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Pokémon - Blutlinie

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4 Kapitel - 8.775 Wörter - Erstellt von: Mirror - Aktualisiert am: 2017-11-17 - Entwickelt am: - 918 mal aufgerufen - User-Bewertung: 5 von 5.0 - 11 Stimmen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 10 Personen gefällt es

Die Welt der Pokémon beherbergt viele Legenden und Mythen.
Und hinter Fiktion versteckt sich nicht selten Wahrheit.
Dies müssen auch auch bald vier junge Leute verstehen.

    1
    ((bold))((unli))Prolog:((eunli))((ebold)) „Hallo? Hallo? Hallo? Kann... Kann mich jemand hören? Bitte! Hallo? Bitte! Ich brauche Hilfe! Bitte! Bitt
    Prolog:

    „Hallo? Hallo? Hallo? Kann... Kann mich jemand hören? Bitte! Hallo? Bitte! Ich brauche Hilfe! Bitte! Bitte! Bitte! Bitte! Bitte! Ich bin verzweifelt! Bitte! Hallo! Irgendjemand? Irgendjemand muss mich doch hören können! Ich versuche seit Tagen jemanden zu erreichen! Warum hört mich denn niemand? Warum hört mich niemand? Bitte! Bitte! Ich brauche Hilfe! Ich brauche wirklich Hilfe! Hallo? Hallo? Bei Dialga! Bei allen anderen legendären Pokémon! Bitte! Helft mir bitte!“
    Ich hatte ziemlich deutlich diese Stimme gehört. Woher sie kam wusste ich nicht. Mit jedem meiner Schritte durch den leeren Raum, wurde diese lauter klarer. Bis eine Tür vor mir erschien. Mit einem kurzen Zögern öffnete ich diese Tür und Schritt hindurch.
    Um mich herum war es hell geworden. Es war so hell geworden, dass ich kurzzeitig meine Augen schließen musste.
    Nachdem kurzer Zeit öffnete ich meine Augen wieder. Statt dem Raum war ich nun auf einer Wiese.
    Vor mir schwebte ein warmes, angenehmes Licht. War ich tot? Ich wusste es nicht.
    Doch das Licht bewegte sich, beinahe als würde es etwas, oder jemanden suchen. Schließlich schwebte es zu mir. „Hallo! Hallo! Ich bin so unendlich froh dich zu sehen. Wie erleichtert ich bin. Endlich hab ich jemanden gefunden. Endlich hab ich dich gefunden. Ich hoffe, ich verwirre dich nicht zu sehr.“ Sagte das Licht.
    Dabei tat es genau das. Beim besten Willen wusste ich nicht, was hier gerade geschah. „Ehm... Hallo mein Name ist Tialla.“ Nannte ich nun einfach meinen Namen. „Tialla, ich habe dich gesucht. Ich habe auf dich gewartet.“ Lachte das Licht.
    „Na ja, eigentlich sah es als würdest auf irgendjemanden warten und nicht speziell auf mich.“
    „Ich habe auf jemanden gewartet. Auf jemand besonderes, jemanden wie dich. Jetzt bist du da, das macht mich glücklich, unendlich glücklich! Aber jetzt sollte ich vielleicht eine Form annehmen, die für dich halt weniger abschreckend ist.“
    Das Licht veränderte sich. Es schwebt zu Boden und nahmen die Form eines Serpifeus an. Mit der Pfote deutet es mir an mich hinzusetzen. Vorsichtig folge ich der Aufforderung.
    „Erstmal ein richtiges Hallo. Ich bin so froh, dass ich endlich einen erreicht habe. Ein Mensch allein konnte diese Aufgabe niemals stämmen. Deswegen wurden mit dir, insgesamt seit ihr vier. Ich will versuchen sie weiter zu erreichen, doch... Sie schlafen noch. Außerdem bin ich langsam am Ende meiner Kräfte.“
    „Es tut mir Leid. Aber das hier ist wirklich ein ziemlich schräger Traum.“
    „Das ist kein Traum Tialla, zumindest nicht so wie du es denkst. Es ist wohl mehr... Eine Vision. Ich brauche deine Hilfe. Diese Welt braucht deine Hilfe.“
    „Wer bist du?“
    „Ich bin jemand, der Hilfe sucht.“
    „Meine Hilfe? Du kennst mich nicht.“
    „Ich weiß genug über dich. Nun fangen wir an. Leider kann ich dir nichts konkretes sagen. Ich darf es leider nicht.“
    „Und wie kann ich dir dann helfen?
    „Wie gesagt, ich darf dir keine Details nennen. Doch du musst mir glauben!“
    „A-ha... Du darfst es also nicht sagen. Warum bin ich dann hier?
    „Das ist... Wie genau soll ich es erklären? Ich bin da, um dich, eigentlich um euch zu warnen! Du bist anders. Du und die drei Anderen. Aber die Anderen schlafen noch. Deswegen kann nur ich dich warnen Ich hab Angst um dich, um euch und die Welt. Ihr müsst vorbereitet sein. Ich bin einfach besorgt und ich verfluche mich dir nichts genaueres sagen zu dürfen.“
    „Bitte rede doch vernünftig mit mir. Das du mir nichts genaues sagen darfst, das hab ich verstanden. Aber wer sind die Anderen?“
    „Ich wünschte, dass könnte ich dir sagen. Aber zu meinem Bedauern, ist es mir unbekannt. Mir wurde aufgetragen hier hin zu reisen. Aber bislang hab ich nur dich gefunden. Die Reise hier her und die Suche nach dir hat mich mehr Kraft gekostet, als ich es glaubte. Alles was ich sonst noch weiß ist, dass du sie finden kannst.“
    „Und wie?“
    „Ich weiß es nicht. Es tut mir Leid, leider bin ich keine sehr große Hilfe.“
    „Warum darfst du es mir eigentlich nicht sagen?“
    „Weil ich es nur schlimmer machen könnte. Im Moment ist dein Schutz deine Unwissenheit. Erst mit der Zeit wirst du alles in Erfahrung bringen und je mehr du weißt, desto größer wird die Gefahr, welche von dir und den Anderen ausgeht. Solange du allerdings nichts weißt, werden sie dich nicht registrieren.“
    „Das verstehe ich. Kannst du mir eventuell sagen, wo ich sie finden kann?“
    „Leider auch nicht. Sie könnten überall sein, in jeder Region, in jeder Stadt und einfach überall.“
    Davon bekam ich Kopfschmerzen. Konnte ich nicht einfach aufwachen? Dann schnappte das Serpifeu auch noch nach Luft, nicht gerade leise, was mich zusammen zucken ließ. „Ich verstehe im Moment wirklich wenig. Bitte... Erkläre mir was vor sich geht.“ Bat ich darauf das Serpifeu. Dieses stellte sich auf seine Beine und lief etwas umher. Dabei gab es überlegende Laute von sich. „Wie gesagt, ich darf dir nichts genaues sagen.“ Wiederholte es nur wieder. „Aber was bringt mir das? Angenommenen das hier ist real.“ „Was es auch ist.“ Unterbrach es mich. „Hätte, wenn und aber... Lass mich bitte ausreden.“ Es nickte und ich atmete durch. „Wenn ich auf Reisen gehe und diese Personen suchen. Was soll ich machen? Soll ich Personen in die Augen sehen, oder willkürlich umarmen oder stalken? Ich werde doch für Irre gehalten und dann kann ich nichts mehr machen. Außerdem, ganz ohne Informationen kann ich auch nichts machen.“ Versuchte ich meinen Standpunkt zu erläutern. Es setzte sich wieder auf seinen Po und sah mich dann lange an. „Ich verstehe dich, doch du musst mich auch verstehen.“ Es seufzte tief. „Ich möchte mich nicht wiederholen. Es gibt eine Gefahr, eine Bedrohung. Diese Bedrohung kann nicht allein aufgehalten werden. Du bist wach, während die Anderen noch schlafen. Nur ihr zusammen könnt die Puzzleteile zusammen setzten. Soweit es noch in meiner Macht steht, werde ich versuchen die Anderen zu kontaktieren. Doch in der Zeit, solltest du auf Reisen gehen. Sie könnten überall sein.“ Es war ein wirklich seltsamer Traum. Und wenn doch alles wahr war? Vielleicht hatte ich auch einfach irgendwas falsches gegessen? Nein, meine Schwester hatte gekocht, sie kochte immer gut und mit frischen Zutaten. „Wie geht es dann weiter?“ „Nachdem du die Anderen gefunden hast beginnt erst der schwierige Teil. Ihr müsst eurem Schicksal nachgehen.“ Ich nickte nur, den Kopf konnte ich mir auch irgendwann anders zerbrechen. Aber warum gerade ich? Ich war doch gerade erst 15 Jahre alt und hatte kein Pokémon. Natürlich, ich hätte Längst auf Reisen gehen können, aber ich wollte nicht. Erstmal wollte ich lernen um besser vorbereitet zu sein. „Kannst du es mit nicht noch genauer erklären?“ Es schüttelte den Kopf. „Es tut mir Leid.“ Ich schüttelte den Kopf und wuschelte durch meine Haare. „Außer... Manche Legenden, so verworren sie auch sind... Haben ihre Wurzeln in fruchtbaren Boden.“ Also musste ich nach einer Legende suchen? Eine Legende, die ich vermutlich nicht kannte. „Du musst dich vorbereiten.“ Flüsterte es. „Wie heißt du eigentlich?“ Viel es mir wie Schuppen von den Augen. „Auch das wirst du später heraus finden.“ Ich seufzte. „Nicht hilfreich!“ Es lachte leicht. „Gut möglich.“ Es krabbelte auf meinen Bauch. „Ihr seit miteinander verbunden.“ Flüsterte es. Ich sah es mit großen Augen an. Es hatte mir also noch eine Information gegeben. „Danke.“ Lächelte ich und kraulte es sanft. „Mehr darf ich nicht sagen, sonst bekomme ich Ärger.“ Flüsterte es und ließ sich bereitwillig kraulen. „Von wem bekommst du Ärger?“ „Von ganz oben.“ Ich nickte nur Das passte doch alles hinten und vorne nicht richtig. „Ich wünschte, ich wäre nur ein Traum. Doch das alles ist Realität und diese Realität kann so unglaublich grausam sein. Mir sind die Hände gebunden.“ Leicht hörte ich die Trauer in ihrer Stimme. „Ihr alle werden die Antworten auf eure Fragen erhalten.“
    „Woher kommt die Legende?“
    „Dort woher sie kommt und doch von überall.“
    „Du bist nicht so hilfreich.“
    „Das ist gut möglich. Aber ich bin so informativ, wie ich es eben kann.“
    „Dann fasse ich noch einmal zusammen. Ich bin also quasi auserwählt. Und nicht nur ich, sondern auch drei Andere. Von diesen Dreien weiß ich nichts, nicht wo sie leben, wie alt sie sind, wie sie aussehen oder heißen. Sie schlafen noch, wobei ich glaube, dieser Schlaf ist nur eine Metapher. Jedenfalls kannst du sie nicht erreichen. Ich soll sie nun finden. Wenn wir zusammen sind, dann sollen wir jemand böses aufhalten... Dabei ist die einzige Spur eine Legende, die scheinbar in jeder Region existiert.“
    „Ja, das kann man gut so zusammenfassen."
    „Gut, keine Ahnung wo ich anfangen soll.“
    „Du bist ja nicht allein. So gut es geht, werde ich versuchen sie zu erreichen. Wenn ich es geschafft hab, dann versuche ich euch Beide zu kontaktieren. Dann könnt ihr euch vorstellen und einen Treffpunkt ausmachen.“ Dieser Vorschlag klang nun wirklich gut. Ich nickte. „Vielen Dank.“
    „Wofür bedankst du dich? Noch hab ich nichts gemacht.“
    „Trotzdem ist es nur fair. Aber ehrlich, es klingt wirklich mehr wie ein kurioser Traum, als eine Mission zur Rettung der Welt.“
    „Ihr werdet wundervolle Pfotenabdrücke auf der Welt hinterlassen.“
    Langsam schloss ich meine Augen. Pfotenabdrücke? „Eher Fußabdrücke.“ Korrigierte ich es. Darauf verzog es nur das Gesicht. „Geben wir unser bestes." Ich nickte und mein Körper fühlte sich plötzlich unglaublich müde und schwer an. „Du solltest nun schlafen.“ Das Gewicht von meinem Bauch verschwand. Ich öffnete wieder meine Augen und sah es an. Das Serpifeu ward wieder zu dem Licht geworden. Es war alles ein schräger Traum. Was sollte es anders sein? Dabei war es so real. Meine Augen fielen wieder zu.
    Als ich sie öffnete lag ich in meinem Bett und meine große Schwester klopfte an meiner Tür. Trotz der geschlossenen Gardinen sah ich das Licht der Sonne durch einen Spalt. Murrend sah ich zur Tür. „Was!“ Fragte ich grimmig. Sie streckte grinsend den Kopf hinein. „Aufstehen! Bald gibt es Frühstück.“ Sie lachte und zog ihren Kopf zurück, als ich sie mit dem Kissen bewarf.
    Hatte ich nun geträumt, oder war es Wirklichkeit. Zumindest waren meine Kopfschmerzen real. Während ich das Badezimmer aufsuchte und mir eine duschte gönnte, dachte ich nach. „Was soll ich nun tun? Das ist doch alles dämlich. Was soll ich meiner Schwester sagen? Sie würde mich doch nur auslachen.“ Und so redete ich mit mir weiter. Bis ich fertig war und mein Weg mich hinunter in die Küche führte.
    Die Augen meiner Schwester leuchteten. „Augen zu!“ Forderte sie mich auf. Ich hatte wiederum aber keine Lust darauf. „Jetzt mach doch einfach!“ Sie hibbelig kannte ich sie nicht. „Aber warum sollte ich?“ Sie verdrehte die Augen. „Jetzt mach es einfach!“ Meinte sie nur noch. Und wenn sie so drauf war, konnte man das Diskutieren vergessen. Also schloss ich meine Augen. „Und jetzt streckt deine Hand aus.“
    „Warum?“
    „Tu es einfach.“
    Seufztend kam ich dem Befehl nach. Dann bekam ich etwas in die Hand. „Jetzt öffne deine Augen.“ Verwirrt öffnete ich meine Augen und sah auf den Pokéball in meiner Hand. „Tialla es wird Zeit für dein eigenes kleines Abenteuer.“

    2
    ((bold))((unli))Kapitel 1((eunli))((ebold)) Ich war müde und streckte mich dem Himmel entgegen. Die Nacht war so verdammt unruhig gewesen. Nicht nur,
    Kapitel 1

    Ich war müde und streckte mich dem Himmel entgegen. Die Nacht war so verdammt unruhig gewesen. Nicht nur, weil ich seit nun 2 Jahren beinahe jede Nacht den gleichen Traum träumte und jeden Morgen dann mit Kopfschmerzen aufwachte, sondern auch da das Schiff sehr stark geschaukelt hatte.
    Vor zwei Jahren hatte ich meine Reise begonnen. In der Nacht bevor ich mein erstes Pokémon bekommen hatte, hatte ich erstmalig diesen Traum.
    Am Morgen danach hatte ich von meiner älteren Schwester mein erstes Pokémon bekommen. Meine ältere Schwester hatte heimlich mit Firalé gesprochen und diese hatte sich in ein Pokéball begeben.
    Firalé hatte ich als Kind kennen gelernt. Wir hatten oft miteinander gespielt. Sie war ein Robball gewesen und jetzt war sie ein stattliches Primarene.
    Mit ihr an meiner Seite hatten wir manches kleines Abenteuer erlebt.
    Ich lächelte, eher ich gähnen musste. Es gab einen furchtbaren Sturm. Normalerweise wurde ich nicht so schnell Seekrank, doch dieser Sturm war sehr stark gewesen. Das ganze Schiff hatte furchtbar gewackelt und mehrfach war ich aus dem Bett gefallen.
    Doch jetzt war es wieder ruhig und ich konnte schon Mele-Mele in der Ferne sehen. Meine Reise hatte in meiner Heimatregion begonnen, in Alola. In Alola war ich geboren worden und dort war ich aufgewachsen.
    Meine Eltern waren oft auf Reisen. Beide waren Archäologen. Sie kannten viele Legenden und als Kinder hatten sie meiner Schwester und mir diese Legenden erzählt. Unsere Großmutter hatte, während sie nicht da waren, dann auf uns aufgepasst.
    Irgendwann, als meine ältere Schwester von ihrer Reise durch die Welt wieder gekommen war, hatte sich meine Großmutter hatte sich einen großen Traum erfüllt, indem sie die Alola verlassen hatte und war in die Oblivia Region gezogen. Dort auf der Isla Sophita hatte sie sich ein kleines Haus im Aquaresort gekauft.
    Meine Großmutter zu besuchen war mein nächstes Ziel.
    Nachdem ich die Alola Region erkundet hatte, wobei ich das meiste durch die Abenteuer mit Firalé kennen gelernt. Die Inselprüfung hatte mich immer herzlich wenig interessiert.
    Nach Alola war ich in Jotho, dann Kanto, Sinnoh und zuletzt war ich in Einall. Und nach jedem Abenteuer war ich zurück nach Hause gefahren und hatte meine Schwester besucht.
    So, wie ich es nun auch mache. Mele-Mele kommt immer näher. Lächelnd stieß ich mich von der Reling ab. Nun war es vielleicht noch eine halbe Stunde, bis das Schiff am Pier von Mele-Mele anlegen wird.
    Müde streckte ich mich und zog dann tief die Luft des Meeres ein. Die salzige Luft des Meeres tat einfach nur gut. Sie war erfrischend und einfach nur vertraut.
    Dann ging ich aber wieder in meine Kajüte hinunter. Irgendwie ich war mir unsicher, ob ich wirklich alles gepackt hatte und sah mir alles noch einmal an. Als Erstes sah ich in den Schrank, dort war nichts mehr von mir. Dann sah ich noch einmal zu dem kleinen Tisch. Drauf lag nichts mehr von mir und drunter ebenso nicht. Dann sah ich noch einmal ins Bad. Zum Glück hatte ich noch einmal geguckt. Am Waschbecken lag noch meine Seife. Schnell packte ich diese ein und sah unters Bett. Seufzend fand ich unterm Bett noch ein paar leere Pokébälle. Diese packte ich in meinen roten Rucksack und ging wieder hoch an Deck. Jetzt fühlte ich mich besser und sah entspannt auf das Meer. Es war jetzt 10 Uhr und die Sonne ließ das Wasser glitzern.
    Doch eines betrübte trotzdem meine Stimmung. Ich war jetzt bereits in 5 Regionen gewesen. Natürlich, es konnte auch einfach nur ein Traum sein. Doch es fühlte sich wie real an. Zu real um nur ein einfacher Traum zu sein.
    Während meiner Reise hatte ich mich also vor allem auf die Menschen konzentriert. Doch ich hatte keinen Menschen gefunden, der irgendwie besonders oder ähnliches war. Bei meinen Eltern hatte ich nach einer Legende gefragt, die wohl alle Regionen betreffen. Doch auch sie hatten keine Ahnung, zumindest kannten sie keine solche.
    Seufztend lehnte ich mich wieder an die Reling und stellte meinen Rucksack neben mich.
    Den Kopf zu zerbrechen würde mir nichts bringen. Vermutlich war es wirklich nur ein Traum. Und ich war darauf reingefallen. Doch zumindest war dieser Traum der Grund meiner Reise gewesen und ich hatte einiges erlebt. Somit war es im großen und ganzen nicht schlimm, meine Zeit war also nicht vergeudet. Die Reise war wirklich sehr schön und entspannt.
    Deutlich schreckte ich hoch, als plötzlich ein Horn Ertönte. Verwirrt sah ich mich um und stellte fest, dass das Schiff bereits am Pier angelegt hatte. Es dauerte noch etwas, bis ich vom Schiff gehen konnte.
    Meinen Rucksack setzte ich auf und ging von Board. Meine ältere Schwester wusste nichts von meiner Rückkehr.
    Summend ging ich vom Pier und nach Hauholi City. Am Malasada Laden ging ich vorbei und dann die Straße hinunter zu dem Wohnhaus, in dem meine Schwester lebte. Aus meinem Rucksack kramte ich den Haustürschlüssel und schloss die Tür auf. Dann ging es in den ersten Stock. Dort schloss die Tür der Wohnung auf und sah hinein. „Hallo?“ Rief ich in die Wohnung und streckte meinen Kopf hinein. Es kam keine Antwort. Damit hatte ich gerechnet, schließlich hatte meine Schwester auch ein Leben.
    Doch ich ging hinein, zog erstmal meine Schuhe aus und sah mich um. Wirklich viel hatte sich nun nicht verändert. Im Badezimmer waren neue Handtücher und im Wohnzimmer gab es neue Sofakissen. Sonst war alles wie in meiner Erinnerung.
    Dann ging ich in mein Zimmer, auch dort hatte sich nichts verändert. Meinen Rucksack leerte ich. Die schmutzige Wäsche packte ich in den Wäschekorb. Aus der Küche machte ich das Futter für meine Pokémon, ging dann mit dem Futter, dem Wäschekorb und den Behältnissen hinunter. Meine Wäsche brachte ich in den Keller, beförderte die Waschmaschine und machte diese an. Dann ging es in den Garten. Dort befüllte ich die Behältnisse und ließ meine Pokémon aus ihrem Bällen. Meine Pokémon streckte sich ausgiebig. Sanft lächelte ich und ließ mich ins weiche Gras plumsen. „Tut mir Leid für diese unruhige Nacht. Aber jetzt solltet ihr erstmal das Frühstück genießen.“ Mein Team freute sich und machte sich über das Essen her. Dieses Team war mein ganzer Stolz und bestand aus 6 Pokémon. Firalé war meine älteste Freundin. Zu uns hatte sich in der Sinnoh Region ein Sheinux gesellt. Dieses Pokémon hatte sich verlaufen und war nahe Blizzach zu uns gestoßen. Später war er mit uns auf Reisen gegangen und ich hatte ihm den Namen Mirco gegeben. Ebenso in Sinnoh waren wir auf Schalellos getroffen. Sie saß im Gras und starrte einfach nur vor sich hin. Ich hatte damals in der Nähe von ihr mein Zelt aufgeschlagen. Irgendwie hatte sie sich danach in meinen Rucksack geschlichen und war unbemerkt mitgekommen. Erst einen Tag später bemerkte ich sie. Sedsia war seit diesem Tag ein Teil meines Team geworden.
    In Kanto hatte ich Daralim getroffen, ein Seeper. Sie hatte mich beschützt und das trotz dessen, dass sie sehr scheu gegenüber anderen Pokémon und gerade Menschen. Trotzdem hatte es mich vor dem Tentacha beschützt.
    Das einzige Pokémon vom Typ Feuer in meinem Team war Ran. Ran war bereits als Gallopa zu mir gekommen. Sie war ein starkes Pokémon schon damals gewesen und es hatte sowohl Firalé und Daralim gebraucht, bis ich sie fangen konnte. Anfangs hatte sie sich ziemlich gegen mich gesträubt, doch nun war sie unglaublich treu.
    Zuletzt hatte ich noch Niles in meinem Team. Nils war ein Washakwil mit einer starken Persönlichkeit, dass aber niemanden schnell vertraute. Das meine Pokémon mir vertrauten, dass war das größte Geschenk, welches sie mir machen konnten.
    Natürlich hätte ich versuchen können, mit Washakwil nach Alola zu fliegen, oder gemeinsam mit Primarene hier her zu schwimmen, doch diese Region war weit weg und die Reise wäre viel zu anstrengend gewesen.
    Ich liebte meine Pokémon und so waren ihre Namen ein Zeichen unserer Verbundenheit. Gähnende streckte ich mich und sah zu ihnen. Niles war bereits fertig mit dem Essen. Schnell lief ich einmal hoch und holte eine Bürste speziell für seine Federn, dann die Bürste für Ran und ein weiches Tuch für meine Pokémon, sowie etwas Pflegeöl . Dann ging ich wieder zu meinen Pokémon und fing an Niles zu pflegen. Besonders auf dem Rücken liebte er es gebürstet und gekrault zu werden. Danach ließ ich ihn die Gegend erkunden, schließlich war er noch nie hier gewesen. Danach kümmerte ich mich um die Anderen. Firalé uns Daralim ölte ich sanft ein. Sie genossen es, aber wenn sie zu lange an der Luft waren trocknete ihre Haut aus. Danach rief ich beide zurück, genauso etwas später auch Sedsia. Später am Tag würde ich zum Strand gehen mit ihnen. Mirco legte sich in die Sonne. Zwar bot ich ihm an, ihn zu brüsten, doch er lehnte ab.
    Plötzlich hörte ich ein lautes Kreischen. Sofort stand ich auf meinen Beinen und Mirco sprang vor mich.
    Dann sah ich die Person, die eben so gekreischt hatte. Es war meine große Schwester. Sie lief an Mirco vorbei und umarmte mich. Dabei hatte sie aber so einen Schwung drauf, dass wir beide umfielen. Lachend sah ich sie an. Sie lachte mit. Und dann kam ihr Knuddeluff aus dem Ball. Dieses legte sich auf uns drauf und knuddelte direkt mit. Wir lachten. Mirco verdrehte seine Augen und legte sich wieder hin.
    Nach diesem Überfall setzten wir uns hin. „Wie schön, das du da bist! Ich hab dich vermisst! Wie geht es dir? Wie war es in Einall?“ Ihre Augen leuchteten, als sie mich ausfragte. Und so fing ich an zu erzählen. Ich erzählte ihr von meiner Reise. Erstmal erzählte ich ihr von meiner Ankunft, dann von den verschiedenen Städten und von den verschiedenen Personen. Außerdem hatte ich in zwei Arenen mein Glück versucht und zeigte ihr die beiden Orden. Überglücklich umarmte sie mich, doch wie so oft etwas zu fest. „I-Isolde! Luft!“ Bat sie sie drum. Sofort ließ sie mich los. „Sorry.“ Lachte sie verlegen und Kratze sich um Hinterkopf. Ich holte mehrmals kurz Luft. „Schon gut. Naja, auf jedenfall hab ich auch unsere Eltern getroffen.“ Ihren Augen wurden groß. „Uhi! Und wie geht es Ihnen, was haben Sie erzählt?“ „Es geht ihnen gut. Im Moment versuche sie das Geheimnis um die Drachenstiege zu lüften.“ Sie nickte und sah mit tief in die Augen. „Da ist noch was, etwas was du mir verheimlichst. Hast du dich etwa verliebt?" Versuchte sie mich aufzuziehen. „Irgendwas ist das auch nicht mehr lustig.“ Meinte ich dazu lediglich. „Ist ja gut. Trotzdem verheimlichst du mir etwas.“ Sie kannte mich eben sehr gut.
    „Ja, da ist was.“
    „Ok, raus mit der Sprache."
    „Hach, du wirst mir nicht helfen können.“
    „Man, jetzt sag einfach. Selbst wenn ich dir nicht die Lösung sagen kann, aber vielleicht kann ich dir den Stups in die richtige Richtung geben.“
    „Ok, gut. Ich hab vor einiger Zeit was gehört, ein Gerücht. Es soll eine Legende, oder ein Mythos geben, die sich auf jede einzelne Region bezieht. Weißt du etwas darüber?“
    „Nein, kenne ich nicht. Hast du Mama und Papa gefragt?“
    „Ja hab ich, aber die haben davon auch noch nie etwas gehört.“
    „Oh... Vielleicht hat dich jemand aufs Korn genommen. Wenn selbst unsere Eltern diese Geschichte nicht kennen...“
    „Oh man... Möglich.“
    „Du glaubst nicht daran Tialla? Und wenn, warum nicht?“
    „Ich glaube, dass daran etwas Wahres ist. Warum aber, kann ich nicht genau erklären. Es ist mehr ein Gefühl.“
    „Ich verstehe. Lass uns das Thema wechseln, du siehst so verdammt niedergeschlagen aus.“ Dabei knuffte sie mir die Wange. „Wie lange bleibst du hier? Und wohin geht es als nächstes? Kalos soll zu dieser Jahreszeit sehr schön sein.“ „Eigentlich wollte ich nach Oblivia und Großmutter besuchen. Die Region ist zwar Alola sehr ähnlich, aber ich denke es ist mal schön auf weniger Menschen zu treffen und Großmutter wieder zu sehen.“ „Das klingt doch echt gut. Wird dir sicher auch mal gut tun. Außerdem ist die Region schon sehr alt, vielleicht findest du Antworten.“ Ich nickte. So hatte ich es noch gar nicht gesehen. „Und wie lange ich bleibe? Erstmal sollte ich mit Großmutter reden, vielleicht kann ich bei ihr wohnen. Und danach richtet sich dann auch, wie lange ich hier bei dir bleibe.“ Sie nickte und strich über meine Haare. „Alles ist gut. Du bist hier immer Willkommen. Wir sollten nun hoch, dann etwas essen und darauf rufen wir Großmutter an. Ok?“ Ich nickte. Dann rief ich meine Pokémon zurück und folgte ihr nach oben.

    3
    Kapitel 2:

    Es war eine Woche vergangen. Mit meiner Schwester hab ich direkt am ersten Tag noch meine Großmutter angerufen. Sie war hellauf begeistert und freute sich mich wiederzusehen. Sie lud auch Isolde ein, doch diese musste ablehnen. Isolde arbeitete als Lehrerin an der Schule und derzeit waren keine Ferien.
    Wäre es nach meiner Großmutter gegangen, hätte ich wohl direkt am gleichen Abend zu ihr kommen können. Doch, die Reise zu ihr gestaltete sich schwieriger als angenommen. Von Alola gab es kein direktes Schiff nach Oblivia. Ich musste also mit einem Schiff erst nach Kanto, dann mit einem anderem Schiff nach Sinnoh und schließlich von dort aus mit einem Schiff nach Oblivia auf die Insel Isla Milonda. Von der Isla Milonda dann mit einem anderen Schiff auf die Insel Sophita, wo meine Großmutter lebte.
    Bei Isolde war ich nur zwei Tage. In der Zeit packte ich meinen Rucksack neu und kaufte das Nötigste ein. Außerdem machte ich mich über die Oblivia Region schlau, zumindest versuchte ich es. Es gab erschreckend wenig über diese Region. Alles was ich heraus fand war, dass es wohl drei große Inseln gab und mehrere kleinere. Außerdem gab es noch eine vierte Insel, die wie auch immer verschwunden war.
    Nach den zwei Tagen machte ich mich mit dem Schiff nach Kanto auf. Von Kanto dauerte es einen Tag nach Sinnoh und noch einmal zwei Tage nach Oblivia. Das einzig Gute war, es gab keinen Sturm und keine sonstigen Zwischenfälle. Trotzdem war die Reise sehr anstrengend. Ran fühlte sich auf dem Meer nicht sonderlich wohl. Mirco wurde von einem Haufen Kinder gejagt auf dem Weg nach Kanto und Niles verbrachte die meiste Zeit in der Luft. Außerdem stritten sich, auf dem Weg von Sinnoh nach Oblivia, in der Kajüte neben mit ständig ein Ehepaar. Doch schließlich war ich auf Isla Milonda angekommen. Dort ging auch das Ehepaar von Board. Ich war erleichtert, aber folgte ihnen hoch in die Stadt. Ein anerkennendes Pfeifen kam über meine Lippen. Die ganze Stadt war aus Holz. Die Treppen, die Häuser und die Flügel verschiedener Windrädern. Außerdem stand die ganze Stadt am Rande einer Klippe. Der Wind war stark, aber angenehm. Die Windräder liefen lautlos. Ich staunte und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.
    Und dann sah ich mich weiter um. Ich hörte das Lachen von Kindern und wie Erwachsene ihre Kinder zum Essen riefen.
    Der salzige Geruch des Meeres vermischte sich mit dem dunklen Geruch des Waldes. Der Boden war hart, aber nicht zu hart. Es war angenehm auf dem braunen Boden zu laufen. Vorsichtig hockte ich mich vor eine kleine Grünfläche. Dort wuchsen spärlich wunderbare Blumen, welche ich noch nie gesehen habe. Danach ging ich weiter und sah mich weiter in der kleinen Stadt um. Viel gab es nicht zu sehen. Es gab einen kleinen Laden, wo man scheinbar alles bekam, was man eben zum Leben brauchte. Es gab keine überirdischen Stromleitungen. Ich tippte also durch eine unterirdische Strom, sowie Wasserversorgung. Wobei der Strom genau auch durch die Windräder erzeugt werden könnte. Mich Juckte es in den Fingern mehr darüber zu erfahren, doch ich musste auch auf die Zeit achten. Es war Mittagszeit und die Menschen waren gerade alle am Essen. Die Stadt selbst umfasste wohl 20 Häuser, einen kleinen Laden und 5 zusätzlich Windräder. Es sah alles so friedlich aus. Und damit wuchs meine Spannung zu sehen, wie meine Großmutter nun lebte.
    Ich kehrte schnell zum kleinen Hafen zurück und fünf Minuten später legte ein kleines Boot an. „Hallo, darf ich die hübsche Dame mitnehmen?“ „Guten Tag. Ich wollte zur Isla Sophita, meine Großmutter besuchen.“ Er machte große Augen und strich durch seinen weißen Bart. „Dann bist du bestimmt Tialla. Komm, die Überfahrten dauert nur 20 Minuten.“ Er winkte mich aufs Schiff. Verwundert, woher er meinen Namen wusste, stieg ich aufs Boot und setzte mich. „Darf ich fragen, woher Sie meinen Namen kennen?“ Er lachte und wir gaben uns die Hand. „Nicht so förmlich. Mein Name ist Gulliver und lebte, wie deine Großmutter, im Aquaresort. Sie hat mir von dir erzählt. Sie ist schon ganz aufgeregt." Erzählte er und löste die Leine. Dann startete er den Motor und fuhr los. „Gulliver? Erzählst du mir von den Inseln?“ Er überlegte nicht lange und nickte. „Ja natürlich. Gibt es etwas, was du besonders wissen möchtest?“ „Nun, ich habe versucht etwas über diese Region heraus zu finden... Aber wirklich viel hab ich nicht herausgefunden. Über eine Sache bin ich gestolpert. Es sollen mal vier große Inseln gewesen sein, jetzt sind es aber nur nur drei? Wieso?“ Er seufzte traurig. „Ach ja...Isla Dolcevi. Also, vor knapp fünf Jahren gab es hier noch vier große Inseln: Isla Dolcevi, Isla Milonda, Isla Remboga und Isla Sophita. Damals tauchten aber böse Männer und Frauen auf, die Pokénapper. Sie entführte die wilden Pokémon. An ihrer Spitze, war die sogenannte Teegesellschaft. Sie haben ein altes Artefakt in ihren Besitz gebracht und eine böse Maschine aus vergangen Zeiten auferstehen lassen. Mit dieser Maschine, eine unheilvolle Waffe, zerstören sie Isla Dolcevi.“ Ich hatte ihm zu gehört und spürte eine schwere Last auf meinem Herzen. „Wie schrecklich die Menschen doch sind... Die Pokémon auf dieser Insel, wurden sie gerettet? Lebten dort unschuldige Menschen?“ „Die Pokémon, nicht alle aber die Meisten, wurden gerettet. Menschen lebten dort keine. Sie war unberührt von Menschenhand.“ Dadurch spürte ich Erleichterung, wenn auch nur geringfügig. „Hast du weitere Fragen?“ Kurz musste ich überlegen. „Wie bekommt die Stadt, dort oben auf der Klippe Storm?“ „Du meinst Villa di Agonal? Durch die Windräder, mehr weiß ich nicht.“ „Hab ich es doch gewusst.“ Er lachte. „Deine Großmutter erzählte, dass du sehr neugierig bist.“ Ich lachte etwas, eigentlich passte es weniger zu mir. „Weitere Fragen?“ Wieder musste ich überlegen. „Nein, vielen Dank.“ Er nickte und wir kamen wenige Momente später am Pier von Isla Sophita an. „Vielen Dank. Bekommst du etwas für die Überfahrt?“ „Nein, ich möchte sein Geld nicht. Weißt du, eigentlich bin ich seit Jahren in Rente. Aber als die Ranger mich fragte, ob ich nicht Lust hätte Menschen von Isla Milonda zu Isla Sophita zu bringen, hab ich zugestimmt. Von denen bekomme ich nun auch den Treibstoff.“ Die Ranger? Davon hatte ich schon mal gehört. Ich glaube, dass war in Sinnoh. „Danke noch einmal.“ Ich ging auf den Pier und sah direkt meine Großmutter. „Oh meine Liebe Tialla.“ Freute sie sich und umarmte mich. Sanft umarmte sie ich auch. „Hallo Großmutter.“ Sie ließ mich los und ging etwas zurück. „Du bist so groß geworden. Hast du Hunger? Ich mach uns eben etwas. Wie geht es dir? Oh ich bin ja so aufgeregt.“ Ich schmunzelte und folgte meiner Großmutter ins Aquaresort. Dort kam ich wieder ins Staunen. Die Häuser waren aus Stein und Holz. Es sah so niedlich aus. Die Häuser mit ihren blauen Dächern und die Giebel. Der steinerne Boden, weiß, blau und Rose. An jedem Haus gibt es viele Blumenkäste. Es roch nach Blumen und Meer. In der Mitte des Dorfes stand ein Brunnen und drum herum waren viele Bänke. Es war einfach nur schön anzusehen. „Tialla? Komm her Schatz.“ Ich sah mich um und entdeckte meine Großmutter vor einem kleinen niedlichen Haus. Ich lief zu ihr. „Tut mir Leid. Der Anblick war einfach nur überraschend.“ „Warum den überraschend?“ Fragte sie belustigt und trat ins Haus. Dort waren wir direkt im Wohnzimmer. „Stell deine Tasche ruhig dort ab. Dort vorne ist das Gästeklo und die Treppe hoch ist das richtige Badezimmer und meines. Dein Liebchen ist leider auf dem Dachboden. Tut mir Leid.“ Sagte sie entschuldigend. „Ach alles gut. Kann ich dir beim Kochen helfen?“ Sie winkte ab. „Ach, das kriege ich schon hin. Geh in Ruhe nach oben und mach Dich etwas frisch. Ich ruf dich dann. Wie groß sind deine Pokémon? Ich würde nämlich sagen, wir Essen sonst draußen.“ „Draußen Essen klingt gut.“ Meinte ich dazu. „Soll ich dann gleich den Tisch decken?“ Meine Großmutter seufzte. „Das wäre nett. Aber bring erstmal deine Sachen hoch und mach dich etwas frisch.“ Ich nickte, gab ihr einen Kuss auf die Wange und ging mit meinem Rucksack nach oben auf den Dachboden. Es war ein wirklich schönes Zimmer. Der Fußboden war aus hellem Holz, genauso wie der Schrank und das Bett. Das Bett war sauber und ordentlich. Lächelnd sah ich mich um und stellte den Rucksack auf das Bett. Ein bisschen was packte ich aus. Meine Hygieneartikel brachte ich ins Badezimmer und dann sah ich mir das Haus etwas genauer an. Es war alles sehr hell eingerichtet und ohne viel Kitsch.
    Bald roch es aus der Küche sehr gut und ich machte mich daran den Tisch vor dem Haus zu decken. Und so deckte ich nicht nur für mich, sondern auch für meine Pokémon. Meine Großmutter hatte keine mehr, vor ihrem Umzug musste sie ihr letztes zu Grab tragen. Sie war damals sehr traurig gewesen und wir hatten sie versucht zu trösten.
    Doch nun strahlte sie wieder und ihre Augen leuchteten. Und dann kam sie schon mit dem Essen hinaus. „Das riecht toll.“ Meinte ich und half ihr alles hinaus zu bringen. Sogar frisches Essen für meine Pokémon hatte sie gemacht. Ich verteilte das Essen und rief meine Pokémon. Meine Großmutter streichelte meine Pokémon. „Sie sehen wundervoll aus. Du kümmerst dich sehr gut um sie.“ „Vielen Dank.“ Ich lächelte und sie setzte sich. Wir taten uns auf und fingen an zu essen. Während des Essens fragte sie mich einiges aus. Ich antwortete bereitwillig. Am Ende war ich satt. Wir räumten ab und setzten uns wieder nach draußen. „Großmutter? Darf ich dich etwas fragen?“
    „Aber natürlich Tialla.“
    „Kennst du eine Legende, oder einen Mythos... Der alle Regionen umfasst?“
    „Nein, es tut mir Leid. Hast du deine Eltern schon gefragt?“
    „Ja, hab ich. Aber sie kennen eine solche auch nicht.“
    „Bedauerlich... Aber...“
    „Aber?“
    „Auf Isla Remboga lebt eine Familie, in der Nähe der Brücke. Diese Familie besteht aus drei Personen. Delia, die Ehefrau des Rangers, welcher hier auf der Insel für Recht und Ordnung zuständig ist, kennt sich aber sehr gut aus mit Legenden. Dort könntest du fragen... Oder auf der Isla Milonda, dort steht eine alte Villa. Diese ist voll mit Büchern, möglicherweise findest du dort auch ein Buch, welches dir weiter helfen wird.“
    „Vielen Dank Großmutter.“ Lächelte ich sanft. „Gerne doch.“
    Den restlichen Tag verbrachten wir draußen. Firalé und Daralim tollten im Wasser herum. Ran, Sedsia und Mirco waren in den Wald zum Erkunden gegangen und Niles beobachtete sie von oben.
    Am Abend, nach dem Essen und sauber machen, ging es ins Bett. Meine Pokémon rief ich zurück und legte mich dann ins Bett.
    Vielleicht sollte ich als Erstes mit Delia reden und sie fragen. Oder doch erst in die alte Villa? Ich würde wohl erst in die alte Villa gehen. Vielleicht hätte ich Glück.
    Und am nächsten Tag machte ich mich auf. Ich schmierte mir meine Brote, nahm etwas zu Essen mit und machte mich früh auf den Weg. Gulliver setzte mich rüber und erklärte mit den Weg zum alten Anwesen.
    Als Erstes musste ich durch den Zwirrwald. Vorsichtig schlich ich mich hindurch. Mirco lief neben mir. Vier Augen sehen mehr als nur zwei. Vorsichtig sahen wir uns um. Ich wollte einen unnötigen Kampf vermeiden. Wir schlichen los und sahen uns um. Gulliver hatte uns gewarnt. Die Pokémon in diesem Wald waren wohl nicht gerade für Späßchen aufgelegt und bei einem Kampf würden wir wohl es nicht nur mit einem Zwirrfinst zu tun haben, sondern mit mehreren.
    Und so gingen wir langsam voran, bis sich das alte rostige Tor vor mir auftauchte. Mirco und ich drückten das Tor auf und gingen zur Tür. Dieser Ort hatte etwas Bedrückendes. Das Haus nahm sich langsam das Gelände zurück. Mirco ging sofort zur Tür und stieß diese auf. „Hey! Warte auf mich Mirco!“ Ich lief ihm nach und folgte ihm ins Haus. „Wow...“ Ich stand staunend in der großen Eingangshalle. Der Boden knarrte. „Wow...“ Es war alt, vieles war kaputt, alles knarrte und trotzdem hatte es etwas Erhabenes. Es ließ mich ehrfürchtig erstaunen. Und dann gab Mirco ein knurrendes Geräusch von sich. „Du solltest aufpassen wohin du trist.“ Erschrocken drehte ich mich zu der fremden Stimme um. Der Boden gab nach und aus meinem Mund kam ein Schrei. Dann wurde alles schwarz um mich herum.

    4
    Kapitel 3:

    Mein Kopf pochte sehr stark, dass war das Erste was ich wieder wahrnahm. Es kam ein leises Krächzten über meine Lippen, danach holte ich tief Luft. Es roch muffig und alt. Dann merkte ich ein Gewicht auf dem Bauch. Vorsichtig hob ich meine Hand und legte diese darauf. Ich spürte weiches Fell. „Luxtra...“ Hörte ich die vertraute Stimme von Mirco. Er klang besorgt, sehr besorgt. Ich murrte. Das Pochen hörte nicht mehr auf. Es war schlimmer, als die Kopfschmerzen nach den Träumen. Mirco kuschelte sich an meine Hand und pustete gegen meinen Arm. Ich lächelte, wobei dieses nur noch mehr schmerzte und ich vor Schmerzen Stöhnen musste.
    Dann versuchte ich meine Augen zu öffnen. Doch der pochende stechende Schmerz hinderte mich daran. Stattdessen lauschte ich, so gut es ging. Das Blut rauschte laut in meinen Ohren.
    Doch dann hörte ich Schritte und das Knarren des Bodens. „Taluga sollte bald kommen. Ein Togetic hat sich bereit erklärt ihm die Nachricht zu bringen.“ Das war die Stimme der fremden Person, die von eben. „Luxtra.“ Mirco schien sich wohl zu bedanken. Dann knarrte es wieder. „Kannst du die Augen öffnen?“ Fragte sie. Wieder versuchte ich es, aber es klappte aber nicht. „Schon gut, quäle dich nicht weiter. Aber du bist bei Bewusstsein.“ Dann war es wieder still. Ich hörte das Atmen von Mirco, das Rauschen des Blutes in meinen Ohren, das Klirren von Flaschen und das Pfeifen des Windes durch die Ritzen. „Warte...“ Flüsterte sie. Vorsichtig hob sie meinen Kopf am und wenige Augenblicke später spürte ich eine Flasche an meinen Lippen. „Trink das. Es sollte dir helfen.“ Dem kam ich einfach nach. Die Flüssigkeit war bitter, war aber geruchsneutral. Schließlich nahm sie die Flasche weg und eine andere Flasche mit einem anderen Inhalt an meinen Mund. Diese Flüssigkeit roch süß und schmeckte auch so. Auch diese Flasche wurde bald weg genommen. „Das sollte gegen ihre Schmerzen helfen und dazu betragen, dass sie bald wieder auf ihren Beinen steht.“ Erläuterte sie wohl Mirco.
    Schließlich hörte ich Schritte. „Togetic! Togetic!“ Hörte ich das aufgeregte Stimmchen eines Pokémon und dann hörte ich Schritte. „Gefunden! Was ist passiert?“ Fragte eine fremde männliche Stimme. „Der Boden hat unter ihr nachgegeben. Ich hab ihr bereits etwas gegen die Schmerzen gegeben und für die Heilung.“ „Sehr gut. Hilfst du mir sie auf einer Liege zu heben und hinauf zu tragen?“ „Natürlich Taluga.“ Mirco nahm seinen Kopf von meinem Bauch. Kurz darauf wurde ich auf eine Liege gelegt und wurde hoch gehoben. „Wieso bist du eigentlich hier? Weißt du etwas über sie?“
    „Ihr Name ist Tialla. Ihr Trainerpass war ihr aus der Tasche gefallen.“
    „Gut und warum bist du hier?“
    „Bin öfter da.“
    „Obsidia! Hier ist es gefährlich!“
    „Nur wen man sich nicht auskennt, Taluga.“
    „Hm, fein. Wir bringen sie zu mir. Nema wird ihrer Großmutter Bescheid sagen.“ Danach herrschte Stille. Unter den Schritten meiner Träger und den Geräuschen der Natur schlief ich schließlich ein.
    Irgendwann wurde ich wieder wach. Gähnend streckte ich mich und rieb über meine Augen. Meine Kopfschmerzen waren weg. Nun lag ich in einem Bett und sah mich verwundert um. Es war ein nettes und freundliches Zimmer, in dem sehr viele Bilder hingen. Dann klopfte es kurz an der Tür. Ich sagte nichts und die Tür öffnete sich. „Ah! Du bist wach.“ Lächelte eine fremde Frau. Ihr blaues Haar war zu einem Pferdeschweif gebunden. „Wie geht es dir?“ Ich musterte sie. „Ehm... Gut soweit. Vielen Dank.“ Antwortete ich. Sie trug eine gelbe Bluse, eine violette Hose mit pinken Gürtel und braune Schuhe. „Bin ich so interessant?“ Kicherte sie und stellte ein Tablett auf dem Nachttisch ab. „Du solltest jetzt erstmal was Essen und Dich stärken. Ich war so frei und hab deine Pokémon aus ihren Bällen geholt, sie haben bereits gegessen und machen sich Sorgen um dich.“ Ich nickte betrübt. „Darf ich fragen, wie Sie heißen? Und danke für alles.“ Bedankte ich mich. „Ich bin Delia. Mein Mann und ein Mädchen aus dem Dorf haben sich hergebracht.“
    „Vielen Dank... Sind die Beiden noch da? Ich möchte mich auch bei Ihnen bedanken.“
    „Obsidia ist draußen bei deinen Pokémon. Und Taluga ist auf dem Weg zu deiner Großmutter um ihr Bescheid zu sagen, damit sie sich keine Sorgen machen muss.“
    „Ok, danke für die Auskunft.“
    „Nichts zu danken Tialla. Nun iss in Ruhe.“ Sie schenkte mit ein freundliches Lächeln und ließ mich dann allein. Auf dem Tablett stand eine Schüssel mit Suppen und ein Glas Wasser. In Ruhe aß ich, alles andere wäre auch unhöflich gewesen. Und es schmeckte gut.
    Dann dachte ich über den Vorfall nach. Mit Mirco war ich ins Haus gegangen. Dann hab ich mir die Eingangshalle angesehen. Das Mädchen, vielleicht auch jemand anders, hatte mich angesprochen. Danach erinnere ich mich an nichts mehr. Wie viel Zeit wohl vergangen war, bis dieses Mädchen mir geholfen hatte? Bestimmt nicht viel Zeit. Doch ich konnte wirklich von Glück sprechen. Mirco hätte zwar sicher auch Hilfe geholt. Doch er hätte mich alleine lassen müssen. Und sicherlich hätte es Schwierigkeiten geben, bis ihm jemand gefolgt wäre, oder? Jedenfalls war ich wirklich dankbar, dass sie da war und reagiert hat. Etwas derartiges konnte nur mir passieren.
    Seufztend aß ich auf, nahm dann das Tablett und verließ das Zimmer. Was nun? „Tialla? Bist du das?“ Rief Delia von unten die Treppe nach oben. „Eh, ja.“ „Komm runter.“ Lacht sie. Ich kam dem nach und ging in die Küche. „Dankeschön. Du solltest nun zu deinen Freunden.“ Sie lächelte und stellte das Geschirr in eine seltsam aussehende Geschirrspülmaschine an. „Mein Mann und ich haben eine Tochter, ihr Name ist Nema. Sie liebt es Dinge zu erfinden. Unter anderem auch diese Spülmaschiene.“ Sie seufzte. „Das klingt aber doch nett.“
    „Unter uns, ihre Erfindungen haben oftmals noch kleine Kinderkrankheiten.“
    „Kinderkrankheiten?“
    „Ach... Die weißen Teller hatten mal bunte Muster. Die Geschirrspülmaschine hat die Teller so sauber gemacht, dass die Teller nun weiß sind. Oder explodiert öfter mal was...“
    „Oh.“
    „Ja, oh. Aber sie macht es eben gerne und mit Leidenschaft. Daher unterstützen wir sie so gut es geht. Vor allem, es könnte sein, dass sie bald nach Almia geht.“
    „Wie alt ist sie?“
    „Etwa so alt wie. Sie ist gerade 18 Jahre alt geworden.“
    „Ich bin etwas jünger. Aber naja. Sie sind sicher sehr stolz auf sie.“
    „Du kannst mich ruhig duzen. Und ja, wir sind beide sehr stolz auf sie.“ Sie lächelte. Und dann hörten wir einen Knall. Delia lief sofort aus der Küche und zu einem Raum, aus dem weißer Rauch kam. Ich folgte ihr. Meine dunkelgrüne Bluse zog ich vor meinen Mund und lief ins Zimmer hinein. Ich hustete und sah eine Person. Am Kragen packte ich diese und nahm sie mit hinaus. Draußen ließ ich mich ins Gras fallen. Die Person zog ich dabei mit. „Uhi Uhi Uhi...“ Kam es von dieser. „Nena! Tialla! Ist alles in Ordnung?“ Delia setzte sich verwirrt zu uns. „Oh man... Versuch Nummer 38 ist fehlgeschlagen. Wieso funktioniert mein Transportabeler-Sprachen-und-Schriftübersetzter-mit-Taschenlampe-und-intigriertem-Ortungssystem bloß nicht?“ Jammerte die junge Frau. „Was für ein Teil?“ „Na mein Transportabeler-Sprachen-und-Schriftübersetzter-mit-Taschenlampe-und-intigriertem-Ortungssystem. Wer bist du eigentlich?“ Fragte sie mich unverblümt und machte ihre rote Brille sauber. „Nema, erstmal solltest du dich bei ihr bedanken. Sie hat dich nämlich heraus gezogen. Und das ist Tialla. Dein Vater und Obsidia haben sie hergebracht.“ Sie setzte sich auf und reichte mir die Hand. Auch ich setzte mich auf, skeptisch was ich von ihr halten sollte und nahm ihre Hand. Darauf fing sie an ihre Hand zu schütteln. „Ich bin Nema und angehende Wissenschaftlerin für sie Ranger Vereinigung. Das eben war meine neuste Erfindung! Nur leider kam es eben zu einer kleiner Explosion. Wo genau muss ich erst noch feststellen. Aber ich freue mich sehr deine Bekanntschaft zu machen und bedanke mich für deine Hilfe.“ Während ihres kleinen Vortrages schüttelte sie weiter meine Hand, bis ich meine Weg zog. Sie mag zwar nett und zierlich aussehen, aber dieses Mädchen hatte eindeutig sehr viel Kraft in den Händen. „Freut mich Nema.“ Sie lächelte und sah zu Firalé. „Oh bei Arceus! Was ist das für ein Pokémon?“ Sie krabbelte begeistert zu ihr und sah sie genau an. „Wow! So ein schönes Pokémon!“ Sagte sie begeistert und sah Firalé haargenau an. „Wow! Das muss eine ganz neue Art sein!“ „Ehm... Nema? Das ist Firalé, mein Pokémon. In Alola gehört es zu den Startern.“ „Oh... Das ist enttäuschend. Nichts gegen dich Firalé, du bist wirklich hübsch.“ Firalé kicherte etwas und hüpfte dann zu mir. Von ihr wurde ich umarmt. Dann kamen aus allen Ecken meine Pokémon angesprungen und es gab eine große Knuddelei. „Es ist alles gut. Ihr braucht euch keine Sorgen mehr zu machen. Aber danke für alles...“ Ich lächelte und knuddelte sie alle durch. Nemas Augen leuchteten. „Wow... Du bist eine Pokémon-Trainerin!“ Ich nickte. „Ja, ist das Verwunderlich?“ Sie nickte. „Sowas gibt es hier nicht.“
    „Wieso nicht?“
    „Ach keine Ahnung.“
    „So stimmt das ja nicht Nema. Hier in der Region leben wir friedlich mit den Pokémon zusammen. Wir helfen uns gegenseitig und passen auseinander auf. Es gibt Pokémon, die sich bei Menschen sehr wohl fühlen. Aber es gibt keine Kämpfe und keine Bälle.“ Erläuterte Delia mir. Ich nickte. „Sowas hab ich noch nie gehört.“ Gab ich ehrlich zu und kuschelte mich Niles. „Ist ja auch etwas ungewöhnlich. Aber das nicht nur hier so.“ „Das stimmt. Papa hat erzählt, daß in Almia und Fiore es auch sehr wenige bis gar keine Trainer gibt. Dort gibt es auch keine Arenen, oder Wettbewerbe. Deswegen sind diese drei Regionen sehr unbeliebt bei jungen Menschen.“ Schweigend hörte ich zu. „Aber sie sind reich an Kultur...“ Fügte Delia hinzu. „Warum bist du eigentlich hier Tialla?“ Fragte dann eine männliche Stimme. Ich schreckte hoch und drehte mich um. „Tut mir Leid. Ich bin Taluga.“ Er sah mich entschuldigend an und setzte sich dazu. „Deine Pokémon sind bemerkenswert. Sie sind stark und loyal.“ Dabei streichelte er Sedsia. Diese zuckte zusammen, sie hatte wohl gerade mal wieder geträumt. Er lachte etwas. „Ich wollte meine Großmutter besuchen und... Etwas forschen...“ Meinte ich nur knapp. Sie waren nett, sehr nett, aber ob ich wirklich ihnen vertrauen konnte? Ich kannte sie einfach nicht gut genug. „Wie hat meine Großmutter auf den Unfall reagiert?“ „Glücklich war sie wirklich nicht. Am Liebsten wäre sie mitgekommen.“ So war sie eben. „Ich sollte dann gleich nach Hause.“ Er nickte. „Ja, das klingt gut.“
    Meine Großmutter meinte doch, Delia könnte mir eventuell helfen. Vielleicht sollte ich sie doch einfach fragen. „Ich hab eine Frage Delia.“
    „Natürlich, frag einfach.“
    „Gibt es eine Legende, die alle Regionen betrifft?“ Sie überlegte, dafür legte sie ihre Hand an ihr Kinn. „Hmmm... Hmm... Also, spontan fällt mir nur die Legende von Groudon und Kyogre ein.“ Meine Hand knallte gegen meinen Kopf. Natürlich, warum war ich nicht selber darauf gekommen? „OK, vielen Dank.“ Ich kam mir so dämlich vor. „Warum fragst du?“ Fragte dann Nema. „Ach. Ein Kumpel und ich haben eine Wette am Laufen. Nichts dramatisches.“ Winkte ich ab und hoffte, dass meine Lüge nicht aufflog. So wirklich gut war ich im Lügen nicht. Aber was sollte ich denn sonst sagen? „Ich geh dann mal. Wenn ich Irgendwann mal etwas für euch tun kann, dann sagt es. Wirklich vielen Dank für eure Hilfe.“ Bedankte ich mich. „Kein Problem. Pass in Zukunft bitte etwas besser auf dich auf.“ Wurde ich von Taluga geben. „Natürlich, vielen Dank noch einmal.“ Bedankte ich mich erneut und rief meine Pokémon zurück. Danach fiel mir aber noch etwas auf. „Was ist mit diesem Mädchen? Diese... Obsi...“ Die Familie sah sich verwundert um. „War sie eben noch hier Papa?“ „Ne, da schon nicht mehr.“ „Oh... Da haben wir sie wohl versehentlich verjagt.“ Lachte dann Delia verlegen. „Wuppsi.“ „Ich such sie dann eben schnell. Dankeschön.“ Und damit lief ich los. Weit konnte sie ja noch nicht​ sein, hoffte ich zumindest.
    Somit lief ich einfach los. Mirco rief ich wieder hervor. Schließlich hatte er dieses Mädchen gesehen, während ich nur ihre Stimme gehört hatte. „Bitte Mirco, kannst du sie finden? Ich möchte mich bedanken.“ Er nickte und lief los. Zwar hatte ich Mühe ihm zu folgen, aber es ging voran.
    Und schließlich lief ich hinter ihm einen kleinen Abhang hinunter und hatte viel Schwung drauf. Ich kam ins stolpern und fiel hin. „Uff.“ Als ich meine Augen öffnete sah ich ein paar schwarze Boots. „Da ist wohl jemand recht ungeschickt.“

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1510256245
Pokémon - Blutlinie
Pokémon - Blutlinie
Die Welt der Pokémon beherbergt viele Legenden und Mythen. Und hinter Fiktion versteckt sich nicht selten Wahrheit. Dies müssen auch auch bald vier junge Leute verstehen.
http://www.testedich.de/quiz51/quiz/1510256245/Pokmon-Blutlinie
http://www.testedich.de/quiz51/picture/pic_1510256245_1.jpg
2017-11-09
407H
Pokemon

Kommentare (1)

autorenew

Mew ( von: Mew)
vor 10 Tagen
Ich hoffe, du schreibst weiter, denn ich finde diese Geschichte sehr spannend ^^