben hat, weil ich selbst schreibe, aber ich bitte dich: Schreib so schnell wie möglich weiter! So ein Talent hat nicht jeder, also nutze es auch!
Ganz liebe Grüße,
Luthien
Luthien ( 40606 )
Abgeschickt vor 819 Tagen
@Jess
Danke für deine Mühen und die wunderschöne FF. Ich freu mich riesig, dass nun endlich Teil 3 online ist und werde mich sofort dransetzen und lesen.