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Skysister-das Leben eines Springpferdes

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4 Kapitel - 1.790 Wörter - Erstellt von: - Entwickelt am: - 55 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wie der Titel schon sagt, geht es um eine Stute namens Skysister, aber lest selbst!

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    Ich öffne die Augen. Es ist dunkel. Nur ein kleiner Mondstrahl fällt durch das verstaubte Fenster an der Wand. Ich spüre die Schnauze meiner Mutter in meinem Fell. Ich schnuppere durch die Luft. Es duftet nach warmer Milch. Tollpatschig versuche ich aufzustehen, falle aber immer wieder hin. Als ich mich schließlich auf den Beinen halten kann, versuche ich einen Schritt zu tun, falle aber wieder auf die Schnauze. Nach einigen weiteren Minuten schaffe ich es, ein paar Schritte zu gehen und schnuppere noch einmal. Ich finde die Quelle des süßen Dufts und beginne zu saugen. Ein leckerer, süßer Geschmack breitet sich auf meiner Zunge aus. "Meine Kleine", flüstert meine Mutter mir zu. Ich stupse sie an. "Ich nenne dich Skysister", sagt sie. Der Name gefällt mir. Als ich mich satt getrunken habe, lege ich mich wieder hin. Ich rolle mich auf dem pieksigen Boden zusammen und schlafe ein. Wieder und wieder fährt meine Mutter mit der Schnauze durch mein Fell.
    Ich wache davon auf, dass helles Licht durch den engen Raum fällt, in dem ich mich befinde. Ich stehe auf und sehe mich nach meiner Mutter um und betrachte dabei meine Umgebung. Zwei Wände sind komplett weiß, die anderen zwei braun. An den Braunen Wänden sind weiter oben eng stehende Gitter angebracht. Der Raum ist eng, doch der Platz genügt. Wieder trinke ich die Milch meiner Mutter, deren braunes Fell in der Sonne glänzt. Ich falle vor Schreck fast um, als mit einem lauten Quietschen die Tür zum Stall aufgeschoben wird. Zwei Gestalten erscheinen an den Gittern des Raumes. "Na sieh einer an", sagt eine Gestalt mit tiefer Stimme. "Sunshine hat gefohlt. Na endlich!" Dann schob die zweite Gestalt die Wand zur Seite. Sie hatte etwas seltsames in der Hand, was sie meiner Mutter über den Kopf tut. Daran hängt ein Seil, mit dem die Gestalt sie führt. Ich laufe hinter meiner Mutter her, auf die graue Stallgasse hinaus. Ich betrachte die anderen Pferde, die im Stall stehen. Es sind nur Stuten. Sie sehen nicht glücklich aus. Ich laufe weiter hinter meiner Mutter her. Die eine Gestalt läuft hinter mir her, die andere führt meine Mutter. Wir treten aus dem Stall hinaus. Neugierig betrachte ich die Umgebung. Etwas grünes wächst hier und da, ansonsten ist der Boden grau. Verschiedene Gebäude stehen überall, fast alle sehen so aus wie der Stall, aus dem wir gerade gekommen sind. Doch wohin man auch guckte, wurde das Grundstück von einem riesigen, grauen Stacheldrahtzaun umringt.

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    Sechs Monate später:

    Ich stehe mit meiner Mutter auf dem kleinen Sandplatz, wie jeden Tag, gemeinsam mit einer anderen Stute. Es regnet in Strömen. Inzwischen trinke ich keine Milch mehr. Ich habe herausgefunden, dass Gras noch fast viel besser schmeckt. Aber da komm ich fast nie ran. Meistens esse ich also Heu. Es ist zwar trocken und pikst im Hals, und schmeckt nicht halb so gut wie Gras, aber es ist essbar. Drei Gestalten kommen auf die Koppel zu. Meine Mutter hat mir erzählt, dass sie Menschen heißen. Sie tragen Halfter und Stricke bei sich. Einer von ihnen legt meiner Mutter und der fremden Stute ein Halfter an und führt sie vom Sandplatz. Ich will ihnen schon folgen, aber in dem Moment schließt der dritte Mensch das Tor. "Mama!", rufe ich. Meine Mutter schaut zurück und sieht, dass ich ihr nicht folgen kann. Sie fängt an, am Strick zu ziehen, ruft meinen Namen, aber es ist hoffnungslos. Ich rufe nach ihr, immer wieder und laufe am Zaun hin und her, um einen Ausweg zu finden, doch es gibt keinen. Meine Mutter wird von den Menschen in einen Stall gezogen, ich kann sie nicht mehr sehen. Ich wiehere weiter, doch ich erhalte keine Antwort. Nach einiger Zeit kommen Menschen wieder aus dem Stall. Sie gehen in den Stall, in dem ich geboren wurde, und wo ich jeden Tag wieder mit ihr hineinging. Jeden Tag, nur heute nicht. Als sie wieder herauskommen, haben sie ein anderes Fohlen am Halfter. Sie wirkt so traurig, wie ich mich fühle. Sie öffnen das Tor und ich will hinausstürmen, doch sofort wird es wieder geschlossen. "Könnt ihr mal dieses verrückte Pferd beruhigen?", sagt der Mensch, der das Fohlen führt wütend. Einer der anderen Menschen hat ein Halfter in der Hand und kommt damit auf mich zu. Ich weiche zurück, stelle mich auf die Hinterbeine, doch am Ende schafft es der Mensch, mir das Halfter überzustreifen. Das Tor öffnet sich wieder, ich schüttele den Kopf, ziehe, doch das Tor schließt sich einfach wieder vor mir. Der Mensch klettert über den Zaun, streift das Halfter ab und ich versuche, nach ihm zu schnappen. "Einzigartige Abstammung, aber von wem hat sie dieses Temperament geerbt?", fragt der Mensch. "Hat sie schon einen Namen?" Einer der anderen Menschen schüttelt den Kopf. "Dann nennen wir sie Saphira, nach der Göttin des Feuers", sagt der Mensch und sie drehen sich um und gehen.

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    Ich drehe mich um. Das andere Fohlen steht mit hängendem Kopf da. Nach einigen Minuten hebt sie den Kopf. Sie hat schwarzes Fell und auf der Stirn einen weißen Fleck, der wie ein Stern aussieht sowie eine weiße Fessel. "Wie heißt du?", fragt sie mich. "Skysister", antworte ich niedergeschlagen. "Und du?" "Ich bin Stardancer, aber die Menschen nennen mich Simba.", antwortet sie. Den Namen Simba spuckt sie förmlich aus. "Stardancer ist ein schöner Name", sage ich, um sie aufzuheitern, obwohl ich selbst nicht in Stimmung dafür bin. Sie kommt zu mir und stupst mich an, so wie meine Mutter es immer getan hat. Ich schaue sie an. "Skysister aber auch", sagt sie. Eine Weile schweigen wir und ich blicke auf den Stall, in dem meine Mutter verschwunden ist. Ich laufe am Zaun des kleinen Platzes entlang, in der Hoffnung, doch noch einen Ausweg zu finden. Mit der Schnauze stupse ich das dünne Band an, welches zwischen den Holzlatten befestigt ist. Ein Blitz aus Schmerz jagt durch meinen Körper. Ich steige und trete gegen den Zaun, aber ich schaffe es einfach nicht, zu entkommen. Wir unterhalten uns nicht viel, aber das sie da ist dämpft den Schmerz ein wenig. Sie ist nur wenige Tage älter als ich und wir verstehen uns gut. Auch sie hat ihre Mutter heute verlassen müssen. Nach einigen Stunden hörte es auf zu regnen, die Wolken zogen weiter und offenbarten einen wunderschönen Sonnenuntergang. Die Menschen kommen wieder zu uns. Einer von ihnen klettert über den Zaun und versucht mich aufzuhalftern. Wieder wehre ich mich, aber er schafft es trotzdem. Stardancer lässt sich einfach aufhalftern und trottet hinter den Menschen her. Ich versuche immer wieder, dass Halfter abzuschütteln, aber es gelingt mir nicht. Als wir in der Mitte des großen Platzes stehen, an dem die Ställe angrenzen, bleibe ich einfach stehen. Der Mensch merkt es nicht und läuft weiter, aber er ist stärker als ich und zwingt mich, weiterzulaufen. Sie bringen uns in einen riesigen Raum, in dem ich noch nie war. Ich sehe mich um. braune Wände umrahmen den Sand in der Mitte und auf einer Seite steht ein riesiges Gestell. Die Menschen nehmen lange Seile von einem Haken an der Wand und machen sie an unseren Halftern fest.

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    Ich stehe in der Mitte des Raumes, Stardancer noch am Rand. Der Mesch hat jetzt eine Art Stock in der Hand, an der ein dünnes Seil hängt, das sich langsam hinter mir durch den Sand schlängelt. Plötzlich macht es eine schnelle Bewegung und ein lauter Knall ertönt. Panisch versuche ich wegzulaufen, doch der Mensch hält mich fest. Ich renne los, versuche mich loszureißen, aber er lässt nicht los. Immer wieder muss ich im Kreis laufen, selbst wenn meine Beine schmerzen, mein Fell vor Schweiß tropft und ich bei jedem Schritt denke, ich würde vor Erschöpfung umfallen. Doch immer wieder reißt der Mensch das Seil hinter mir hoch und treibt mich damit weiter. Ich gebe erst auf, als der Schaum mir aus dem Maul rinnt. Ich habe das Gefühl, keinen Schritt mehr tun zu können. Jetzt erst bleibe ich stehen, die Beine schwer wie Blei. Der Mensch versucht mich weiter zu treiben, aber ich kann mich nicht mehr bewegen. Da erst gibt er es auf zu versuchen, mich weiter anzutreiben und führt mich an den Rand. Ich kann meine Beine kaum noch bewegen. "Hast du das gesehen? Morgen versuchen wir es mit einem kleinen Sprung", sagt der Mensch. Der Andere führt währenddessen Stardancer in die Mitte. Ich atme langsam ein und aus, meine Lunge fühlt sich an als würde sie brennen, meine Flanken beben. Ich sehe zu Stardancer. Auch sie erschrickt sich und prescht los. Ich sehe die Angst in ihren Augen, doch sie beruhigt sich bald. Sie galloppiert Runde um Runde, immer weiter und weiter. Dan bleibt auch sie irgendwann stehen. Die Menschen lachen. Sie führen uns in einen Stall, einen, den ich nicht kenne. Sie bringen mich in eine Box, die viel enger ist, als die, die ich kenne. Ich kann mich gerademal umdrehen, aber dafür bin ich jetzt zu müde. Stardancer tritt ebenfalls in eine Box und ich sehe, wie die Beine unter ihr vor Erschöpfung einknicken. Auch ich lege mich hin. Der Boden ist hart und dreckig, ganz anders als ich es gewohnt bin. Naja, dreckig war er in der anderen Box auch. Als es im Stall hell wird, kommen die Menschen wieder. Sie bringen Stardancer und mich auf unseren Sandplatz. Meine Muskeln tun weh und Stardancer scheint es genauso zu gehen. Der Tag verläuft wie der letzte. Wir beide stehen allein auf unserem Sandplatz und beobachten das rege Treiben auf dem Hof.

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