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Achtung! Dies ist nur ein Teil einer Fortsetzungsgeschichte. Andere Teile dieser Geschichte

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BTS - lange Lovestory pt.2

    1
    Jimin:
    Ich kam als erster in den Raum und prustete los. Das Bild, was sich mir bot war einfach zu komisch. Jungkook stand in einer ziemlich gebückten Haltung, die Hände schützend über den Kopf und konnte sich kaum auf den Beinen halten, während SuMi ihn mit einem Kissen verdrosch. Ich wollte definitiv keine Sekunde daran zweifeln, dass Jungkook sich durchaus verteidigen könnte. Er war ja schließlich unser *Killerkeks*. So hatte ihn Tae mal irgendwann getauft. Insider halt. „Nimm! Es! Zu!- Rück!“, rief SuMi atemlos und knallte ihm mit jedem neuem Atemzug das Kissen wieder über die Ohren. Jungkook kicherte bloß, kapitulierte dann aber schließlich und sagte: „Okay, okay schon gut. Hab’s kapiert kleines. Ich nenn die nieeee wieder Mi Mäuschen.“ „Mi Mäuschen?“, echote Suga der neben mir aufgetaucht war belustigt. Tae, Hoseok, Namjoon und Jin prusteten los. SuMi, die inzwischen von Kookie abgelassen hatte, warf den anderen giftige Blicke zu, lachte dann aber doch mit. Ein echt süßes Lachen hatte sie.
    Inzwischen hatten wir uns halbwegs wieder eingekriegt außer Hoseok und Jin. Ich sag‘s euch Leute wenn die Beiden einmal angefangen hatten zu lachen, dann… puhh keine Ahnung aber man könnte sich echt kringeln. Das plötzliche Klingeln eines Handys ließ uns zusammenfahren. „Ist meins“, sagte SuMi, kramte es unter einem Kissenberg hervor, klappte es auf und nahm an. „Annyeong eomma!“, begann sie, stockte dann aber. Plötzlich weiteten sich ihre Augen und sie rief erschrocken: „Omo! Jinjja?“ Stille. Dann: „Nein Mama. Bitte nicht. Ich will nicht nach Hongkong!“ Ich schaute die anderen besorgt an. Als ich sah, dass SuMi ihr Gespräch beendet und aufgelegt hatte, ging ich sofort zu ihr und nahm sie in meine Arme. „Willst du uns erzählen, was passiert ist?“, fragte ich vorsichtig als ich mich wieder von ihr löste. Als Antwort bekam ich nur ein Schluchzen, aber sie nickte. Gemeinsam mit Jin bugsierte ich sie vorsichtig zum Sofa und die anderen setzten sich dazu. Da kein Platz mehr für Namjoon und Suga war, setzte sich Namjoon auf ein Kissen auf dem Boden und Suga auf IHREN Sessel. Ich hätte erwartet, dass sich SuMi mit einem Kissen auf Suga stürzt und ihm eintrichtert, dass das ihr Sessel sei, so wie sie es bei jedem von uns gemacht hatte, aber sie sah ihn nur stumm an ohne etwas zu sagen und holte tief Luft. Dann begann sie von dem Telefonat zu erzählen: „Meine Mom hat gesagt, dass sie und Dad morgen früh in die Staaten fliegen müssen, weil dass der Chef von meinem Dad so will. Und dort sollen sie für zwei bis drei Monate bleiben. Und Mom hat gesagt, dass ich solange zu meiner Tante nach Hongkong soll, damit jemand auf mich aufpassen kann. Und solange kann ich nicht arbeiten gehen.“ Ihr entfuhr ein Schluchzer und sie ergänzte leise: „Solange kann ich nicht zu euch allen.“ Tröstend drückte ich ihren Arm und sagte: „Wir finden schon eine Lösung.“ Dankbar lächelte sie mich an. „Schluss mit trauern ich habe eine Lösung!“, rief Hoseok, „Allerdings hält die Lösung nur kurz an, aber sie bessert die Laune!“ Fragend sah SuMi ihn an und er trötete: „Gruppenknuddeln!“ Lachend standen wir auf und schlossen SuMi in eine Gruppenumarmung. „Komm du auch Yoongi“, rief ich Suga zu, der daraufhin nur den Kopf schüttelte. Tja er war so einen innigen Familienkram überhaupt nicht gewöhnt und es gab eine Sache, dass wussten wir alle, die er hasste wie die Pest: Gruppenknuddeln. Zu meinem Erstaunen hob SuMi den Kopf und sagte leise: „Komm schon Yoongi. Tu’s einfach.“ Einen sehr langen Augenblick starrten sie sich einfach nur an und schließlich murrte er irgendwas, kam aber zu uns und ließ sich widerwillig mit einschließen. Ich genoss diesen Augenblick einfach nur. Es war nur eine simple Umarmung, aber das Gefühl jemanden trösten zu können war einfach… ja unbeschreiblich. Viel zu schnell für mich lösten wir uns wieder auf und Namjoon sagte plötzlich: „Ich habe eine Idee. Aber ich weiß nicht, ob es klappt“, und schwupp war er mit dem Handy in der Hand zu Tür rausgestürmt.

    2
    SuMi:
    Ich hatte diese Umarmung echt genossen. Kookie hatte so nah bei mir gestanden und seine Arme um mich gelegt. Die anderen waren zwar auch beteiligt gewesen aber für mich hatte es diesen winzigen Augenblick nur Jk und mich gegeben. Tja bis wir von Tae fast zerquetscht wurden und sich schließlich alle befreit hatten. Dann hatte Namjoon verkündet, dass er eine Idee hat und war abgerauscht. So liebe Leute und da waren wir wieder alle zusammengequetscht auf dem Sofa, dass dieses Mal alle darauf passten und warteten gespannt auf Namjoons Rückkehr. Eingequetscht zwischen Jimin und Kookie zappelte ich unruhig hin und her soweit das zumindest möglich war. Nach einer gefühlten Ewigkeit wurde die Tür plötzlich aufgerissen und Namjoon kam mit BTS‘ Manager im Schlepptau herein. Ein breites Grinsen im Gesicht räusperte sich Namjoon und erzählte begeistert seine Idee: „Alsooo…“, machte er und setzt provokant eine lange Pause ein. „Nun sag schon Nam spann uns doch nicht so auf die Folter“, quengelte Jin ungeduldig. Noch immer grinsend wie ein Honigkuchenpferd ließ Namjoon endlich die Bombe platzen: „SuMi darf die zwei bis drei Monate bei uns wohnen!“ Fassungslos starrte ich ihn an. Hat er das gerade wirklich gesagt? Dann sprang ich kreischend auf und umarmte ihn Stürmisch. „Danke Joonie! Danke! Danke! Danke! Ich rufe gleich meine Eltern an und frage sie“ „Nicht nötig SuMi“, schaltete sich der Manager ein, „Ich habe gerade mit ihnen telefoniert und sie waren einverstanden und bringen dann nachher deine Sachen vorbei.“ Nun fiel ich auch ihm um den Hals und bedankte mich noch tausendmal. Dann drehte ich mich wieder zu den anderen um und sie strahlten um die Wette. Außer Yoongi. Er sah nicht sonderlich begeistert aus. Ich ignorierte das und ließ mich erst mal von allen anderen einzeln noch einmal in die Arme schließen. Als Jungkook mich umarmte kribbelte es auf einmal wie verrückt in meinem Bauch und ich schmiegte mich unbewusst an ihn. Er schien es zu bemerken aber dachte sich sicher nichts dabei. Dann löste er sich auch schon wieder von mir und gesellt sich zu Tae. Mann ich war so bescheuert. Warum musste ich mich auch so an ihn drücken? Hilfe.

    3
    *Zeitsprung: Bei BTS zu Hause*
    Ich stellte Jerrys Motor ab stieg aus. Jin ging als erster, schloss die Tür auf und sagte mit einer anmutigen Verbeugung: „Willkommen in unserem bescheidenem Heim“ Ich kicherte und erwiderte: „Danke gnädiger Herr ich bin durch unsere vielen Treffen schon mit eurem *bescheidenem Heim* vertraut“ Wir gingen rein, zogen unsere Schuhe aus und fläzten uns erstmal auf die riesige Couch. „Ähm Leute wir haben uns noch keine Gedanken gemacht wo ich schlafen soll“, sagte ich dann und sah die Members abwartend an. „Du kannst ja wenn du magst gerne auf der Couch schlafen“, schlug Namjoon vor. Ich wollte schon etwas erwidern, da erklärte Yoongi, als hätte er meine Gedanken gelesen: „Also Namjoon ich denke SuMi braucht einen Rückzugsort für sich alleine, wenn sie mal die Nase voll von uns haben sollte. Wenn niemand was dagegen hat, kann sie in mein Zimmer und ich schlafe solange auf der schönen Couch hier.“ Jap. Und da war er wieder. Der Gentleman-Yoongi. Ich wurde einfach nicht schlau aus ihm. Gerade hatte er noch ausgesehen als ginge die Welt unter, nur weil ich jetzt bei BTS wohnte (Also für die nächsten zwei bis drei Monate) und jetzt war er auf einmal so unfassbar nett zu mir. Dennoch sah ich ihn dankbar an und sagte: „Das wär toll.“ „Dann wäre das besprochen Mi“, entschied Kookie und grinste mich frech an. Ich grinste zurück und versuchte das aufgeregte Flattern in meinem Bauch zu ignorieren. Bloß nicht rot werden SuMi. Bloß nicht rot werden, ermahnte ich mich gedanklich. Jin rettete mich und fragte: „Wie wäre es wenn SuMi jetzt ihre Sachen hoch in Yoongis Zimmer bringt und ich und die Jungs fahren einkaufen, damit ich uns dann was kochen kann? Achso halt wir sollten deinen Eltern versprechen, dich nicht alleine zu lassen, also würde ich sagen, dass Yoongi SuMi beim Koffer tragen hilft und mit ihr hier bleibt. Ihr könnt euch dann ja auch ausruhen“, ratterte er runter und holte erst mal wieder tief Luft. „Zu Befehl eomma Jin“, grinste Tae und alle lachen. Wir standen auf und verließen zusammen das Haus. Jin, Namjoon, Hoseok, Tae, Jimin und Jk gingen zu Jins heiß geliebtem Van, stiegen ein und fuhren los. Ich winkte ihnen noch zum Abschied und ging dann zu Jerry um meine Koffer zu holen. Meine Eltern hatten wirklich alles eingepackt was mir wichtig war. Ich versuchte, die drei Koffer aus dem winzigen Kofferraum zu befreien, aber ich scheiterte kläglich. Yoongi, der neben mir aufgetaucht war grinst belustigt, schob mich zur Seite und holte meine Koffer heraus. Gemeinsam bugsierten wir sie nach drinnen. „Yoongi warte mal bitte ich kann nicht mehr“, keuchte ich, als ich neben ihm meine Schuhe auszog. „Schon klar“, sagte er, „mach’s dir bequem ich trag’s hoch.“ „Du bist ein Schatz“, grinste ich und flitzte zur Couch um mich mit Schwung darauf zu werfen. Ich war fast an der Couch da rief mir Yoongi hinterher: „Das weiß ich doch. Achso wenn du die Couch kaputt machen solltest, dann hab ich kein Bett und muss bei dir schlafen, also überleg dir, ob du da drauf springen willst.“ Er schnappte sich die Koffer und ging ohne ein weiteres Wort nach oben. Völlig sprachlos schaute ich ihm hinterher, bremste ab und setze mich vorsichtig auf das Sofa. Himmel hatte er das gerade wirklich gesagt? Wenn er Jk gewesen wäre dann hätte ich mit Vergnügen die Couch kaputt gemacht… aber Yoongi? Ich wollte gerade die Augen zu machen, da polterte es oben und man hörte Yoongi fluchen. Ich sprang auf und flitzte die Treppe nach oben und dann in sein Zimmer. „Was ist denn bei dir passiert?“, fragte ich. „Ich bin gegen diese verdammte Tür gerannt und dabei ist sie mir irgendwie auf die Wange geknallt. Aber es geht schon wieder“, informierte er mich mit zusammengebissenen Zähnen. Ich blickte ihm ins Gesicht und… „Scheiße“, entfuhr es mir, „du hast da eine ziemlich miese Platzwunde auf der Wange. Ich geh mal schnell das Verbandszeug holen und du setzt dich am besten unten auf das Sofa damit ich dich verarzten kann. Tut…“ „Hey“, unterbrach mich Yoongi sanft, aber bestimmt, „Ist schon okay. Mach dir nicht so viele Gedanken“ Ich brummte nur irgendwas von „Ich verarzte dich trotzdem“ und schob ihn in Richtung Treppe. Ich holte schnell den kleinen Arztkasten aus dem Bad und ging ins Wohnzimmer wo Yoongi ergeben auf dem Sofa saß und mich abwartend anschaute. „So ich werde das jetzt erstmal desinfizieren, dass könnte allerdings wehtun…“, begann ich und fing an, ihn zu verarzten. Wer hätte auch gedacht, dass der Junge sich beim Koffertragen verletzt meine Güte.

    4
    Yoongi:
    Die Art wie sie mich verarztete, wie konzentriert sie aussah… sie sah einfach echt süß aus. „Du machst dir sorgen um mich, hmm?“, murmelte ich mehr zu mir selbst als zu ihr. „Was ist?“, fragte SuMi und schaute mich mit ihren großen, dunklen Augen an. „Danke fürs Verarzten“, schwindelte ich und sah zur Seite. „Gerne“, murmelte sie und gähnte. Oh Mann ich sah ihr an, wie müde sie war. „Komm setz dich kurz“, forderte ich sie auf und klopfte auf den Platz neben mir.

    5
    SuMi:
    „Komm setz dich kurz“, forderte er mich auf und klopfte auf den Platz neben sich. Die plötzliche Müdigkeit, die mich übermannte siegte und ich schleppte mich neben ihn und schloss die Augen. „Danke“, murmelte ich matt. Der Tag heute hatte mich echt mitgenommen. „Bitte“, antwortete Yoongi mit viel zu rauer Stimme und legte einen Arm um mich, sodass ich meinen Kopf an seine Schulter anlehnen und mich ausruhen konnte. Ich war echt zu müde um Widerstand zu leisten und ihn zu fragen, warum zur Hölle er seinen Arm so um mich gelegt hatte. Ich war auch zu müde um jetzt überhaupt irgendwas zu denken. Und ich ahnte überhaupt nicht, dass dieses kleine Ereignis und dieses sichere Gefühl, dass er mir gab, mein komplettes Leben durcheinanderbringen würde. Genauer gesagt mein Herz. Mein Herz, von dem ich eigentlich gedacht hatte, dass es Kookie gehörte, mein Herz, dass immer wenn ich in Yoongis Nähe war verräterisch pochte und mein Herz, das wollte, dass ich mich nie wieder aus dieser Umarmung befreite. Tja. Ich war eben zu müde um all das zu merken und schlief einfach ein. Eng an Yoongi gekuschelt und mit dem Kopf auf seiner Schulter.

    6
    Ich wurde von Topfklappern und dem Gelächter der Jungs geweckt. Ich drehte den Kopf zur Seite, dorthin, wo Yoongi gewesen war. Aber er war verschwunden. Vielleicht hatte ich mir das Ganze auch nur eingebildet. Schließlich war ich vorhin ziemlich geschafft gewesen. Ich warf einen Blick auf die Uhr. Zehn nach sechs war es. Puh. Da hatte ich tatsächlich satte zwei Stunden geschlafen. Aber es hatte mir wirklich gut getan. Ich fühlte mich nicht mehr so geplättet wie vor noch zwei Stunden. Weiter mit denken kam ich nicht, denn ich hörte Jungkook sagen: „Ich gehe mal schauen, ob SuMi aufgewacht ist“, und stellte mich schlafend. Die Antwort, die von Tae kam ließ mich mit geschlossenen Augen die Stirn runzeln. „Mach das Kookie, aber bleib nicht zu lange bei ihr, ich will dich dann wiederhaben.“ Tae hatte zwar nur leise gesprochen aber ich hatte es trotzdem gehört. Was ging denn da ab? Ich merkte wie es mir einen kleinen Stich versetzte, als Jk genauso leise zurückgab: „Klar. Bin gleich wieder da.“ Ich hörte wie er sich bemüht leise durch das Wohnzimmer zum Sofa schlich und sich neben mir niederließ. Sanft streichelte er mir den Arm und sagte: „Aufwachen Mi. Es gibt gleich Essen.“ Ich brummte etwas unverständliches, öffnete die Augen und setzte mich auf. Jungkook rutschte näher an mich heran und wollte seinen Arm um meine Schultern legen, da kam Jin ins Wohnzimmer und rief laut: „Essen!“ „Ja wir kommen“, antwortete ich schnell und flüchtete in die Küche bevor Jungkook merken konnte, dass ich rot geworden war. Jimin fing mich auf dem Weg ab und musterte mich. Dann grinste er wissend und umarmte mich. „War was mit Jk?“, fragte er leise, sodass nur ich es hören konnte. „Nee“, machte ich, „bin geflüchtet.“ Jimin hob die Augenbraue, sagte aber nichts mehr sondern schob mich wieder in Richtung Wohnzimmer, da es mit dem Esszimmer verbunden war. Jimin wusste von meinen Gefühlen und dass Jk seit Ewigkeiten mein Bias war. Ihm konnte ich einfach alles erzählen, da er mir von den ganzen Members am Nächsten stand. „Soll ich euch nicht beim Tischdecken helfen?“, fragte ich verwirrt. „Nö, das machen wir schon. Setz dich einfach auf deinen Stuhl und schau wie toll wir sind“, sagte Jimin schelmisch und ging zurück in die Küche, um Schüsseln zu holen. Ich setzte mich auf meinen Stuhl und blickte zum Sofa. Kookie war aber auch schon abgezischt. Während die Jungs den Tisch deckten und um mich herumwuselten, dachte ich darüber nach, was Tae vorhin zu Jk gesagt hatte. Was zum Henker hatte er gemeint? Er hatte wie ein eifersüchtiger Freund geklungen. Zum Weiternachdenken kam ich nicht, denn Hoseok die Grinsebacke ließ sich neben mir auf seinen Stuhl plumpsen, wartete ungeduldig, bis auch alle anderen saßen und krache sich schließlich seine Schale randvoll mit Essen, über die er dann hungrig herfiel. Wir anderen lachten und nahmen uns ebenfalls zu Essen. „Sagt mal, was haltet ihr davon, wenn wir nach dem Essen noch alle zusammen einen Film schauen?“, schlug Jimin vor. „Finde ich eine supi Idee“, antwortete Hobi. „Ich auch“, schlossen sich die anderen an. „Einen Horrorfilm?“, fragte Tae hoffnungsvoll. Hoseok und ich stöhnten aber wir nickten alle.
    Schließlich hatten wir abgeräumt und saßen alle rund gefuttert auf der Couch. Ich lag zwischen Jk und Suga. (Die Couch war lang, sodass man die Beine ausstrecken konnte) Jimin legte den Film ein und pflanzte sich neben Jin. Völlig gefesselt schauten wir alle den Film. Wir waren nun an der spannendsten Stelle angelangt. Es wurde gruselig und ich zog mir die Sofadecke bis zu den Ohren. Plötzlich kam ein Schock-Moment und ich zuckte zusammen und krallte mich an meinem Sitznachbarn fest. Die anderen Members bist auf Hoseok lachten bloß und blieben völlig entspannt. Aber das war unfair! Sie kannten den Film ja schon und wussten, wann was passierte. Ich erschreckte mich ein zweites Mal zu Tode, als mir Kookie ins Ohr flüsterte: „Ich glaub du kannst mich jetzt loslassen, sonst bekomme ich noch einen blauen Fleck.“ Dabei entzog er seinen Arm meiner Hand und lehnte sich stattdessen an Tae, der auf der anderen Seite von ihm saß. Ich zuckte zurück als hätte ich mich verbrannt. Mein dummes Herz pochte so laut, dass ich Angst hatte, die anderen könnten es hören. Aber sie schauten unbeirrt den Film weiter. Ich blickte wieder zu meinem Bias und wurde ein weiteres Mal schrecklich verletzt. Tae hatte seinen Arm um Jk gelegt und jetzt kuschelten die beiden auch noch. Ich war so dumm. So unglaublich dumm, zu glauben, ich würde mit Kookie zusammenkommen. Er hatte meiner Meinung nach was mit Tae am Laufen. Auch wenn ich es nicht wahr haben wollte, es war mehr als eindeutig. Vielleicht hatte es Jk mit Absicht gemacht, um mir zu zeigen, dass er in mir nur eine gute Freundin sieht. Ich merkte erst, dass ich stumm weinte, als mir eine Träne von der Wange tropfte. Ich verfolgte ihren Weg und sah zu, wie sie auf meiner Hand landete, die ich auf mein Knie gelegt hatte. Mir wurde auf einmal alles zu viel. Ich wollte nur noch schlafen gehen und weg von Jk. Sicher wollte er mich nicht verletzen, aber er hatte wahrscheinlich gewusst, dass er mir nicht anders mitteilen konnte, dass er nicht SO für mich empfand. Ich stand auf und merkte auf einmal, dass die Hand auf meinem Knie gar nicht meine gewesen war. Mein Blick wanderte den zugehörigen Arm hinauf und schließlich blickte ich im Halbdunkel in die Augen von Yoongi. Er schaute mich mit einem Ausdruck an, den ich nicht deuten konnte. War es Sorge gewesen? Ich ging ein paar Schritte weg vom Sofa und erklärte auf die fragenden Blicke der Jungs hin leise: „Ich gehe schlafen, ich bin ziemlich platt“, und rang mir ein Lächeln ab. Ich war unendlich froh, dass wir das Licht zum Filmschauen ausgemacht hatten, da die anderen so meine Tränen hoffentlich nicht bemerkten. Was war ich heute aber auch für eine Heulsuse! Ich war wahrscheinlich einfach nur müde und geschafft von den ganzen Ereignissen der letzten Stunden. Ich schleppte mich die Treppe hoch in Yoongis Zimmer, zog meine Schlafsachen an und ließ mich ins Bett fallen. Sofort erfüllte mich der vertraute Geruch von Yoongi und ich musste unwillkürlich ein bisschen lächeln. Himmel was war nur los mit mir? Gerade noch hatte ich wegen Jk geheult und jetzt dachte ich schon wieder daran, wie wohl ich mich in Sugas Bett, eingepackt in seine Decke, fühlte. Ich beschloss, einfach zu schlafen und schloss die Augen.

    7
    Yoongi:
    Ich blickte SuMi nachdenklich hinterher und überlegte, warum sie geweint haben könnte. Ich beschloss, sie einfach zu fragen. Keine Ahnung, woher ich plötzlich diesen Mut nahm, aber ich hatte das Gefühl, dass sie jetzt jemanden brauchte, der sie tröstet. Auch wenn ich normalerweise so überhaupt nicht der Typ dafür war. Ach egal sagte ich mir innerlich. Sie gehört jetzt praktisch mit zur Familie und außerdem hatten wir ihren Eltern ja versprochen, auf sie aufzupassen. Ich stand auf und sagte leise zu Jimin, der neben mir immer noch gespannt den Film verfolgte: „Ich geh mal nach SuMi sehen und sie fragen, ob ich mich mit zu ihr legen kann, weil ihr ja hier meinen Schlafplatz blockiert.“ Jimin nickte mechanisch und ich grinste innerlich. Der Kerl hatte keinen blassen Schimmer von dem, was ich zu ihm gesagt hatte. Ich zuckte mit den Schultern und ging zu meinem Zimmer. Vor der Tür angekommen hielt ich inne. Sollte ich sie wirklich fragen? Ach scheiß drauf Yoongi, wird schon schief gehen, sagte ich mir und ging leise hinein. Im Halbdunkel zog ich schnell auch meine Schlafsachen an. (Natürlich erst, nachdem ich ganz sicher gewesen war, dass SuMi schlief) Leise schlich ich zum Bett zurück und konnte mir ein Lächeln nicht verkneifen. Sie sah so unglaublich süß aus, wenn sie schlief. Ohne weiter darüber nachzudenken, was ich da überhaupt tat, strich ich ihr sanft über die Haare und schließlich über die Wange. Ich wollte meine Hand wieder zurückziehen, doch da murrte SuMi etwas Unverständliches und zog an meiner Hand. Oh Mann, sie muss ja wirklich schon im Tiefschlaf sein, sonst würde sie das hier niemals machen. Vorsichtig versuchte ich trotzdem, mich aus ihrem Griff zu befreien, aber sie zog nur noch fester an meinem Handgelenk. Plötzlich verlor ich das Gleichgewicht und viel nach vorne auf das Bett. Auf sie. Ich konnte mich gerade noch auf den Ellenbogen abfangen, um nicht mit ganzem Gewicht auf sie drauf zu krachen, aber dabei kam mein Gesicht ihrem gefährlich nahe. Ganz blöder Moment. Ich wollte mich gerade von ihr runterrollen, da öffnete SuMi die Augen. Als sie mich direkt anblickte, öffnete sie schon den Mund, mich wahrscheinlich erstmal anzuscheißen, was ich in ihrem Bett beziehungsweise auf ihr zu suchen hatte. Schnell legte ich die Hand über ihren Mund und erklärte ihr kurz, warum ich hier war und wie ich hier her gekommen war. Und bildete ich mir das nur ein, oder wurde sie tatsächlich rot? Keine Ahnung ich konnte mich auch täuschen, da es bis auf ein kleines Nachtlicht stockdunkel in meinem Zimmer war.

    8
    SuMi:
    Verlegen wandte ich den Blick ab. Hoffentlich hatte Suga nicht bemerkt, dass ich rot geworden war. „Ähm könntest du bitte…?“, fragte ich ihn und machte eine Handbewegung zur Seite. Er rollte sich schnell von mir herunter und setzte sich auf meiner anderen Seite, mit dem Rücken ans Bett gelehnt hin. „Tut mir leid“, murmelte er. Ich hörte ganz kurz, wie er tief durchatmete und dann fragte er mich zögernd: „Ich wollte dich eigentlich nur fragen, warum du vorhin geweint hast. Also wenn’s ok für dich ist. Du musst auch nicht…“ „Ist schon in Ordnung“, unterbrach ich ihn leise. Suga hob seinen Arm über meine Schultern und blickte mich fragend an. Ich nickte stumm und ließ mich von ihm zu sich heran ziehen, bis ich meinen Kopf auf seiner Brust ablegen konnte. Ich seufzte und kuschelte mich an ihn. Dann holte ich tief Luft und begann, von Kookie und meinen Gefühlen für ihn zu erzählen. Ich erzählte ihm alles und war froh, dass er mich einfach nur stumm festhielt und beruhigend über meinen Arm streichelte. Als ich schließlich bei dem Ereignis von vorhin angekommen war, brach meine Stimme ab und ich spürte, wie mir wieder die Tränen in die Augen stiegen. „Hey, alles gut“, flüsterte Suga mir zu. Dann grinste er auf einmal schief und fragte: „Kann ich heute eigentlich bei dir bleiben? Also hier schlafen? Weil die anderen schauen noch und blockieren halt mein Sofa, aber ich bin hundemüde.“ „Von mir aus“, antwortete ich ihm müde und hob die Decke, damit er auch darunter kommen konnte. Dann drehte ich mich um und schloss die Augen.

    9
    Am nächsten Morgen wachte ich davon auf, dass sich mein Kissen bewegte. Nein halt, das war gar nicht mein Kissen. Ich blinzelte den Schlafsand aus meinen Augen und hob den Kopf ein wenig. Als ich sah, was mein Kissen tatsächlich war, fuhr ich erschrocken zusammen. Ich lag eng in Yoongis Arme geschmiegt und mit dem Kopf auf seinem Brustkorb, der sich in regelmäßigen, tiefen Atemzügen hob und senkte. Meine Hand lag auf seinem breiten Rücken. Ich war absolut unfähig mich zu bewegen und betrachtete ihn. „Was zur Hölle“, murmelte ich leise. In diesem Moment schlug Yoongi seine Augen auf und sagte mit einem verschlafenen Lächeln: „Morgen Mi. Gut geschlafen?“ Ich konnte ihn nur perplex anstarren und nickte mechanisch. Ich wollte gerade zu einer Frage ansetzen, da hörte ich, wie jemand die Treppe rauf kam. Yoongi schien es auch bemerkt zu haben, denn er sprang hastig aus dem Bett und fing an, in seinem Schrank zu graben. Ich hingegen vergrub mich wieder in seiner warmen Decke und tat, als würde ich schlafen. Keine zehn Sekunden später kam jemand ins Zimmer. „Einen wunderschönen guten Morgen“, flötete Jimin und wollte schon weiterplappern, da unterbrach Suga ihn in zischend: „Sei gefälligst leise Jimin, du weckst sie noch auf.“ „Oh. Achtung schlecht gelaunter Yoon im Anmarsch“, grinste Jimin. „Nenn mich nicht Yoon“, sagte Suga erstaunlich leise. Ich hörte, wie er Jimin aus dem Zimmer schob und die Tür schloss. Ich lauschte einen Augenblick, aber es war nichts zu hören. Wahrscheinlich waren beide aus dem Zimmer verschwunden. Ich öffnete die Augen und erschreckte mich zum zweiten Mal an diesem Tag, denn Yoongis Gesicht befand sich nur wenige Zentimeter von meinem entfernt. „Ich wollte nur schauen, ob du wirklich wieder schläfst, obwohl mir eigentlich klar war, dass ich Jimin gerade umsonst angeschissen habe“, erklärte er und Grinste dieses schiefe Bad Boy-Grinsen, von dem mir ganz anders wurde. Schnell schaute ich zur Seite, bewegte mich aber nicht von der Stelle. Suga seufzte. „SuMi ich…“ Weiter kam er nicht, denn jemand kam ins Zimmer geplatzt und ich hätte diesem Jemand jetzt so gerne in den Arsch getreten, egal wer es war. „Mi Mäuschen gut geschla…? Hui Suga übertreibs nicht gleich mit ihr“, feixte der Jemand, der gerade ins Zimmer geplatzt war. Suga sprang zurück, als hätte er sich verbrannt. „Ich habe ihr nur gesagt, dass sie aufwachen soll Jungkook“, sagte er mit plötzlich kalt- und abweisender Stimme, dass ich eine Gänsehaut bekam. Er warf Jk noch einen vernichtenden Blick und verschwand dann aus dem Zimmer. „Hätt nie gedacht, dass unser Sugalein so sensibel ist, wenn es um Mädchen geht. Ich denke es ist nicht zu übersehen, dass er…“ „Halt deinen Mund Jeon Jungkook“, unterbrach ich ihn. Mit einem Mal war ich so sauer, dass ich kurz davor war, ihn anzuschreien. Ich hatte bewusst seinen vollen Namen gesagt. Das tat ich immer wenn ich sauer war. Und das wusste er. Und wenigsten war er auch noch so schlau und verließ das Zimmer, bevor ich irgendetwas hätte ergänzen können. Ich hörte, wie er die Treppe hinunterflitzte. Dann war es still und ich war wieder allein in Yoongis Zimmer. Seufzend stand ich auf und ging ins Bad um mich frisch zu machen und anzuziehen.

    10
    Als ich aus dem Bad heraus kam wehte mir der köstliche Geruch von gebratenem Ei entgegen. Ich sprang die Treppe hinunter und wünschte allen Members einen guten Morgen. Dann ging ich in die Küche, um beim Schalentragen zu helfen. Als wir schließlich alle am Tisch saßen und Jins Kochkünste lobten, klingelte das Telefon. „Ich gehe es holen“, sage Namjoon und verschwand in Richtung Küche, aus der das Klingeln gekommen war. Kurze Zeit später kam er wieder mit recht betretenem Gesicht und sagte: „Das war der Manager. Wir haben doch nicht frei, sondern sollen den letzten Teil von „BlackSwan“ noch mal drehen, da ein Fehler in unserer Choreo entdeckt wurde.“ Die anderen stöhnten frustriet auf, aber sagten nichts, da sie ja nichts ändern konnten.
    „Und was macht SuMi dann?“, fragte Jimin schließlich. „Sie könnte mitkommen und zuschauen“, meinte Kookie. Ich wollte schon protestieren, aber Tae kam mir zuvor: „Das könnte sie tun, aber ich glaube nicht, dass sie groß Lust hat die ganze Zeit rumzusitzen und zu warten, dass wir endlich fertig werden. Das wäre doch M-E-G-A langweilig.“ Als hätte er meine Gedanken gelesen. Also ich war zwar noch ein klitzekleines bisschen sauer auf Tae, wegen der Sache mit Jk – ihr wisst schon Vkook und so – aber spätestens jetzt verzieh ich ihm weil er erstens überhaupt nicht wissen konnte, dass ich Gefühle für Kookie hatte, da ich meinen Arsch ja nie hochbekam, zweitens weil war er immer der einzige der ganzen Bande gewesen, der bei Uneinigkeiten meine Meinung unterstützt hat, egal wie viel Sinn sie ergeben hatte und drittens, weil er mir wahrscheinlich gerade auch in dieser Situation den Hintern gerettet hat. Also grinste ich ihn dankbar an und sagte: „Meine Rede Tae. Ich denke ich gehe solange ein bisschen schlendern und die Cafés plündern. Außerdem fängt die Weihnachtszeit bald an und ich möchte gerne nach ein bisschen Schmuck schauen, da ihr sieben Langweiler, meinen Kenntnissen nach, bis auf einen Baum mit langweiligen Kugeln nie eure Bude schmückt. Da muss doch mal jemand nachhelfen!“ „Wie unglaublich unfair!“, jammerte Hoseok, „SuMi geht Kakao mit Sahne schlürfen und wir müssen arbeiten!“

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