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Haselschweif's Fehler

Nach Haselschweif's Ernennung zum Krieger verliebt er sich in die hübsche Windclan-Kätzin Brombeerherz. Doch als Silberblüte, die ihn seit sie ein Junges war liebt, sein Geheimnis lüften will, begeht Haselschweif einen großen Fehler...

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    Ich wache auf. Alles um mich herum ist dunkel, aber langsam erkenne ich einen Wald. Ich bin im Wald der Finsternis. Ich schaue mich um und begreife."Nein! Bitte nicht! Es tut mir so leid Silberblüte!"

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    "Haselpfote, kommst du bitte? Wir können nicht ewig warten.", rief meine Mentorin Federfell. "Ich komme schon!", rief ich verschlafen zurück. Warum musste Lilienschweif uns auf Morgenpatrouille schicken. Ich tapste aus dem Bau und über die Lichtung auf Federfell zu. " Komm, du Schlafmütze.", meinte Silberpfote, die auch dabei war,"Wir wollen endlich los!" meinte sie und sprang zum Lagereingang. "Sie ist soooooo besserwisserisch!", meckerte ich, "Obwohl ich schon einen Mond länger trainiere als sie weiss sie immer alles besser! Sie nervt!" "Hör auf zu meckern und lauf!", meinte Federfell genervt. "Du bist ja kaum zu ertragen! Und jetzt los, wir wollen sie doch noch einholen!" Dann sprang auch er zum Lagereingang. Ich sprang hinterher.Als wir nach einer Weile an der Grenze zum Flussclan angekommen waren, vernahm ich einen unbekannten Geruch. "Federfell, was ist das für ein Geruch?", fragte ich. Federfell kam zu mir gelaufen."Wo hast du ihn gerochen?", fragte sie. "Hier.", meinte ich und zeigte auf ein Büschel Farn hinter mir. Federfell schnüffelte und zischte leise auf. "Dachs und zwar frisch. Los, wir verschwinden und sagen Wolkenstern bescheid...", sagt sie und drehte sich um.

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    "Dachs!", fauchte meine Mentorin. "Silberpfote, renn zum Lager und hohl Verstärkung!" "Aber...!", meinte Silberpfote. "Sofort!", fauchte Federfell und sprang vor um dem Dachs einen kräftigen Hieb auf die Schnauze zu verpassen. Dann sprang sie wieder zurück und fing an den Dachs zu umkreisen. Ich machte ihr nach und begutachtete schnell die Lichtung: sie war relativ klein, von Brombeeren umgeben, den einzige Ausweg versperrte der Dachs. "Ich lenke den Dachs ab und du holst Hilfe!", miaute ich zu Silberpfote."Ok.", antwortete sie und fing an sich am Rand der Lichtung entlang zu schleichen. Ich sprang den Dachs an und verpasste ihm einen tiefen Kratzer in die Seite. Sein Kopf schwenkte um und der Dachs versuchte mich zu schnappen. In dem Moment sprang Federfell auf den Dachs auf und zerkratze ihm den Rücken. Der Dachs schüttelte sie ab und versuchte nach mir zu schnappen. Ich wich aus und verpasste ihm einen harten Schlag auf die Schnauze. Federfell, die am Rand der Lichtung lag, stand mühsam auf und versuchte sich in das Hinterbein des Dachses zu verbeissen. Dieser schüttelte sie ab und wand sich ihr zu. Ich versuchte, auf den Dachs zu springen, aber er war zu groß.
    Der Dachs hatte inzwischen Federfell erreicht. Er packte sie an der Kehle bis sie schlaff in seinem Maul hing. "Nein! Federfell!", rief ich und versuchte erneut auf den Dachs zu springen. Diesmal gelang es mir und ich verbiss mich im Nacken des Tieres. Der Dachs liess Federfell fallen, die sich nichtmehr rührte. Er versuchte mich abzuschütteln, aber ich liess nicht los. Ich war immer noch in seinen Nacken verbissen, als der Dachs versuchte, nach mir zu schnappen. Er erwischte meine Vorderpfote und ich liess erschöpft von ihm ab. Dann versuchte ich mit letzter Kraft, die bösartigen, kleinen schwarzen Augen zu zerkratzen. Ich sprang und hörte am aufbrüllen des Dachses, dass ich ihn getroffen hatte und sah, das sein rechtes Auge zerkratzt war. Ich fauchte und versuchte, Federfell zu verteidigen, aber der Dachs machte taumelnd kehrt und verschwand von der Lichtung. "Komm nie wieder!", rief ich dem Dachs hinterher. erschöpft taumelte ich zu Federfell und steckte meine Schnauzte in ihr noch warmes Fell, aber es war zu spät. Meine Mentorin war tot.

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    Als Federfell den Dachs ansprang, war ich erstarrt vor Angst. Haselpfotes Stimme riss mich aus meiner Angst:"Ich lenke den Dachs ab und du holst Hilfe!", miaute er zu mir."Ok.", antwortete ich und fing an mich am Rand der Lichtung entlang zu schleichen. als Haselpfote den Dachs ansprang verharrte ich kurz, dann besann ich mich und flitzte von der Lichtung. Ich rannte durch den dichten Wald und sprang über einen Baumstamm. Am Lager angekommen drosselte ich mein Tempo und schlüpfte durch den Brommbeertunnel, der der Eingang zu unserem Lager war. Auf der Lichtung sah ich Lilienschweif, die sich mit ihrem Gefährten Birkenfell die Zunge gab. Ich rannte zu ihr. "LIlienschweif, Federfell und Haselpfote brauchen Hilfe! Wir wurden von einem Dachs angegriffen und ich wurde losgeschickt um Hilfe zu hohlen.", miaute ich. Lilienschweif sprang auf. "Wir müssen ihnen helfen. Wieselpelz, Birkenfell, Weisschweif und Lichtnase, kommt mit. Silberpfote für uns hin!" "Mach ich.", miaue ich und rann zum Lagereingang "Schnell!" Ich rannte aus dem Lager, die anderen hinter mir her. Als wir fast an der Lichtung angekommen waren sah ich den Dachs auf uns zukommen. Lilienschweif und Wieselpelz gingen in Kampfstellung, aber der Dachs taumelte an uns vorbei und verschwand in den nahen Büschen. "Wieselpelz, du und Birkenfell, ihr folgt dem Dachs und schaut das er von unserem Territorium verschwindet. Weisschweif, Lichtnase, Silberpfote und ich gehen weiter zur Lichtung.", meinte Lilenschweif. "Machen wir!", miaute Wieselpelz, und rannte dem Dachs hinterher, Birkenfell folgte ihm. Als wir auf die Lichtung kamen, sah ich Haselpfote an der Seite von Federfell liegen, erschöpft und traurig. Ich realisierte, das Federfell tot war.

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    "Haselpfote!", rief ich erschrocken und rannte zu ihm. "Was ist passiert?" "Der Dachs... er hat Federfellgepackt und geschüttelt...", miaute Haselpfote kummervoll. "Du hast getan was du konntest.", miaute ich leise. "Komm mit zum Lager, Moosherz wird deine Wunden versorgen wollen. Und der Clan muss Federfell die letzte Ehre erweisen." Haselpfote nickte erschöpft und stand auf. Weißschweif lud Federfell auf ihren Rücken. Lichtnase stützte sie und die beiden liefen von der Lichtung, Lilienschweif folgte ihnen. "Kommt ihr beiden.", miaute sie sanft, und ich und Haselpfote folgten den anderen. Ich bemerkte, dass Haselpfote sich an mich lehnte, und ich stützte ihn. Im Lager angekommen sah ich Birkenfell und Wieselpelz die gerade Wolkenstern Bericht erstatteten. "Lilienschweif, geht es Federfell und Haselfote gut?", fragte Wolkenstern. "Haselpfote hat ein paar böse Kratzer, aber ansonsten geht es ihm gut.", antwortete Lilienschweif."Und was ist mit Federfell?", fragte Wolkenstern, sichtlich besorgt. "Sie hat tapfer gekämpft, aber sie hat ihr Leben gelassen, um Haselpfote zu schützen.", miaute Lilienschweif traurig. "NEIN!", rief Wolkenstern in den dämmernden Abendhimmel. Federfell war ihr einziges Junges gewesen. Sie würde gewiss um sie trauern. "Hoffen wir, dass ihr Tod nicht vergebens war.", miaute sie voller Trauer und sprang auf den Groß Fels. "Ich befehle allen Katzen, die Beute fangen können, sich am Groß Fels zu versammeln!", rief sie laut, und ich beobachtet, wie die Katzen auf die Lichtung strömten. "Wir haben uns hier versammelt um eine erfreuliche Zeremonie durchzuführen.", miaute Wolkenstern, "Haselpfote hat sich heute als Krieger bewiesen, indem er einen Dachs vertrieben hat, nachdem seine Mentorin Federfell ihr Leben geopfert hatte, um ihn zu schützen. Haselpfote, trete vor. Ich rufe meine Ahnen an um ihnen diesen Schüler zu präsentieren. Er hat hart gearbeitet um euer edles Gesetz zu erlernen. Haselpfote, gelobst du deinem Clan treu zu sein, selbst wenn es dich dein Leben kostet" "Ich schwöre es.", miaute Haselpfote mit ernsthafter Stimme. "Dann ernenne ich dich zum Krieger. Dein Name wird Haselschweif sein. Der Clan ehrt deinen Mut und deine Treue und heisst dich als volles Mitglied des Clans willkommen!"
    Haselschweif leckte respektvoll Wolkensterns Schulter. "Haselschweif, Haselschweif.", rief der Clan. Ich war stolz auf Haselschweif, den ich Liebte ihn.

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    Das war meine erste Große Versammlung als Krieger. Es war ein Viertel Mond seit Federfells Tod vergangen. Ich war sehr aufgeregt. Der Windclan und der Flussclan waren schon da, nur der Donnerclan war nicht da. Ich gesellte mich zu Brombeerpfote, die ich schon öfter auf der Versammlung gesehen hatte. Brombeerpfote war eine wunderschöne schwarze Windclan-Kätzin. "Hallo Brombeerpfote!", miaute ich und ließ mich neben ihr nieder. "Haselpfote!", antwortete sie mir. "Du wirst mir nicht glauben, aber ich bin jetzt Haselschweif!", miaute ich begeistert. "Das ist ja fabelhaft! Du musst mich jetzt aber auch Brombeerherz nennen.", antwortete sie und leckte sich verlegen das Brustfell. "Das ist ja wunderbar!", rief ich und schlang meinen Schweif um ihren. "Du, Haselschweif...", miaute sie leise. "Was ist?", fragte ich. "Ich... ich würde mich gerne mit dir treffen, morgen Nacht.", stotterte sie. "Was?" flüsterte ich. Ich rannte davon und achtete nichtmehr auf die Versammlung. Als ich wieder im Lager in meinem Nest war, dachte ich über das was Brombeerherz gesagt hatte und fasste den Entschluss, zu dem Treffen zu kommen.

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    *7 Monde später*
    "Warum bist du immer so müde?", fragte mich Silberblüte. "Ich antwortete nicht. Seit 7 Monden traf ich mich mit Brombeerherz, und war sehr glücklich. Heute Abend würde ich mich wieder mit ihr treffen. Der Tag flog an mir vorbei, und ich verpasste eine fette Waldmaus. Am Abend schlich ich mich aus dem Lager und zu der Lichtung auf der Federfell gestorben war, da diese knap ausserhalb der Clan-Grenzen lag. Brombeerherz wartete schon auf mich und begrüsste mich mit erhobenen Schweif. "Haselschweif!", rief sie und begrüsste mich Schnauze an Schnauze. "Brombeerherz.", schnurrte ich und wir verschlungen unsere Schweife. "Du, Haselschweif, ich muss dir was sagen.", miaute sie. "Ich erwarte Junge!" "Was? Aber das ist fantastisch!", meinte ich. "Nein, das ist ein Desaster!", fauchte Silberblüte, "Was machst du hier? Dein Clan vertraut dir und du hast Junge mit dieser Windclan-Kätzin! Ich werde das Wolkenstern melden!" "Silberblüte, bitte, sag niemandem etwas von mir und Brombeerherz. Wir sind doch Freunde!", bettelte ich. "Nur FREUNDE!", fauchte sie, "Ich dachte du würdest wie ich fühlen! Ich liebe dich, und deshalb werde ich dich verraten. Ich kann und will nicht mitansehen müssen, wie du deinen Clan betrügst! Ich gehe jetzt.", und drehte sich um. "Silberblüte! Bitte!", rief ich. Sie drehte sich um und starrte mir in die Augen. "Nein Haselschweif, es ist vorbei!" flüsterte sie und wante sich um. Ich sprang auf ihren Rücken. "Du wirst niemandem etwas sagen!", fauchte ich und biss in ihre Kehle. Ich biss fest zu und nach ein paar Sekunden rührte sie sich nichtmehr. Silberblüte war tot.

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    "Haselschweif, wie konntest du nur?", rief ich. "Brombeerherz, ich liebe dich. Ich musste verhindern das sie unser Geheimnis preisgab! Du musst das doch Verstehen!", antwortete er."Das ist nicht der Haselschweif den ich kenne! Ihr wart Freunde, bedeutet das dir gar nichts! Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben!", fauchte ich und stolzierte davon. "Das wirst du noch bereuen!", rief er mir hinterher. Ich rannte von der Lichtung und in Richtung des Lagers. Ich konnte nicht ahnen, wie böse Haselschweif war.

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    *6 Monde später*

    "Sliberjunges, Federjunges, kommt wieder rein!", rief ich. Es war eine vergleichsweise milde Blattleere. Der Schattenclan hatte dem Windclan den Krieg erklärt. Haselschweif hatte mir Silberblütes tot zugeschoben, daraufhin hatte Wolkenstern dem Windclan den Krieg erklärt. Wir kämpften schon seit Monden. Plötzlich hörte ich einen Schrei vom Lagereingang. Dann brachen die Schattenclankrieger in unser Lager ein, allen voran Haselschweif. Er stürmte auf die Lichtung und schaute sich um. Dann rannte er direkt auf mich zu. Die meisten unserer Krieger waren auf Patrouille. E kam vor mir zu stehen und knurrte: "DU! Ich habe Rache geschworen und du wirst Rache erleben. Was für schöne Junge, aber leider noch so klein! Eine leichte Beute!" "Verschone Feder- und Silberjunges und nimm stattdessen mich!", fauchte ich. "Aber es wird ein viel größeren Schmerz verursachen, wen du deine Jungen sterben siehst!", knurrte er und sprang zu Silberjunges. "Wer bist du?", fiepte sie erschrocken. "Ich bin dein Vater.", antwortete er und schlitzte ihr die Kehle auf. Ihr kleiner Körper zuckte und lag dann still da. "NEIN!", rief Brombeerherz und warf sich auf Haselschweif. Sie verbiss sich in seiner Kehle und liess nicht los, bis sein Körper erschlaffte. Haselschweif war tot. "War das wirklich mein Vater?", fiepte Federjunges. "Ja, das war er.", antwortete ich. Dann ordnete ich erschöpft meine Pfoten und schlief ein.



    ENDE

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