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Unglaublich und doch wahr- mein Leben als Teil von Hogwarts Teil 3

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3 Kapitel - 12.938 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 1.594 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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Eine Entscheidung mit Folgen:
Ich schlief in dieser Nacht äußerst unruhig. Ständig träumte ich von sturmgrauen Augen und gleichzeitig tauchte immer wieder Harrys Gesicht vor mir auf, der mich anklagend ansah. Dementsprechend müde und schlecht gelaunt stand ich am nächsten Morgen auf. Hermine hatte einige Schwierigkeiten gehabt, mich wach zu bekommen. Sie gab mir kurz ein wenig Zeit für mich um mich fertig zu machen und ging daher alleine nach unten. Ich zog meinen Umhang an und plötzlich hörte ich ein klopfen am Fenster. Ich sah zum Fenster und erkannte Snowwhite davor, die mit ihrem Fuß an die Scheibe klopfte. Ich ging raschen Schrittes auf sie zu und lies sie rein. Sie flog direkt zu meinem Bett und landete elegant darauf. Ich ging ihr hinterher und konnte sofort erkennen, dass sie mir einen kleinen Zettel auf die Decke gelegt hatte. Ich kraulte sie dankbar am Kopf und öffnete dann den Zettel um ihn zu lesen. Er war von Dumbledor, der mich um ein Gespräch am Nachmittag in seinem Büro bat. Ich konnte mir bereits vorstellen worum es in diesem Gespräch gehen würde und so schreib ich schnell eine Bestätigung auf den Zettel und gab ihm Snowwhite die sich sofort auf den Weg machte. Danach schnappte ich mir meine Tasche und machte mich auf den Weg nach unten in den Gemeinschaftsraum wo Ron, Hermine und Harry bereits auf mich warteten. Ich gab Harry einen kurzen Kuss und schmiegte mich dann in seine Arme. Er schien zwar etwas überrascht doch auch erfreut zu sein. Er sah mich kurz fragend an und ich erzählte ihnen von dem bevorstehenden Gespräch mit Dumbledor. Nun konnten alle drei verstehen warum ich so nervös reinguckte. Harry nahm mich noch enger in die Arme und sagte, dass ich keine Angst haben müsse, denn Dumbledor sei wirklich sehr nett. Ich nickte zaghaft und versuchte zu lächeln auch wenn mir das wohl nicht ganz so gut gelang. Hermine lächelte mir aufmunternd zu und Ron gab mir einen kleinen Klapps auf die Schulter um zu zeigen, dass er der gleichen Meinung war wie Harry. Danach machten uns auf den Weg in die Große Halle zum Frühstücken und unterwegs unterhielten wir uns über belanglose Sachen. Als wir die große Halle betraten schweifte mein Blick automatisch zum Tisch der Slytherins hinüber. Ich sah, dass mich viele der Schüler interessiert ansahen, wahrscheinlich wunderten sie sich, warum ich gestern nicht in den Gemeinschaftsraum gekommen bin. Auch Draco ließ seinen Blick kurz auf mir ruhen, blickte dann jedoch schnell wieder auf seinen Teller. Als wir uns an den Griffindortisch setzten kamen Fred und George auf mich zu und sahen mich fragend an. Ich wollte fragen was los ist, doch ich kam gar nicht erst dazu. Kaum wollte ich den Mund aufmachen unterbrach mich Fred mit der Frage: „Sag mal, warum hast du denn heute Nacht bei uns geschlafen? Haben dich die anderen Slytherins ausgesperrt?“ „Nein.“ Antwortete ich. „Ich werde wohl noch länger bei euch im Gemeinschaftsraum schlafen, wenn ich die Erlaubnis bekomme. Ich hatte gestern eine unangenehme Begegnung mit Draco, ich will aber nicht darüber sprechen.“ „Was auch immer dieser Vollidiot getan hat, es muss schon ziemlich schlimm gewesen sein, wenn sogar die Lehrer dir erlauben das Haus zu wechseln, wenn auch nur über Nacht. Sollen wir uns um das Problem kümmern?“ gab George mit einem schiefen Lächeln zurück. Ich schüttelte nur den Kopf und sagte dann: „Danke, aber ich glaube das schaff ich schon allein, außerdem habe ich ja auch noch Harry und die andern die auf mich aufpassen.“ „Okay.“ Sagte Fred und lächelte mich an. „Aber, wenn du irgendwelche Hilfe brauchen solltest, oder auch nur einen kleinen Stimmungsaufheller, dann wende dich jeder Zeit vertrauenswürdig an uns ja?“ „Mach ich, danke Fred und George.“ Gab ich mit einem Lächeln zurück. Wir aßen das restliche Frühstück schweigend und machten uns dann auf den Weg zu Zaubertränke. Auf den Weg in die Kerker bummelten wir absichtlich um nicht zu viel Zeit vor dem Klassenzimmer warten zu müssen. Als wir am Klassenraum ankamen war die Tür zum Glück bereits offen und wir beeilten uns ein bisschen unsere Plätze einzunehmen um Professor Snape keinen Anlass zu geben Griffindor Punkte abzuziehen. Ich setzte mich heute neben Harry und Ron nahm seinen üblichen Platz neben Hermine ein. Professor Snape guckte kurz direkt zu mir, sagte jedoch nichts. Wahrscheinlich wunderte er sich warum ich heute nicht wie üblich auf meinem hinteren Platz bei den Slytherins sitze. Eigentlich wollte ich mich dort auch hinsetzen, aber Harry hatte etwas dagegen und bestand darauf, dass ich mich stets neben ihn setze, wenn es möglich ist. Also saß ich jetzt neben Harry und den anderen Griffindors und obwohl ich nicht in ihrem Haus war fühlte ich mich hier wirklich wohl. Alle aus Harrys Haus waren so lieb zu mir und nahmen mich sofort in ihren Reihen auf. Keiner Verstand so Recht warum ich in Slytherin war, doch anscheinend hatte mein Blutstatus und meine Famielienhintergründe eine größere Bedeutung als bisher gedacht. Ich hatte mir vorgenommen dieses Thema heute Nachmittag anzusprechen, wenn ich mit Dumbledor reden würde, doch irgendwie war mir nicht ganz wohl dabei. Ich hatte wirklich keine Lust, dass gestrige Erlebnis noch einmal wiedergeben zu müssen und ich war mir sicher das Professor Dumbledor bestimmt wissen wollte, wer noch beteiligt war. Professor Marschall hatte gestern nicht weiter gefragt als wir ihr keinen Namen nennen wollten, doch ich war mir nicht sicher ob das bei Dumbledor auch funktionieren würde. Zum Glück war der Trank den wir heute brauen sollten sehr kompliziert und so musste ich all meine Konzentration aufwenden um keinen Fehler zu machen, was meinem Durcheinander der Gefühle eine kurze Pause einbrachte. Am Ende der Stunde war ich die einzige die es geschafft hatte einen perfekten Trank vorzuweisen, was mir für Slytherin 30 Punkte einbrachte. Ich freute mich, obwohl ich mir nicht erklären konnte, wie ich das geschafft hatte, so durcheinander wie ich heute war. Harry strahlte mich an und klatschte mir auf die Schulter. Er schien richtig stolz auf mich zu sein und sogar Hermine konnte sich nach kurzer Zeit für mich freuen. Am Anfang ärgerte sie sich noch zu sehr über sich selbst, dass sie sich verlesen hatte und daher anstatt nach rechts, den Trank nach links umgerührt hatte. Dadurch wurde dieser grün und nicht rot und sie hatte sich die Chance vermasselt auch einen perfekten Trank vorweisen zu können. Mich wunderte es ein bisschen dass ausgerechnet Hermine diesen Fehler begangen hatte, normalerweise las sie die Anweisungen mehrmals durch und wusste ganz genau was sie tat. Anscheinend war ich heute nicht die einzige die nicht ganz bei der Sache war. Als es zur Mittagspause läutete machten wir drei uns auf den Weg zum Mittagessen und ich merkte erneut, dass Hermine mit ihren Gedanken irgendwo ganz woanders zu sein schien. Ich lief ein wenig langsamer, damit ich direkt neben ihr gehen konnte und gab den beiden Jungs stumm zu verstehen, dass sie vorgehen sollten. Kaum waren sie ein paar Schritte entfernt, nahm ich Hermine am Arm, drehte sie zu mir herum und fragte: „Was ist denn los mit dir? Du bist heute ganz schön gegen den Wind.“ Hermine blieb stehen sah mich direkt an und sagte dann: „Ach, es ist nichts. Mach dir keine Sorgen. Ich bin nur ein bisschen müde.“ Sie versuchte zu lächeln doch es gelang ihr nicht so ganz. Ich gab nicht auf, denn ich wusste, dass da mehr dahinterstecken musste, als nur mangelnder Schlaf. Ich sah sie besorgt an und sagte dann: „Hermine, ich kenne dich mittlerweile sehr gut, und du kannst mir nicht weiß machen, dass du nur müde bist. Bitte sag mir doch was los ist, ich mache mir wirklich sorgen um dich.“ Hermine gab einen kleinen Seufzer von sich und antwortete dann: „Na gut, aber du musst mir versprechen, dass das unter uns bleibt ok?“ Ich nickte und sie sprach weiter: „Ich weiß um ehrlich zu sein selbst nicht genau, was mit mir los ist. Ich kann mich schon seit Tagen nicht richtig konzentrieren. Du weißt doch, dass ich Ron sehr mag oder?“ „Natürlich weiß ich das, ich bin ja nicht blind. Man sieht, dass er dir definitiv mehr bedeutet als Harry. Ich meine Harry ist ein guter Freund für dich, doch ich habe den Eindruck bei Ron ist das ein bisschen anders oder?“ „Ja, ich weiß nicht. Ich krieg ihn einfach nicht aus dem Kopf. Dauernd muss ich an ihn denken und träume sogar nachts von ihm.“ Gab Hermine verunsichert zurück. „Ich verstehe dich nur zu gut Hermine, glaub mir. Aber meinst du nicht, dass es dir vielleicht helfen würde, wenn du mit Ron über deine Gefühle sprichst? Ich habe nämlich den Eindruck, dass er auch mehr für dich empfindet als er zugeben will.“ „Meinst du wirklich? Ich will nicht, dass unsere Freundschaft darunter leidet, wenn ich ihm meine Gefühle offenbare.“ „Da kannst du beruhigt sein. Ich bin mir sicher, dass er zwar überrascht aber glücklich darüber sein wird, wenn er erfährt, dass du mit ihm zusammen sein willst. Ich würde mich auf alle Fälle für euch beide freuen.“ „Danke Stella. Du bist echt die beste Freundin die man sich nur wünschen kann. Ich werde versuchen eine Gelegenheit zu finden mit Ron zu reden, auch wenn ich noch nicht weiß, wie ich das anstellen soll.“ „Ich habe eine Idee.“ Sagte ich lächelnd. „Was hältst du davon, wenn ich heute Nachmittag, nach meinem Gespräch mit Dumbledor, Harry darum bete mit mir ein bisschen spazieren zu gehen? Dann hättest du genug Zeit mit Ron zu reden. Oder geht dir das ein bisschen zu schnell?“ „Das wäre super. Dann habe ich noch ein paar Stunden Zeit mir zu überlegen wie ich es sage und Harry freut sich bestimmt auch mal Zeit mit dir alleine verbringen zu können.“ Das letzte sagte sie mit einem Augenzwinkern. Ich sah sie perplex an und sie gab lachend zurück: „Ach komm schon Stella, du sagst doch, dass du ein kluges Mädchen bist. Dir ist doch bestimmt auch schon aufgefallen, dass sich Harry besonders intensiv um dich kümmert oder?“ „Naja, schon.“ Gab ich etwas verwirrt zurück „aber ich dachte, dass wäre nur, weil er mein Freund ist. Ich meine, du und Ron ihr kümmert euch doch auch um mich und seit immer da.“ „Schon aber, wenn du mich frägst, steht Harry auf dich Stella. Und, naja, wenn ich die Zeit schon nutze um mit Ron zu reden, könntest du doch das gleiche bei Harry tun, oder?“ Einen Moment sah ich sie erschrocken an doch dann sagte ich mit einem breiten Lächeln im Gesicht: „Vielleicht hast du Recht. Dann haben wir beide einen Freund den wir lieben und wer weiß vielleicht lassen mich dann manch andere Typen endlich in Ruhe.“ Sie wusste genau, dass ich mit Typen Draco meinte und sie nickte eifrig. Wir vereinbarten, dass ich ihr Bescheid geben würde, sobald mein Gespräch mit Dumbledor vorbei war und wir unsere Pläne dann in die Tat umsetzen würden. Fröhlich gingen wir weiter in die Große Halle. Dort angekommen ließen wir uns neben die Jungs auf unsere Plätze fallen und fingen an zu essen. Wir merkten, dass uns die beiden beobachteten, doch wir gaben ihnen mit einem scharmanten Lächeln zu verstehen, dass wir ihnen nicht sagen würden, was unseren Stimmungsumschwung veranlasst hatte und so fragten sie auch nicht nach. Ich merkte aus den Augenwinkeln, dass Draco mich beobachtete aber ich versuchte ihn zu ignorieren und auch den anderen entgingen seine Blicke nicht, denn ich konnte Ron einige Male dabei ertappen wie er wütend mit den Zähnen knirschte und auch Harry und Hermine sahen immer wieder wütend zum Slytherintisch hinüber. Irgendwie war es schon komisch, dachte ich. Ich saß hier bei meinen Freunden, von denen einer heute Abend hoffentlich mein fester Freund sein würde und gleichzeitig machte ich mir Gedanken über Draco. Ich konnte ihn, trotz allem was zwischen uns vorgefallen war nicht aus meinen Gedanken verscheuchen, doch ich wusste, dass eine Beziehung zwischen uns nie funktionieren würde. Dafür waren wir einfach zu verschieden. Ich versuchte mir immer wieder selbst einzureden, dass ich mit Harry die Richtige Entscheidung getroffen hatte und ich mochte ihn ja schließlich wirklich sehr gern. Dennoch merkte ich, wie ich immer wieder an den Kuss mit Draco denken musste. Das war so intensiv gewesen. Obwohl ich es eigentlich nicht wollte, habe ich den Kuss teilweise genossen und das machte mir echt Angst. Aber ich entschloss es einfach zu vergessen, soweit das möglich war, und mich stattdessen auf Harry zu konzentrieren. Nach dem Essen begleiteten mich Hermine und die beiden anderen noch bis zu Dumbledors Büro, bevor sie sich auf den Weg zu Kräuterkunde machten. Sie würden mich entschuldigen, falls Professor Buche noch nicht Bescheid wissen würde, dass ich heute nicht bei ihrem Unterricht teilnehmen würde. Ich sah den dreien noch nach, bis sie um die nächste Ecke verschwunden waren und klopfte dann an die Tür von Dumbledors Büro. Sofort kam ein freundliches „Herein.“ Von innen und ich drückte die Türe mit einem doch sehr mulmigen Gefühl in der Magengegend auf. Ich betrat einen großen Raum in dem alle möglichen sonderbaren Dinge standen, von denen ich die meisten noch nie in meinem Leben gesehen hatte. Es würde bestimmt spannend sein hier einen Rundgang machen zu können und alles genau in Augenschein zu nehmen. Doch dafür war ja jetzt keine Zeit. Ich ging weiter durch den Raum, bis ich vor einem großen Schreibtisch zum Stehen kam. Vor dem Tisch stand Dumbledor und lächelte mich strahlend an. Er gab mir mit einer Handbewegung zu verstehen, dass ich mich auf den großen Sessel vor dem Tisch setzen sollte, während er selbst sich auf den Stuhl auf der anderen Seite setzte. Ich wusste nicht was ich sagen sollte und blieb daher stumm sitzen. Dumbledor schien zu merken, dass ich nervös war und sagte in ruhigem Ton: „Frau Schmidt, ich nehme an sie wissen weshalb ich sie hierher bestellt habe?“ „Ich denke es geht um die Vorkommnisse von gestern Nachmittag Sir, oder?“ „Ja.“ Gab Dumbledor ruhig zurück. „Frau Marschall hat mir gestern Abend von den Vorkommnissen auf dem Quidditchfeld erzählt, doch ich wollte das ganze gerne noch einmal von ihnen hören, wenn das in Ordnung ist.“ Eigentlich wollte ich ja nicht noch einmal alles sagen aber ich merkte, dass ich wohl keine andere Wahl hatte, also fing ich an Dumbledor noch einmal alles zu erzählen. Davon wie mir jemand im Zelt aufgelauert hat, darüber das ich bedrängt wurde und auch, dass mir Harry geholfen hatte. Auch diesmal nannte ich nicht Draco Namen und als ich geendet hatte sah mich Dumbledor intensiv an. „Wollen sie mir nicht den Namen ihres Angreifers nennen, Frau Schmidt?“ „Ähm… eigentlich nicht, Professor.“ Gab ich etwas verunsichert zurück. Dumbledor sah mich noch intensiver an, nickte dann jedoch und sagte: „Nun gut, sie müssen mir es nicht sagen, wenn sie nicht wollen. Doch eine Frage müssen sie mir dennoch beantworten, bevor wir das weitere Vorgehen besprechen können.“ Ich sah Dumbledor an und war nun noch mehr verunsichert als zuvor. Was wollte er denn unbedingt wissen? „Ich möchte nur wissen, ob es jemand aus ihrem Haus war oder aus einem andern.“ Gab Dumbledor zurück, als hätte er meine Gedanken gelesen. „Es war jemand aus meinem Haus.“ Gab ich zurück und versuchte dabei Dumbledors Blick auszuweichen. Irgendwie hatte ich das ungute Gefühl, dass er mit seinem Blick tatsächlich meine Gedanken lesen konnte, und ich wollte Draco nicht in Schwierigkeiten bringen. „Gut. Ich danke ihnen, dass sie den Mut aufgebracht haben, sich mir anzuvertrauen Miss Schmidt. Ich versichere ihnen, dass wir solche Vorkommnisse hier in Hogwarts sehr ernst nehmen und wir der Sache weiter auf den Grund gehen werden. Sollte es erneut zu solch einem Angriff kommen, bitte ich sie, mir umgehend Bescheid zu geben, damit ich strengere Schritte einleiten kann.“ Ich nickte um zu signalisieren, dass ich verstanden hatte und Dumbledor fuhr fort: „Nachdem wir das schon mal geklärt hatten, kommen wir nun zu einem etwas besser verdaulichem Thema. Ich möchte mit ihnen darüber sprechen, wie es bei ihnen schulisch weitergehen soll.“ Besorgt blickte ich in Dumbledors blaue Augen. Was meinte er damit? Dachte er etwa darüber nach mit von der Schule zu nehmen? „Keine Sorge. Ich habe nicht vor sie von der Schule zu verweisen, sie haben schließlich nichts Falsches getan. Ich möchte nur klären in welchem Haus sie in Zukunft sein werden. In Slytherin können sie nach den Vorkommnissen natürlich nicht bleiben.“ Verdutzt sah ich ihn an. Ich verstand gar nichts mehr. Wählte nicht der sprechende Hut das Haus aus in das man ging und dort musste man seine restliche Schulzeit dann auch bleiben? „Normalerweise wechseln die Schüler nicht die Häuser, da der sprechende Hut die Vorauswahl trifft, doch ich denke in diesem Fall sollten wir eine Ausnahme machen. Ich habe mich gestern mit den anderen Lehrern zusammengesetzt und wir haben lange über ihr Problem gesprochen. Professor Snape war natürlich nicht sonderlich erfreut sie eventuell als Schüler seines Hauses zu verlieren, doch wir waren uns einig, dass es für sie wahrscheinlich das Beste wäre. Wir haben auch bereits entschieden, dass sie nach Griffindor wechseln würden, wenn sie das möchten und es hätte keinerlei Auswirkung auf ihre bisherige Laufbahn. Sie würden weitermachen wie bisher, nur eben als Griffindor und nicht mehr als Slytherin. Sind sie damit einverstanden?“ Ich sah ihn ungläubig an. War das etwa sein Ernst? Ich sollte nach Griffindor zu meinen Freunden kommen, obwohl der Hut damals anders entschieden hatte? Das war einfach zu schön um wahr zu sein. Ich sah Dumbledor an und er nickte mir aufmunternd zu als ob er mir sagen wollte „glauben sie es ruhig, es ist die Wahrheit“. Ich musste mich zusammenreisen um nicht gleich vor Freude vom Stuhl zu hüpfen und sagte mit fester Stimme: „Das wäre toll Professor, ich danke ihnen.“ „Nichts zu danken, das haben wir gern getan. Ich bin sicher sie werden eine tolle Griffindor abgeben und wie ich weiß hat sich der Hut damals sehr schwer getan zu entscheiden wo sie hinsollen. Er hat tatsächlich sogar mit dem Gedanken gespielt sie nach Griffindor zu stecken, also seien sie unbesorgt, sie gehören definitiv auch in dieses Haus.“ Ich strahlte Professor Dumbledor an und wir verabschiedeten uns voneinander. Als er mich zur Tür begleitete konnte ich einfach nicht anders, ich drehte mich um und umarmte ihn. Zum einen weil ich erleichtert war, dass das Gespräch gar nicht so schlimm war und zum andere fühlte ich mich als ob das der tollste Tag meines Lebens wäre. Dumbledor lächelte mich an und schob mich dann mit leichtem Nachdruck nach draußen. „Sie sollten besser ihren Freunden Bescheid geben, die werden bestimmt Augen machen.“ Gab er noch mit einem Augenzwinkern zum Besten. „Das werden sie bestimmt, Professor. Danke noch einmal und einen schönen Tag noch.“ Ich drehte mich Richtung Gang und machte mich auf den Weg zum Gemeinschaftsraum der Griffindors, meiner Griffindors. Ich hüpfte fast, so sehr freute ich mich über meinen Häuserwechsel, und ich konnte einfach nicht aufhören zu lächeln. Es war als ob Weihnachten und Geburtstag auf einen Tag fallen würde…nein es war viel besser. Als ich gerade den nächsten Gang erreichte wurde ich von einer Hand in eines der Klassenzimmer gezogen. Ich stieß einen lauten Schrei aus und im nächsten Moment hatte ich auch schon eine Hand über meinem Mund die mich daran hinderte weiter zu schreien. Ich versuchte mich dem Griff zu entwinden, doch die Arme die mich festhielten waren ziemlich stark und ich schaffte es nicht. Ich blickte auf und sah in sturmgraue Augen die mich musterten. Ich erschrak noch mehr, denn ich wusste ganz genau, wem diese Augen gehörten. Ich hatte sie erst gestern so nahe gesehen und auch heute gingen sie mir nicht aus dem Kopf. Es war Draco der mich nun an die Wand des Klassenzimmers drängte während er die Tür hinter sich schloss. Ich hörte das klick-Geräusch als er mit einem Zauber die Tür abschloss und spürte wie langsam Panik in mir aufstieg. Was zum Teufel wollte er denn jetzt schon wieder. Hatte er es immer noch nicht begriffen, dass er mich in Ruhe lassen soll? Ich versuchte noch einmal mich freizukämpfen, doch auch diesmal war Draco stärker. Er sah mir direkt in die Augen und sagte dann: „Halt still, bitte. Ich lass deinen Mund los, wenn du mir versprichst nicht wieder zu schreien ok?“ Ich nickte und tatsächlich ließ er seine Hand die meinen Mund verschlossen hatte sinken, jedoch nur ein kleines Stück. Er stand direkt vor mir und lehnte sich mit den Händen gegen die Wand neben mir. „Warum kannst du mich nicht einfach in Ruhe lassen?“ sagte ich in einem bissigen Tonfall, der unmissverständlich zeigte, dass ich es ernst meinte. Draco antwortete ruhig: „Weil ich es nicht kann, das habe ich dir gestern schon versucht begreiflich zu machen.“ „Das mit gestern würde ich ganz gern aus meinem Gedächtnis streichen.“ Gab ich zornig zurück. Draco lächelte breit und sagte dann: „Das glaub ich aber nicht. Wenn ich mich recht entsinne, hast du den Kuss doch erwidert und er hat dir auch gefallen, das habe ich gespürt.“ „Du hast sie ja wohl nicht mehr alle. Ich habe dich die ganze Zeit versucht los zu werden und sonst nichts.“ „Ach, tatsächlich?“ nun grinste er noch breiter. „Ja, tatsächlich. Ich habe ja keine Ahnung was in deinem kranken Hirn vor sich geht, und um ehrlich zu sein ist mir das auch egal. Ich will einfach nur, dass du mich in Ruhe lässt, ein für alle Male.“ „Das werde ich sicher nicht tun.“ Gab er nun etwas zorniger zurück: „Ich weiß, dass du Gefühle für mich hast und ich werde nicht aufgeben um dich zu kämpfen.“ „Gefühle habe ich schon für dich aber nicht solche wie du denkst. Ich hasse dich abgrundtief und wünschte nur ich hätte dich nie getroffen.“ Gab ich nun noch zorniger zurück, jedoch gelang es mir nicht ihm dabei in die Augen zu sehen und so merkte er, dass ich wohl nicht ganz die Wahrheit sagte. Ich wusste mir nicht anders zu helfen als zu versuchen ihn dazu zu bewegen von mir abzulassen. Doch es schien als würde es ihn nur noch mehr anstacheln weiter zu machen, je mehr ich mich darüber aufregte. Er kam noch einen Schritt näher auf mich zu so, dass wir fast Nase an Nase dastanden und sagte dann: „Hör zu, ich weiß, dass du das eben nicht ernst gemeint hast. Du hast gestern den Kuss erwidert und ich bin mir sicher, dass du einfach nur Angst davor hast, deine Gefühle für mich zuzugeben. Ich werde dich aber nicht einfach ziehen lassen, dass muss dir bewusst sein. Von mir aus können wir es auch eine Zeit lang geheim halten, ich will einfach nur, dass du zugibst, dass du mich liebst Stella.“ „Aber das tue ich nicht!“ gab ich energisch zurück. Draco schüttelte leicht den Kopf, gab einen kleinen Seufzer von sich und sprach dann weiter: „Gut, du stellst dich also immer noch auf stur, meinetwegen. Aber früher oder später bricht deine Fassade, du kannst dich nicht ewig verstellen. Aber jetzt mal was anders. Wo warst du gestern Nacht eigentlich? Ich habe dich nicht im Gemeinschaftsraum gesehen und heute Morgen warst du auch nicht da.“ Ich sah ihn an und konnte mir ein kleines fieses Lächeln nicht verkneifen. Ich wusste nun wie ich ihn dazu bringen konnte mich gehen zu lassen. Ich sah ihm direkt in die Augen und sagte dann: „Nachdem was gestern geschehen ist bin ich mit Harry und den andern In den Griffindorgemeinschaftsraum gegangen. Ich habe bei ihnen übernachtet. Achso, und nur zu deiner Information. Dumbledor und die anderen Lehrer wissen über den Vorfall, und sie haben daher entschieden, dass ich nach Griffindor wechseln darf. Ich bin also ab sofort keine Slytherin mehr, das heißt ich kann jetzt auch endlich so sein wie ich bin und du musst mir keine Vorschriften mehr machen, wie ich mich deiner Meinung nach verhalten sollte.“ „Was?“ gab Draco perplex zurück. „Du hast schon richtig gehört. Ich bin jetzt in Griffindor und jetzt lass mich endlich gehen.“ Draco sah mich fassungslos an und es dauerte ein paar Sekunden bis er seine Stimme wiedergefunden hatte. Er räusperte sich kurz und sagte dann: „Hast du den Professoren etwa erzählt was gestern passiert ist?“ „Ja, habe ich. Professor Marschall hat sich natürlich gewundert, warum ich im Griffindorgemeinschaftsraum war und da musste ich es ihr ja erklären.“ „Hast du ihnen auch gesagt, dass ich dabei war?“ fragte Draco nun etwas besorgt. „Nein, habe ich nicht. Ich habe keine Namen genannt.“ Gab ich wahrheitsgetreu zurück. Draco ließ einen erleichterten Seufzer hören und lächelte mich dann strahlend an: „Danke.“ Sagte er und dann: „Ich wusste, dass du mich nicht anschwärzen würdest, zumindest nicht gegenüber den Lehrern. Dies ist für mich nur ein weiterer Beweis dafür, dass ich dir nicht egal bin.“ Ich ließ ein genervtes stöhnen von mir. Das war ja so typisch Draco, dass er mein Verhalten gleich wieder missverstehen würde. Aber hatte er es tatsächlich missverstanden? Ich meine, ich wollte wirklich, dass er sich von mir fernhielt, aber schaden wollte ich ihm auch nicht. Ich wusste, dass ich mehr für ihn empfand als ich zugab, doch das sollte keiner Erfahren. Erneut versuchte ich ihn von mir wegzuschieben, doch er rührte sich keinen Zentimeter. Stattdessen beugte er seinen Kopf nach vorne bis seine Stirn meine berührte und flüsterte: „Du bist wirklich ein starrköpfiges, wunderschönes Geschöpf, weißt du das? Aber wahrscheinlich ist das auch der Grund warum du mir nicht aus dem Kopf gehst. Du bist eine Herausforderung für mich und das mag ich.“ Da ich wusste, dass er mich nur provozieren wollte gab ich keine Antwort darauf und versuchte stattdessen meinen Kopf zur Seite zu drehen um wieder ein wenig Abstand zwischen uns zu erhalten. Doch kaum hatte ich diesen Entschluss gefasst, legte Draco bereits seine Hand an meine Wange und küsste mich stürmisch. Diesmal war ich jedoch darauf vorbereitet und schloss meine Lippen demonstrativ um zu signalisieren, dass ich nicht geküsst werden wollte. Kurz versuchte Draco noch mich dazu zu bringen, den Kuss zu erwidern, doch er merkte, dass ich diesmal nicht nachgeben würde und so ließ er schnell wieder von mir ab. Er ging einen Schritt zurück ließ die Arme fallen und sagte dann: „Ich habe wirklich keine Ahnung wie du das schaffst, dich die ganze Zeit selbst zu belügen. Aber gut, ich werde dich jetzt gehen lassen, fürs erste, aber eins muss ich trotzdem noch wissen.“ Ich sah ihn fragend an und er sprach weiter: „Hast du das vorhin ernst gemeint, dass du das Haus gewechselt hast?“ „Ja, das war mein voller Ernst, Draco. Ich habe nicht gesagt, dass du das gestern warst, aber die Lehrer waren der Meinung, dass es besser wäre, wenn ich das Haus wechseln würde um eine solche Situation nicht noch einmal erleben zu müssen. Und ich bin froh, dass ich jetzt endlich mit meinen Freunden das Haus teilen kann, und dir so wenig wie möglich begegne.“ „Ich bin zwar nicht sonderlich begeistert, dass du jetzt eine Griffindor bist, aber wenn du denkst, dass du mich dadurch loswirst, hast du dich geschnitten. Egal in welchem Haus du bist, meine Gefühle für dich werden sich nicht ändern.“ Das hatte ich fast befürchtet, obwohl ich wirklich gehofft hatte, dass sein Hass gegen Griffindor so weit ging, dass er mit keinem aus diesem Haus zusammen sein wollte. Doch da hatte ich mich erneut geirrt. Ich hörte wie sich das Schloss der Tür wieder öffnete und da ich nichts mehr sagen wollte, ging ich schnellen Schrittes nach draußen. Draco folgte mir in einigem Abstand und nach einigen Metern bog er in Richtung der Kerker ab. Ich blickte nicht zurück und war froh als ich seine Schritte nicht mehr hören konnte. Ich machte mich weiter auf den Weg zum Griffindorgemeinschaftsraum und beeilte mich dort anzukommen. Hermine hatte bestimmt Angst ich hätte mich um entschieden und würde ihr doch nicht helfen. Aber nach dieser erneuten Auseinandersetzung mit Draco war ich nun noch mehr entschlossen, ihn los zu werden und meine Gefühle für ihn gleich mit. Ich würde Harry heute Abend fragen, ob er mit mir zusammen sein wollte und ich hoffte, dass er ja sagen würde. Als ich im Gang vor dem Gemeinschaftsraum ankam, stand Hermine bereits davor und begrüßte mich fröhlich. „Wie ist das Gespräch gelaufen?“ fragte sie mich ohne Umschweife. „Das erzähl ich euch nachher alles in Ruhe, aber so viel kann ich schon einmal sagen, es wird euch von den Socken hauen!“ Nun sah sie mich noch neugieriger an doch ich lächelte ihr nur verschmitzt zu und wechselte dann das Thema in dem ich sagte: „Bist du soweit, für unseren großen Auftritt?“ Hermine nickte zaghaft, sie schien wirklich nervös zu sein und ich musste zugeben, dass auch ich nicht gerade die Ruhe in Person war, doch ich versuchte mir nichts anmerken zu lassen. Wir gingen gemeinsam in den Gemeinschaftsraum und setzten uns zu Harry und Ron an unsern Stammplatz am Kamin. Wir begrüßten die beiden und ich natürlich wollten auch sie sofort wissen, was bei dem Gespräch mit Dumbledor herausgekommen ist. Da ich wusste, dass keiner der dreien eine ruhige Minute haben würde, ehe sie wussten was los war und vor allem Hermine und ich die Nerven behalten mussten, entschied ich mich ihnen gleich alles zu erzählen und nicht erst bis später zu warten. Ich räusperte mich kurz und erzählte ihnen dann, dass Dumbledor mich über den Vorfall am Vorabend ausgefragt hatte und ich konnte mir ein breites Lächeln nicht verkneifen, als ich endlich zu der Stelle kam, wo ich ihnen sagen konnte, dass ich nun offiziell eine Griffindor war. Harry strahlte übers ganze Gesicht und nahm mich in die Arme. Er jubelte: „Ich wusste, dass du eine von uns bist. Also eine Griffindor meine ich. Ich freu mich so für dich Stella, jetzt musst du nicht jeden Abend wieder zu den Slytherins zurück und wir können jeder Zeit zusammen sein.“ Ich musste einfach lächeln, er schien sich wirklich für mich zu freuen und auch die andern beiden jubelten fröhlich mit und Ron gab mir sogar einen kleinen Kuss auf die Wange, was mich sehr verwunderte. Nervös blickte ich zu Hermine hinüber die mich jedoch nur anlächelte und mit den Schultern zuckte. Anscheinend konnte sie sich Rons Freudenausbruch auch nicht so ganz erklären. Wir redeten noch eine Weile darüber, wie toll es jetzt werden würde doch ich merkte, dass ich allmählich nicht mehr ganz bei der Sache war. Ich wusste, dass ich es irgendwie bewerkstelligen musste, Harry dazu zu bringen mit mir einen Spaziergang zu machen, und dass vor der Sperrstunde, die immer näher rückte. Und auch Hermine rutschte die ganze Zeit ungeduldig auf ihrem Sessel hin und her und ich merkte das Ron sie verstohlen beobachtete. Jetzt war ich mir noch sicherer als bisher, dass da mehr zwischen den beiden war, als nur eine einfache Freundschaft. Ich räusperte mich kurz um die Aufmerksamkeit auf mich zu lenken und sagte dann an Harry gewandt: „Ähm, Harry. Ich weiß, dass es schon ein bisschen spät ist aber ich würde gern noch einen kleinen Spaziergang um den See machen. Hättest du Lust mich zu begleiten?“ „Klar.“ Gab Harry strahlend zurück. „Kommt ihr beiden auch mit?“ fragte an Ron und Hermine gewandt. Ron sah so aus als ob er aufstehen wollte, doch Hermine packte ihn sanft am Arm und sagte dann: „Diesmal nicht. Geht ihr zwei Mal alleine. Wir werden hier auf euch warten.“ Verdutzt guckte Ron zu Hermine doch dann nickte er zustimmend und so machte ich mich zusammen mit Harry auf den Weg nach draußen. Kaum hatten wir den Gemeinschaftsraum verlassen nahm Harry meine Hand in seine und ich freute mich. Das schien ja leichter zu werden als gedacht. Wir gingen schweigend den Weg hinunter zum See und setzten uns dann auf einen kleinen Baumstamm der dort im Gras lag. Jetzt oder nie, dachte ich und drehte mich zu Harry, der immer noch meine Hand hielt. Er sah mich aufmerksam an und ich musste mich ziemlich zusammenreisen um die passenden Worte raus zu bekommen. Ich atmete einmal tief durch und sagte dann: „Harry, du hast dich doch bestimmt gewundert, warum Hermine darauf bestanden hat, dass wir alleine hierher kommen oder?“ fing ich an. „Ja, schon ein wenig.“ Gab Harry zurück. „Aber ich glaube, dass hat sie nur gesagt um dir einen Gefallen zu tun oder?“ „Wie meinst du das?“ fragte ich. „Naja, ich hatte den Eindruck, dass du den Spaziergang nur als Vorwand genommen hast, damit Ron und Hermine mal kurz alleine sind. Habe ich Recht?“ Verdutzt guckte ich ihn an. Wieso wusste er das? Er lächelte mich an und sprach weiter: „Ich bin Rons bester Freund, schon vergessen? Ich kenne ihn wohl besser, als die meisten anderen und ich merke sofort, wenn was im Busch ist. Auch Hermine kenn ich mittlerweile in und auswendig. Ich hatte heute Mittag schon so eine Ahnung als ihr nach eurem Mädel Gespräch so glücklich an den Tisch zurückkamt. Doch ich wollte nichts sagen.“ „Du kennst uns wirklich gut.“ Gab ich mit einem Lächeln zurück und sprach dann weiter: „Es stimmt, dass Hermine mich gebeten hat ihr ein bisschen Zeit freizuschaufeln um mit Ron alleine Reden zu können. Aber das ist nicht der einzige Grund, weshalb ich wollte, dass du mit mir spazieren gehst.“ „Ach nein, was ist denn sonst noch?“ fragte er mich und sah mich noch intensiver an. Ich merkte wie ich einen trockenen Mund bekam. Konnte er nicht wenigstens mal kurz wo anders hinsehen? Wie sollte ich denn bei so einem Blick noch etwas Vernünftiges sagen können? Ich räusperte mich erneut und senkte den Blick ein wenig um mich besser auf meine Worte konzentrieren zu können. Dann sagte ich: „Ich wollte die Gelegenheit nutzen um mit dir alleine reden zu können. Du weißt doch das ich dich sehr mag oder?“ „Natürlich, sonst wäre ich jetzt wohl kaum mit dir hier.“ Gab Harry prompt zurück. „Lass mich kurz ausreden, bitte, bevor du noch was dazu sagst, ok?“ er nickte und tat so als ob er seinen Mund mit einem Schloss versehen würde und sah mich wieder an. „Also, ich weiß nicht wie ich das jetzt sagen soll. Das ist so schwierig für mich. Ich mag dich wirklich, wirklich sehr gern Harry und naja ich…wollte dich fragen…ob du mit mir zusammen sein möchtest?“ Kaum war die Frage draußen senkte ich den Blick noch mehr so dass ich jetzt nur noch den Boden untern meinen Füßen sehen konnte. Doch lange konnte ich den Blick nicht halten, denn schon schlossen sich Harrys Hände um mein Gesicht und er drehte mich zu sich damit ich ihm in die Augen blicken konnte. Er lächelte übers ganze Gesicht und ich war erleichtert, dass er zumindest nicht entsetzt reinguckte. Er sah mich strahlend an und sagte dann mit etwas rauchiger Stimme: „Ist das dein Ernst, Stella?“ ich nickte zaghaft und im nächsten Moment lagen auch schon seine Lippen auf meinen. Er nahm eine Hand von meiner Wange und zog mich etwas näher an sich um mich noch intensiver küssen zu können. Ich erwiderte den Kuss mit voller Inbrunst und musste zugeben, dass Harry wirklich ein guter Küsser war. So ganz anders als Draco. Viel zärtlicher. Ich merkte wie sich Schmetterlinge in meinem Bauch bemerkbar machten und obwohl er mir keine Antwort gegeben hatte, wusste ich, dass wir ab sofort zusammen waren. Ich fühlte mich als wäre eine riesige Last von meinen Schultern genommen worden. Ich legte eine meiner Hände an Harrys Taille und die andere vergrub ich in seinem Haar. Wir küssten und noch eine ganze Weile und am liebsten wäre ich ewig dort sitzen geblieben, so glücklich war ich in diesem Augenblick. Doch leider brach die Nacht bereits herein und die Ausgangssperre würde bald beginnen. Wiederwillig löste ich mich von Harrys Lippen, sah ihn strahlend an und sagte dann: „Ich könnte ewig hier sitzen bleiben, aber ich glaube wir müssen wieder rein. Sonst kriegen wir noch Ärger.“ „Wahrscheinlich hast du Recht.“ Gab Harry strahlend zurück. Er stand auf und reichte mir seine Hand die ich schnell entgegennahm. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg zurück ins Schloss. Kurz vor dem Eingang drehte sich Harry noch einmal kurz zu mir um, um mir noch einen kleinen Schmatzer zu geben, dann sagte er: „Ich glaube ich bin dir noch eine Antwort schuldig.“ Verdutzt sah ich ihn an. „Auf deine Frage.“ Sagte Harry grinsend. „Achso, das ist nicht nötig. Die Botschaft ist auch so angekommen.“ Gab ich nun ebenfalls grinsend zurück. „Ich will dir aber trotzdem antworten, nur um sicher zu gehen. Ich will mit dir zusammen sein Stella, und das für immer.“ Ich lächelte ihn noch breiter an und reckte mich ein wenig nach vorne um ihm noch einen kleinen Kuss zu geben, bevor wir unseren Weg in den Gemeinschaftsraum fortführten. Wir gingen gemeinsam die leeren Gänge entlang und obwohl wir nicht viel redeten fühlte ich mich sicher und geborgen. Ich war glücklich darüber, dass das Gespräch so gut verlaufen ist und ich hoffte, dass es Hermine mit Ron mindestens genauso gut ergangen war. Als wir vor dem Portrait der fetten Damen ankamen, sah mich Harry noch einmal kurz an bevor wir hineingingen. Ich ließ meinen Blick direkt zum Sofa schweifen, wo ich Ron und Hermine zusammensitzen sah. Als wir auf sie zukamen sah Hermine kurz auf und grinste uns breit an. Sie strahlte über das ganze Gesicht, was mir zeigte, dass es noch einen Grund mehr gab zu feiern. Ich ließ mich auf das Sofa ihnen gegenüber fallen und kuschelte mich in Harrys Arme. Keiner von uns musste sich den anderen gegenüber erklären, es schien als ob wir still übereingekommen wären, dass es gut ist, so wie es jetzt ist. Morgen würde bestimmt ein toller Tag werden. Es war der Tag an dem das Erste Spiel der Quidditchsaison stattfinden würde. Ich freute mich riesig darauf Harry und die andern unserer Mannschaft anfeuern zu können und ich hoffte inständig, dass die Slytherins es nicht geschafft hatten auf die Schnelle einen Ersatz für mich zu finden. Hermine und Ron waren der festen Überzeugung, dass es mit Harry ein Kinderspiel sein würde die Slytherins zu schlagen und ich stimmte ihnen voll und ganz zu. Ich hatte Harry bereit ein paarmal üben sehen, und er war wirklich außergewöhnlich gut. Ich strahlte den ganzen Abend wie ein Honigkuchenpferd, weil ich so aufgeregt und auch glücklich war. Anscheinend war ich jedoch nicht die einzige Person die ihr Glück nicht ganz fassen konnte. Mehrmals ertappte ich Ron dabei, wie er rot um die Ohren anlief, wenn Hermine sich ein wenig enger an ihn schmiegte. Ich freute mich wirklich für die beiden, sie waren so ein süßes Paar. Obwohl ich auch glücklich war, dass Harry nun mein fester Freund war, konnte ich Draco nicht ganz aus meinen Gedanken vertreiben. Ich ertappte mich ein paarmal dabei, wie mir das Bild seines Gesichts in den Sinn kam oder ich an unseren Kuss denken musste. Zwar versuchte ich diese Gedanken und Bilder in die hinterste Ecke meines Gehirns zu verbannen aber irgendwie wollte sie sich nicht abschütteln lassen. Als Professor Marschall den Raum betrat um uns aufzufordern schlafen zu gehen standen wir vom Sofa auf und machten uns auf den Weg zu den Treppen, die nach oben führten. Ich gab Harry noch einen letzten kleinen Kuss ehe ich mich mit Hermine auf den Weg und unseren Schlafsaal machte und hoffte inständig, dass ich meine Gefühle bald besser unter Kontrolle haben würde. Im Schlafsaal angekommen zog ich meinem Pyjama an und kuschelte mich unter die warme Decke. Ich wünschte Hermine noch eine gute Nacht und drehte mich dann lächelnd um. In dieser Nacht hatte ich einen guten Schlaf und träumte kaum.

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Kommentare (3)

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vor 816 Tagen
Schreib bitte weiter kommt sie jetzt mit draco zusammen oder nicht?
vor 832 Tagen
Achso, du hast die Kritik gelöscht
vor 832 Tagen
Die Geschichte ist wirklich gut, gefällt mir sehr, allerdings sind die Fehler wirklich nicht notwendig
1.Die Namen musst du wirklich nicht ändern, auf Deutsch hört sich das eh s*heiße an, also Bernd, Marschall, Buche usw lass mal weg
2.Auch Hagrid Hochland ist irgendwie unnötig, es heißt Rubeus Hagrid
3.Warum zum Teufel wird das Britische, 11jährige Kind mit Frau angesprochen?
4.Du hast die Läden vertauscht

Sonst, die Idee find ich super:-)