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Side of Dust 8.2 - Die Bestimmung - Divergent

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3 Kapitel - 5.003 Wörter - Erstellt von: The Writer - Aktualisiert am: 2016-05-06 - Entwickelt am: - 1.271 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt - 2 Personen gefällt es

Der vorerst letzte Teil bevor es mit dem zweiten Band weitergeht.

Sam hat die Versuche an ihr überstanden und versucht zurück in ihr altes Leben zu gelangen. Doch ohne Erinnerungen gelingt ihr das nicht ganz.

Außerdem findet sie etwas heraus, doch überrascht sie das wirklich?

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    <<Sam's Sicht>> „Sam?“ Hörte ich seine Stimme auf einmal hinter mir und fuhr erschrocken herum. Ich sah ihn an, wer war Eric, al
    <<Sam's Sicht>>
    „Sam?“ Hörte ich seine Stimme auf einmal hinter mir und fuhr erschrocken herum. Ich sah ihn an, wer war Eric, also ich meine wer war er wirklich, hinter dieser eiskalten, brutalen Maske? Wieso meinte meine Handschrift ich liebte ihn.

    „Ist das wahr?“ Er hatte also mitgelesen. Und jetzt antwortete ich ehrlich. „Ich weiß es nicht ich erinnere mich nicht!“
    Ich drehte mich langsam um und sah ihn an und er sah zu mir herunter. „Es tut mir leid!“ sagte ich, doch er schüttelte den Kopf. „Ich wusste dass du dich nichtmehr daran erinnern würdest… schließlich habe ich dich deshalb vorgeschlagen!“ Ich sah ihn an. „Du hast mich vorgeschlagen damit ich etwas vergesse?“ Ich konnte es nicht glauben. „Was sollte ich vergessen?“ Ich hob eine Augenbraue doch er lachte. „Das werde ich dir nicht sagen, schließlich solltest du es ja vergessen!“ Ich kniff die Augen zusammen. „Logisch…“ Dann wechselte ich das Thema.
    „Ich hab Hunger!“ Sagte ich und legte das Heft beiseite. Später wenn ich mehr Zeit und vor allem Ruhe hätte, würde ich es noch einmal lesen, vielleicht würde das Vergessene darin auftauchen.
    Eric nickte. „Habe ich mir gedacht!“
    Dann gingen wir in den Speisesaal. Ich bemerkte den Blick den mir Eric von der Seite zuwarf und sah zu ihm hoch. "Was ist?" fragte ich und hab eine Augenbraue während er mich immer noch musterte.

    "Du bist noch du..." meinte er.

    Ich schnaubte. „Ich habe mein Gedächtnis verloren, nicht meine Persönlichkeit!“ Dann suchte ich nach einem freien Platz. Da ich so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf mich ziehen wollte, fand ich einem ganz hinten an der Wand unter einem kleinen Vorsprung im Fels. Ich setzte mich und nahm mir etwas von den Hamburgern. Zu meinem Bedauern setzte sich Eric ebenfalls zu mir. Ich konnte meinen Notizen noch nicht ganz Glauben schenken. Ich mein es war absurd das ich ihn liebte. Schließlich was meine letzte Erinnerung an ihn keine „Best-Friends“ Erinnerung!

    Dann kommt Rich auf uns zu und mir klappte der Mund auf. Fast hätte ich ihn vergessen und jetzt rasten mir die Erinnerungen nur so durch den Kopf. Wie wir uns kennen gelernt hatten, und angefreundet... doch auch diese Erinnerung endeten, wie auch die anderen am selben Tag, der Tag als meine Initiation beendet war. Ich schaute ihn immer noch mit offenem Mund an, was mir erst jetzt auffällt und ich klappe ihn schnell wieder zu. Rich sah echt gut aus… also jetzt mal …ganz objektiv betrachtet.

    Er setzte sich mir gegenüber. „Wie geht’s es dir?“ Ich sah ihn erstaunt an. „Du hast es mitbekommen!“ Er nickte, dann zuckte ich die Schultern. „Mir geht es gut, bis auf das was ich alles vergessen ha-…“
    Er unterbrach mich „Du hast alles vergessen! Alles...KOMPLETT!“ Ich schüttelte den Kopf. „Nicht alles aber seit dem Ende der Initiation weiß ich nichts mehr!“ Jetzt huschte sein Blick zu Eric und er sah wütend aus… sehr wütend. Doch Eric tat als wüsste er von nichts und hob beschwichtigend die Hände. „Ich habe damit nichts zu tun!“
    Ich blinzelte, in diesen Idioten hatte mich verliebt! Ernsthaft…

    Ich lachte ironisch auf. „Ach wirklich…“
    Doch Rich war schon aufgesprungen und hatte Eric am Kragen gepackt. Ich ging sofort dazwischen und legte beruhigend eine Hand auf Richs Oberarm. "Hör auf!" sagte ich und er ließ ihn zwar los doch war außer vor Wut und erst jetzt bemerkte ich dass die Blicke der gesamten Halle auf uns lagen... ich spürte die Blicke und hörte das Gemurmel, dann rannte ich los, raus aus der Halle, weg von den Anderen, ich rannte blindlings die engsten Gänge entlang, damit mich niemand fand, nie wieder. Ich war irgendwo am anderen Ende des Hauptquartiers, niemand kam jemals hier her. Eine enge Treppe führte hinauf auf das Dach und ich stieg langsam nach oben. Ich drückte die Luke auf und war geblendet von der tiefstehenden Sonne. Ich setzte mich auf den Kiesboden und schlang die Arme um meine Knie. Lang saß ich einfach nur da, sah den Sonnenuntergang an und dachte nach. Niemand kam und ich hörte auch nichts, als wäre ich einfach allein. Und irgendwann schlief ich ein und als ich wieder aufwachte war es noch stockfinster und die kleinen Kieselsteine bohren sich in die Haut an meinen Wangen und in meine Arme. Ich stand auf, nur um sofort wieder in die Knie zu gehen, als plötzliche ein ohrenbetäubendes Kreischen die Stille durchriss. Es war so durchdringend das ich mir sofort die Ohren zuhielt, doch es wurde nicht leiser, meine Augen begannen zu tränen. Ich spürte einen stechenden Schmerz in meinem Kopf und als nächstes wie warmes Blut aus meinen Ohren über meine Finger liefen. Das Kreischen wurde immer lauter und dann schrie auch ich. Ich kauerte mich zusammen und legte meine Stirn auf meine Knie.
    Irgendwann hörte es auf, es fühlte sich an als wären Stunden vergangen, vielleicht war es auch so. Ich lag immer noch auf dem Boden, also richtete ich mich langsam auf und lehnte mich an die niedrige Dachkante. Die Kühle der Nacht drang durch mein T-Shirt und ich bekam langsam wieder einen klaren Kopf. Wahrschienlich war es ein Nebeneffekt dieser Versuche...Ich stand auf und langsam lief ich zurück in die Halle und dann die gewohnten Schritte zu Eric's Wohnung, seit einem Monat war ich nicht mehr hier gewesen, seit jenem Abend an dem ich eigentlich zu den Anführern gehört hätte.

    Ich nahm den Schlüssel aus meiner Hosentasche doch jetzt wo ich vor seiner Tür stand, wusste ich nicht was ich machen sollte. Aufschließen oder ihn davor legen und wieder verschwinden. Nach ein paar Minuten schloss ich auf und trat in die dunkle Wohnung. Anscheinend war er noch nicht da.

    <<Eric's Sicht>>
    Ich lag auf dem Bett, einen Arm hinter dem Kopf verschränkt, mit dem anderen hielt ich mir ein kühles Tuch auf mein Kinn wo mich dieser Vollidiot vorhin während des Abendessens erwischt hatte. Kurz nachdem Sam weggerannt war, hatten wir erst die geballte Aufmerksamkeit bemerkt die auf uns lag.
    Ich schloss die Augen, doch kurz bevor ich eingeschlafen war, hörte ich wie jemand die Tür aufschloss, schnell war ich auf den Beinen und stellte mich in die Ecke hinter der Tür, es war dunklen man würde mich also nicht sehen. Dann trat dieser jemand ein und allen Regeln der Logik wiedersprechen war es Sam. Sie trat in den Raum ließ die Tür aber offen, als wolle sie wieder verschwinden. Ich trat hervor und schloss die Tür, die durch den Schwung den ich ihr gab, krachend ins Schloss fiel. Dann stand sie vor mir, mit vor Schreck aufgerissenen Augen und die Arme erhoben. Wir starrten uns an, und eine Ewigkeit schien zu verstreichen. Sie öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch schloss sie ihn wieder und presste die Lippen aufeinander. Sie sah schrecklich aus, und plötzlich überkam mich wieder das Gefühl sie beschützen zu müssen. Bei niemandem sonst war es so, und ich trat einen Schritt vor und zog sie in eine Umarmung. Ich spürte wie das krampfhafte von ihr abfiel und dann hörte ich wie sie leise aufschluchzte, ich strich ihr über den Kopf, ihre Haare waren nass und verklebt und als ich die Hand hob sah ich in dem schwachen Licht leichte Blutstrimmen, ich sagte nichts.

    "Es tut mir leid ich hätte lieber nicht kommen sollen." Sie lehnte den Kopf weg von meiner Brust und sah mich an. "Ich hab dein T-Shirt versaut..." sie schüttelte den Kopf und schloss die Augen und lehnte ihren Kopf wieder gegen mich. "Kann ich heute Nacht bleiben?"

    Ich legte eine Hand unter ihr Kinn und hob ihren Blick. "Am Anfang meinte ich einmal, du dürftest solang bleiben wie du ein so gutes Frühstück machst. Das gilt immer noch ...bleib solang du willst!" Sie nickte, dann hob sie einen Arm und strich über den blauen Fleck an meinem Kinn über meine Wange zu meinem Piercing und dann durch meine Haare und verweilte dann an meinem Nacken, ich ließ sie gewähren, sah nur ihrem Blick dabei zu wieder er über mein Gesicht strich. Dann sah sie mich an und lächelte leicht. Und für einen Moment fragte ich mich was nur in sie gefahren war. Heute Morgen wäre sie noch beinahe gestorben und jetzt lächelte sie. Der andere Grund war, dass sie hier war, bei mir, ich meine nicht dass es mir etwas ausmachte, aber es war in gewisser Weise meine Schuld dass ihre Familie sterben würde, war es nicht so? Dann spürte plötzlich ich einen leichten, stechenden Schmerz an meinen Rippen, ich sah hinunter und sah mein eigenes Wurfmesser, die die ich ihr geschenkt hatte.
    Das mit der Ferox-Klinge hielt sie in der Hand. Ganz leicht war sie mit der Spitze über meine Haut gefahren, während ich in Gedanken gewesen war. "Wenn du das wirklich willst, dann tu es, aber glaube nicht dass ich zögern würde!" Doch ich wusste dass ich es doch tun würde, aber genauso gut wusste ich dass sie das niemals tun würde.

    Und sie sah mich an. "Ich sollte es, für das was du mir angetan hast, mich alles vergessen lassen! Doch ich kann nicht!" Sie streckte die Hand aus und ließ das Wurfmesser von ihrem Finger baumeln. Ich griff nach ihrer Hand und nahm das Messer. Sie wehrte sich nicht, sie hatte sich doch verändert, Jeanine hatte sie gebrochen, ihren Geist.
    Dann sprach sie weiter. "Bitte… sag mir was ich vergessen habe!“ Eine Träne rollte über ihre Wange. Mir kamen ein paar Worte in den Sinn, ich wusste nicht woher ich sie kannte, emotionaler Schmerz sei schlimmer als jeder andere Schmerz den die Menschen kennen, ich musste zustimmen, Sam so zu sehen war schlimmer als jeden Wunde die sie mir sonst zufügend könnte. Ich strich ihr über die Haare. „Ich werde es dir sagen, aber erst morgen!“. Dann hob ich sie hoch. Sie war leicht wie eine Feder, leichter noch als sie davor gewesen war. Ich legte sie auf das Bett und bevor ich die Decke über sie gelegt hatte war sie eingeschlafen. Ich selbst legte mich auf das Sofa und schlief bald darauf ein.

    <<Sams Sicht>>
    Ich erwachte am nächsten Morgen mit Kopfschmerzen und einem miserablen Gefühl, das ich gestern versuchen wollte Eric zu erstechen. Ich sah mich nach ihm um, er lag auf der kleinen Couch und es sah recht unbequem aus, jedoch schien er tief und fest zu schlafen. Ich bewegte mich langsam, alles tat mir weh und als ich aufstand knackte mein Kreuz geräuschvoll. Ich lief leise zum Badezimmer und stellte die Dusche an. Dann setzte ich mich auf den Boden und ließ mir das Wasser über den Kopf prasseln, erst eiskalt dann heiß, so heiß das die Spiegel anliefen und ich dachte meine Haut würde schmelzen. Doch das war meine erste Dusche seit Tagen. Nachdem ich fertig war zog ich ein T-Shirt an das ich in einer Ecke fand, es ging mir beinahe bis zu den Knien, es war also nicht meines. Dann begann ich die Zutaten für Pancakes hinzurichten. Ich sah zu Eric hinüber und fühlte mich wie am ersten Tag, als ich bei ihm in der Wohnung aufgewacht war. Nach meinen Verletzungen und dem Aufenthalt im Krankenhaus war ich ebenfalls hier aufgewacht.
    Ich begann den Teig anzurühren und dann machte ich mich dann ans backen. Ich ging zu seiner Stereoanlage, wusste das er es auf volle Lautstärke hatte und drehte vor dem anschalten den Regler auf null. Dann schaltete ich die Musik an und machte sie ein wenig lauter, so dass sie nur leise im Hintergrund lief. Es war etwas ruhigere Musik, mehr Instrumental und nicht so viel Rumgeschreie. Als ich fertig war richtete ich noch den Tisch und setzte mich dann, nahm die Fernbedienung und machte die Musik immer lauter, bis beinahe zum taub werden, als Eric endlich aufschreckte und sich umsah. Ich lachte leise „Sorry!“ Und machte die Musik aus.

    "Nett wie du mich weckst!" meinte er nur, doch war schon aufgestanden und hatte sich ebenfalls gesetzt. "Hätte das nicht anders gehen können! Du hättest nicht kochen müssen!"

    Ich schüttelte den Kopf. "Ich muss mich bei dir entschuldigen! Gestern war ich nicht ganz... Ich selbst!"

    "Hätte mich auch gewundert! Aber bitte, sprechen wir nicht mehr darüber!" Er machte eine wegwischende Handbewegung, doch wir wussten beide dass das Thema noch nicht vom Tisch war. "Das Shirt steht dir besser als mir!" meinte er dann mit einem hochgezogenen Augenbraue und einem leichten Grinsen im Gesicht.

    Ich sah an mir herunter und zog leicht daran. "Entschuldige ich habe zurzeit nichts als die Sachen von gestern..."

    Er schüttelte den Kopf. "Hör endlich auf dich zu entschuldigen. Ich bin es eigentlich der das tun muss!"

    Ich holte kurz Luft um mich wieder zu entschuldigen dafür dass ich mich ständig entschuldigte und klappte dann Mund zu.
    Wir aßen schweigend und nachdem wirklich alle Pancakes leer waren sahen wir uns an, immer noch Stille. Dann stand er auf und sagte etwas das mich überraschte. " Ich bin nicht gut im Entschuldigen und um ehrlich zu sein, hab ich mich noch nie entschuldigt. Aber ich wollte heute zu Jeanine und meine Position, ich werde sie aufgeben wegen der Sache…." Er deutete auf meinen Kopf „… nun ja du weißt was ich meine, worüber wir noch sprechen müssen…“ Er hatte Richtung Fenster gesprochen, doch jetzt drehte er den Kopf zu mir. Jetzt war es an mir aufzustehen. Ich stellte mich vor ihn und schüttelte ich den Kopf. "Nein, ich möchte das du in dieser Position bleibst, was auch immer sie bedeutet, aber ich möchte nicht das du sie wegen mir aufgibst!“ Das nächste was ich sagte war auch nicht das was ich von mir erwartet hätte. "Ich möchte nur noch einmal meine Eltern sehen! Ich bin eine Ferox, meine Familie ist jetzt hier." Ich hatte meine Eltern seit dem Tag der Entscheidung nicht mehr gesehen, nie waren sie zu einem der Besuchstage gekommen. Ich nahm es ihnen nicht so übel, doch es hatte mich verletzt. Ich hatte niemals darüber geredet und auch immer alle Fragen aus den anderen Fraktionen immer ignoriert, doch bei den Altruan herrschten Unstimmigkeiten. Viele schwiegen darüber um den Schein nach außen zu wahren, doch jeder bei den Altruan wusste um das mysteriöse Verschwinden von Markus Frau und den Wechsel seines Sohns Tobias, es war des Gesprächs Thema Nummer eins... Wenn man Gespräch sagen konnte. Ich hatte mich gut mit Tobias verstanden, doch seit seines Wechsels nicht mehr mit ihm gesprochen, ja nicht mal mehr gesehen, bis zu meinem Wechsel. Tobias hatte sich kaum verändert, doch hier er hier Four.

    Eric sah überrascht aus, doch langsam nickte er, und jetzt verstand ich langsam warum ich mich anscheinend in ihn verliebt hatte, er war viel mehr als er zugab! Ich hob eine Hand und bewusst legte ich sie auf seine Schulter, früher hätte sowohl er als auch ich gezögert. "Ich will dass du deine Aufgabe behältst und ich möchte dir helfen, du musst mir nur alles erzählen!" Ich sah in Eric's Augen und er hob eine Hand und legte sie an meine Wange, zog mich an sich und küsste mich auf die Stirn, ganz sanft nur. "Gut, ich sehe was ich machen lässt!"

    Dann trennten sich unsere Wege. Er hatte das Training der Initanten zu leiten, mir hatte man Hausarrest erteilt, ich konnte es am Anfang kaum fassen, noch nie hatte man mir Hausarrest gegeben!

    2
    Da ich aber nicht einfach untätig rumsitzen wollte, suchte ich mir eine Beschäftigung. Ich hatte in den letzten Wochen die Pflege meines Körpers st
    Da ich aber nicht einfach untätig rumsitzen wollte, suchte ich mir eine Beschäftigung. Ich hatte in den letzten Wochen die Pflege meines Körpers stark schleifen lassen und so begann ich erstmal mit einem leichten Trainingsprogramm das sich am Ende zu einem Muskelkatergarantiertem-Extrem-Training herausstellte. Das zweite was ich ändern wollte waren meine Haare. Sie sahen fürchterlich aus. Ausgewaschen und zerzaust. Ich würde ja behaupten "kaum zu retten". Ich nahm mir kurzer Hand eine Schere und begann mir eigens die Haare zuschneiden. Als ich am Ende in den Spiegel sah konnte ich nur zufrieden sein. Dann griff ich aber noch zu Farbe, ich wollte meine alten Haare zurück, das Blond hatte ihnen stark geschadet.

    Glaub nicht das Ferox keinen Wert auf ihr Äußeres legen. Ich würde sogar sagen sie waren die wohl eitelste Fraktion die es gab! Auch wenn es ein paar für unnötig hielten sich zu schminken, so war es der Großteil dann doch.

    Gegen späten Nachmittag kam Rich, er war chic angezogen, ich meine im Vergleich zu sonst wo er löchrige Shirts trug. "Hab ich etwas verpasst?" Fragte ich mit hochgezogenen Augenbrauen?

    Er lachte. "Du, dein Vollpfosten von Mitbewohner und ich gehen zu den Ken...jetzt, also zieh dich um!"
    "Wieso den das!"

    Er schob die Hände in die Taschen und zuckte mit den Schultern. "Sie wollen ihr Experiment betrachten!"

    Ich konnte darauf nur lachen, schnaubte dann einmal und ging mir etwas anziehen. Da ich kaum etwas hatte, viel die Wahl auf ein schwarzes Top und die einzige Jeans die ich der zeitlich besaß und die ich heute Morgen zum Glück gewaschen hatte. Dann ging es los, und mit Rich hinter mir fühlte ich mich als wäre er mein Bodyguard, aber wohl eher ein Aufpasser gegens Abhauen. Wir warteten bei den Gleisen auf Eric und als dieser kam stiegen wir in den Zug. Dann führen wir schweigend Richtung Ken. Ich hasste Schweigen, doch jetzt war es mir eigentlich ziemlich recht.

    <<Eric's Sicht>>
    Es dauerte eine Weile dann kamen wir am Hauptquartier der Ken an, es erwarteten uns ein paar der wichtigeren Persönlichkeiten, von Jeanine war nichts zu sehen. Wir wurden in das Gebäude geführt und dann von einem Fahrstuhl in den obersten Stock befördert. Dort wurden wir zum Büro von Jeanine geleitet und auch angekündigt, als wir eintraten drehte sie sich um.

    "Ahhh, da seid ihr ja endlich.“ Dann sah sie für einen Moment überrascht aus, als ihr Blick über Sam und Rich streifte, dann sah sie mich direkt an. "Du hast ja beide Geschwister mitgebracht!"

    Ich runzelte die Stirn. Bitte welche Geschwister, meinte sie Sam und Rich. Ich sah über meine Schultern zu den beiden, auch sie sahen verwirrt aus. Ich drehte mich wieder zu Jeanine, die sich hinter ihren Schreibtisch begeben hatte.

    "Das wusstet ihr doch, oder etwa nicht?" fragte sie.

    Sam schüttelte den Kopf. Dann öffnete sie den Mund. "Wir sind in verschiedenen Fraktionen aufgewachsen!" Stellte sie klar.

    Jeanine lächelte ihr komisches kaltes Lächeln und nickte dann. "Ja das weiß ich. Und das hatte auch einen Grund, eure Eltern konnten... durften nicht zusammen sein und bevor sie fraktionslos wurden, entschieden sich eure Mutter zu den Altruan zu wechseln.“

    Jeanine hatte anscheinend nicht vor weiter zu erzählen, doch als sie die Gesichter von Sam und Rich sah, setzte sie erneut an.

    „Allerdings war eure Mutter schwanger ... mit Zwillingen und als sie euch zur Welt brachte wurdet ihr sofort getrennt und so kamst du..." sie nickte zu Rich "...zu der Fraktion deines Vaters und unsere liebe Sam zu der ihrer Mutter. Beide eure Eltern hatten neue Familie und die ganze Sache konnte so klein wie möglich gehalten werden. Ich meine, Einzelkinder können besser erklärt werden als Zwillinge die plötzlich auftauchen… oder?" Es war natürlich eine rein rhetorische Frage und sie klappte demonstrativ eine Mappe auf. "Also fangen wir an."

    Die Gesichter von Rich und Sam waren unbezahlbar, aber es war eigentlich nicht witzig. Sam hielt sich krampfhaft an Rich's Arm fest und er sah wirklich geschockt aus.

    3
    <<Eric's Sicht>> Nachdem wir unseren Besuch bei den Ken beendet hatten fuhren wir zurück und ich gab den beiden für den Rest des Ta
    <<Eric's Sicht>>
    Nachdem wir unseren Besuch bei den Ken beendet hatten fuhren wir zurück und ich gab den beiden für den Rest des Tages frei.

    Sofort ging ich in die Trainingshalle und nahm Laurent meine Initanten wieder ab die sie für den Morgen mit trainiert hatte. Heute war die letzte Stunde bevor die Zweite Phase eingeleitet wurde. Zufrieden war ich nicht, denn es war wohl die schlechteste Initiation überhaupt. Ich beendete das Training vorzeitig und entließ sie. Dann machte ich mich auf in die Kantine, nahm dort aber nur Kuchen und etwas Richtiges zu Essen mit. Danach ging ich zu meiner Wohnung. Es dröhnte mir Musik aus den 20ger entgegen und mitten im Raum stand Sam und "tanzte", falls man das so sagen könnte, denn sie schaukelte mehr umher.

    Als ich eintrat drehte sie sich um, in der einen Hand ein Whiskeyglas, in der anderen einen Joint. Sie trug auch nichts weiter als Unterwäsche und einem offenen, karierten Flanellhemd und einer schwarzen Sonnenbrille. Ich war etwas überrascht, doch viel Zeit dazu hätte ich nicht den dann kam sie auf mich zu stellte das Glas ab und drückte den Joint aus.

    "Hey" murmelte sie, als sie vor mir stand.

    Ich stellte die Teller ab. "Sam bitte zieh dir doch etwas an!" meinte ich trocken.

    Doch sie grinste nur anzüglich und legte die Arme um meinen Hals. "Gefalle ich dir etwa nich?" meinte sie und grinste nur noch mehr.

    Ich rollte mit den Augen und sah sie dann an. "Wenn ich fragen darf, wieviel hast du schon getrunken?"

    "Viel viel viel...!" sie biss sich auf die Lippe.

    Ich hob eine Augenbraue. "Alle Klar. Und von wem hast du den Joint?" Jetzt schüttelte die trotzig den Kopf und ich seufzte, wieder streifte mein Blick über ihren Körper… ungewollt. „Knöpfe wenigstens das Hemd zu!“

    Sie rollte mit den Augen, tat aber wie ihr gesagt dann drehte sie sich schwungvoll um und drehte sich wieder zur Musik, sie nahm meine Hände. "Tanz mit mir!"

    Ich könnte nur hoffen dass das bald zu Ende war, in dem sie einschlief... vergeblich. Also machte ich halbherzig mit, und das merkte sie.

    Sie trat einen Schritt zurück und nahm die Sonnenbrille vom Kopf und schmiss sie weg. "Na gut... Wenn du nicht tanzen willst..." und bevor ich überhaupt reagieren konnte rammte sie mir ihren Schädel in den Bauch und riss mich um und landete auf mir, auf der Couch.
    Das Ganze endete in einer Rangelei und letzten Endes sah sie wieder auf meinem Bauch. "HA!" sie grinste triumphierend, das Gesicht nur ein paar Zentimeter von meinem entfernt. Sie stütze sich auf eine Hand, hob die andere und fuhr durch meine Haare, beugte sich zu mir und streifte nur ganz leicht mir ihren Lippen über meine. Dann seufzte sie und legte den Kopf auf meine Brust.

    "Jaja... Kommt nie wieder vor" murmelte sie mehr zu sich selbst.

    Doch es war mir egal. Auch wenn ich es noch so lange verbarg dadurch verschwand es nicht und ich verbarg meine Gefühle für sie schon zu lang, seid ihrer Prüfung, kurz bevor sie verschwand, ich hatte keine Gelegenheit mehr gehabt doch jetzt. Ich hob ihr Kinn und zwang sie mich anzusehen. Kurz sahen wir uns nur an…

    ...und dann küsste ich sie, so wie ich es schon lang vorher hätte tun sollen. Kein flüchtiger Kuss, sondern so wie unser erster Kuss damals während der Initiation. Doch sie zog sich zurück, die Augen geschlossen und schüttelte den Kopf.

    "Nicht..." immer noch hielt sie die Augen geschlossen „Nicht!“

    "Wieso?" fragte ich.

    "Ich will nicht wieder von dir weg gestoßen werden, ich würde es nicht ertragen!" Endlich öffnete sie ihre Augen, ihre wunderschönen Augen waren glasig. "Ich könnte es nicht wieder ertragen morgen von dir zu hören das so etwas nie wieder vorkommt oder das... das..." sie fand keine Worte mehr und sah mich an. "Ich habe mich ich in dich verliebt Eric und i-ich kann es nicht ändern, ich hatte alles vergessen und dennoch… ich habe mich wieder in dich verliebt!" flüsterte sie.

    "Shht, bitte Sam. Bitte..." Ich setzte mich auf, zog sie auf meinen Schoß und strich ihr über die Haare.
    <<Sams Sicht>>
    Ich wusste nicht wie ich mich fühlen sollte. Elendig oder froh, darüber das Eric nun über meine Gefühle Bescheid wusste, das ich selbst darüber Bescheid wusste. Ich saß auf seinem Schoß, spürte wie er beruhigend über meine Haare strich. Ich nahm die Welt wie durch Watte war, Alkohol und Drogen. Ich wollte nicht das ich er mich so sah, doch es war schon lang zu spät um es zu verbergen.

    Ich lehnte mich weg um ihm in die Augen sehen zu können. "Verstehst du?"

    Er nickte "Ich werde dich niemals wieder verletzten, das verspreche ich dir. Und wenn du willst werde ich dich nie wieder berühren!" Er holte tief Luft. "Doch davor sollst du wissen dass ich ebenso für dich empfinde. Aber ich hatte...Angst. Angst davor dich zu verlieren wenn ich es dir sage! Aber ich bin froh dass du es jetzt weißt und mir verziehen hast was ich dir angetan habe!

    Ich hörte wie er zu mir sagte dass er ebenso empfand und blinzelte, könnte es wirklich wahr sein?

    <<Jeanines Sicht>>
    Ich sah die zwei an, auf dem Fernseher der über die ganze Breite der Wand reichte und drückte auf den Off-Knopf der Fernbedienung. Wenn dieses Biest meinte sie könnte mir meinen Plan vereiteln dann hatte sie sich geschnitten! Niemand würde mich, Jeanine, aufhalten. Ich wollte Chicago doch nur helfen. Ich schlug mit der Hand auf die Tischplatte, wieso verstand mich niemand?

    Ich atmete tief ein, musste ich so weit gehen und dem Mädchen ihr Gehirn aus dem Kopf brennen? Hatte ich sie nicht schon in meiner Hand. Ich könnte alles mit ihr tun. Morgen würde ein neuer Tag sein und dieses Mädchen würde tun was ich wollte und Eric ebenso, sie waren meine Marionetten!

    <<Sams Sicht>>
    Inzwischen war es drei Wochen her, dass Eric mir gesagt hatte, dass er sich auch in mich verliebt hatte und es war drei Wochen her das ich erfahren hatte, dass ich einen Bruder hatte.

    Ich hatte immer noch Hausarrest, doch schlich ich mich jeden Tag auf „mein Dach“ und sah mir den Sonnenuntergang an. Ich hatte mir das Notizbuch besorgt, in dem ich geschrieben hatte während man die Tests der Injektion an mir durchgeführt hatte, doch es brachte keine Erinnerungen zurück. Deshalb verbrachte ich die Zeit mit nachdenken.

    Heute saß ich wieder auf der Dachkante, die Füße über dem Abgrund baumeln und sah in die Sonne, wie sie den Himmel langsam von Blau so Lila färbte und mir fiel die zweite Phase der Initiation ein:

    Meine Angst dass ich von dem Dach fallen würde, das Eric mich nicht festhalten würde, dass ich allein wäre und einsam, und noch während ich den Gedanken zu Ende dachte, riss die Wand die meine Erinnerungen zurückhielt ein, wie eine Wand aus Staub, A Side of Dust!

article
1462452211
Side of Dust 8.2 - Die Bestimmung - Divergent
Side of Dust 8.2 - Die Bestimmung - Divergent
Der vorerst letzte Teil bevor es mit dem zweiten Band weitergeht. Sam hat die Versuche an ihr überstanden und versucht zurück in ihr altes Leben zu gelangen. Doch ohne Erinnerungen gelingt ihr das nicht ganz. Außerdem findet sie etwas heraus, do...
http://www.testedich.de/quiz41/quiz/1462452211/Side-of-Dust-82-Die-Bestimmung-Divergent
http://www.testedich.de/quiz41/picture/pic_1462452211_1.jpg
2016-05-05
406M
Die Bestimmung - Divergent

Kommentare (23)

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Alice (51351)
vor 167 Tagen
Ich habe deine Geschichte gerade gelesen und sie ist echt super- ich weiß das sie schon alt ist aber trotzdem würde ich mich über einen zweiten Teil freuen!!!!
The Writer (22042)
vor 522 Tagen
Hallöchen ihr Lieben,

es freut mich immer so wenn ich eure Kommentare lesen kann. Leider muss ich euch sagen das es eine Weile nichtmehr von Sam und Eric zu lesen gibt...

GRUND: Ich schreibe noch an einer anderen FanFiction (die ihr auch hier lesen könnt ;D). Klar schreibe ich immernoch an dem nächsten Teil, dessen Titel ich nun auch schon habe (Side of Steel), doch wie gesagt, ich habe noch nicht sehr viel... ich hoffe ich werde euch sobald ich dann aber die neuen Teile veröffentliche, wieder dabei sehen. :D

Solange könnt ihr, wenn ihr auch ein Hobbit Fan seit, ja mal bei meiner zweiten FanFiction vorbei schauen. Den Link gibts hier:

http://www.testedich.de/quiz41/quiz/1463082960/Sunny-Clouds-1-Der-Hobbit

Ich würde mich freuen :D

Liebe Grüße
The Writer
Elena gilbert (14210)
vor 522 Tagen
Jaaaaaaaa🙌🙌🙌🙌 der 2 teil jeeey oh do gut geschrieben hoffe es geht bald weiterB-)
Emilyna (14210)
vor 522 Tagen
Na, diese Kapitel war ja mal wieder super geschrieben , würde mich freuen wenns schnell weiter geht😁😘
The Writer (14670)
vor 531 Tagen
Hey Emilyna,

der zweite Teil ist jetzt draußen. Die Idee mit dem Abhauen hat mich etwas zu spät erreicht, doch werde ich sie im nächsten "Band" vielleicht aufgreifen. :D
Emilyna (98496)
vor 532 Tagen
Danke echt super geschrieben wann kommt der 2 teil und kann sam vielleicht abhauen
The Writer (75048)
vor 532 Tagen
http://www.testedich.de/quiz40/quiz/1459178799/Side-of-Dust-7-Die-Bestimmung-Divergent

Hier ist der Link zum Teil 7
The Writer (75048)
vor 532 Tagen
Hey, Teil 7 ist leider auf einer anderen Seite. (Komischerweise)

Teil 1-6 sind hier, 7 ist auf einer anderen und Teil 8.1 ist dann wieder hier.

Ich werde gleich den Link posten, dann findet ihr ihn.

Derzeit hab ich auch leider keine Zeit weiterzuschreiben, da ich etwas unter Stress leide ':o :)
Emilyna (80263)
vor 545 Tagen
Heii wo ist eigentlich der 7 teil 😓 oder ist das hier der 7???
Emilyna (80263)
vor 545 Tagen
Wann kommt der 7 teil ,Super Geschichte🙌👐👏😇👬🙆😁😀😅😄😋🙋
The Writer (15155)
vor 570 Tagen
Ich habe Teil 7 heute abgeschickt, er müsste die nächsten paar Tage dann auftauchen :)

Ich freue mich das euch die Geschichte gefällt :)
unknow user II (26127)
vor 571 Tagen
Hey, ich habe deine Ff erst heute entdeckt. Ich bin ein rießiger Fan von, ,die Bestimmung". Du hast das alles echt gut geschrieben. Ich freu mich total auf das neue Kapitel und den Rest der Story. Bitte mach so weiter.
The Writer (54077)
vor 572 Tagen
Spätestens Montag gehts weiter :)
Ginny (06395)
vor 573 Tagen
Super cool
Bitte schreib weiter!!!
Moongirl4.9 (12604)
vor 575 Tagen
Das ist einfach der Hammer
Ginny (06395)
vor 583 Tagen
Bitte schreib weiter!!!
The Writer (89733)
vor 711 Tagen
@darkangel Ist ab heute online
Janina (63438)
vor 737 Tagen
Echt toll :) einfach weiterschreiben. Mehr kann ich dabei auch nicht sagen 😊
The Writer (68775)
vor 532 Tagen
Komischerweise ist der 7 Teil ja auf einer anderen Seite :? Aber kann man nichts machen :D

Elena es freut mich wirklich das dir die FF so gefällt :) leider komm ich gerade nicht zum Schreiben auch wenn ich es fest vorhatte. Aber ich steh grad echt unter Stress. Die Datei für 8.2 ist schon beinahe fertig... Ich hoffe es dauert nicht mehr lang! :
Elena gilbert (80263)
vor 545 Tagen
Yeahr er ist da der 7 teil wann kommt der 8.2 🙌 bin dein größter ff Fän👏👐💖🐎